Sehr geehrtes TUI Blue Team, mein Mann und ich verbrachten vom 16.05.2026 bis zum 23.05.2026 unseren Urlaub im TUI Blue Insula Alba. Nach unseren durchweg positiven Erfahrungen im Sarigerme Park haben wir uns ganz bewusst erneut für ein Blue Hotel entschieden. Umso bedauerlicher ist es, dass ich Ihnen diesmal deutlich mehr mitzuteilen habe als ein einfaches „Vielen Dank für den schönen Aufenthalt“. Da konstruktive Kritik von Details lebt, wird diese Nachricht etwas ausführlicher ausfallen. Einzelne Punkte hätte ich vermutlich gar nicht erwähnt – die Summe der Erlebnisse lässt dies allerdings nicht zu. Zimmer Als wir Zimmer 1313 betraten, traf mich ehrlich gesagt beinahe der Schlag. Sollte das tatsächlich der Standard eines 5-Sterne-Hauses sein? Das Zimmer wirkte stark abgewohnt, und im Badezimmer fehlten teilweise bereits die Fugen. Positiv hervorheben möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich das Team rund um Eva, das schnell und professionell reagierte. Bereits am nächsten Morgen konnten wir in Zimmer 914 umziehen – und dort fanden wir dann endlich genau den Standard vor, den wir erwartet hatten. Katzen auf dem Gelände Auf der Anlage bewegen sich mehrere Streunerkatzen. Im Sarigerme Park hatte ich den Eindruck, dass sich liebevoll und verantwortungsvoll um die Tiere gekümmert wird. Hier hingegen fiel insbesondere eine weiße Katze mit entzündeten Augen sowie ein unkastrierter getigerter Kater auf. Vielleicht könnten Sie auch in diesem Hotel etwas aktiver werden. Wellnessbereich Mir ist bewusst, dass der Spa-Bereich vermutlich von einem externen Anbieter betrieben wird. Die Räumlichkeiten gehören allerdings weiterhin zu Ihrem Hotel – und entsprechend darf man dort auch gewisse Standards erwarten. Meine Behandlung beinhaltete unter anderem einen 30-minütigen Aufenthalt mit Jacuzzi, Sauna und Dampfbad. Dass die Sauna defekt war, verbuche ich noch unter „kann passieren“. Dass der Jacuzzi allerdings kalt war und der gesamte Raum die Atmosphäre einer mittelgroßen Bahnhofshalle ausstrahlte, war schon deutlich schwieriger zu ignorieren. Man ließ mich zudem ohne Handtuch zurück und reichte mir Wasser in einem einfachen Plastikbecher. Natürlich verstehe ich, dass Glas dort keine gute Idee ist – aber vielleicht gäbe es zwischen „gefährlich“ und „Festival-Camping“ noch eine stilvolle Zwischenlösung. Hinzu kamen unangenehme Gerüche sowie wackelige Toilettendeckel. Für ein Hotel, das nach eigener Aussage fünf Monate geschlossen war, um alles instand zu halten, hätte ich deutlich mehr erwartet. Restaurant Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich jemals sagen würde: Das schlechteste Frühstück meines Lebens in einem 5-Sterne-Hotel habe ich bei Ihnen erlebt. Das gesamte gastronomische Konzept scheint nahezu ausschließlich auf englische Gäste ausgerichtet zu sein. In diesem Fall wäre es vielleicht ehrlicher, das Hotel nicht mehr im deutschen Katalog zu führen. Zur Auswahl standen täglich: ein weiches Brötchen, ein weiches „Pseudo-Vollkornbrötchen“, mehrere Varianten desselben Baguetteteigs, Toastbrot in hell und dunkel, sowie Zwieback. Das war tatsächlich das gesamte Brotangebot. Ich bin darüber bis heute fassungslos. Dazu kamen eine Woche lang dieselben vier Sorten Schnittkäse und gefühlt fünf identische Wurstsorten – aber immerhin drei verschiedene Arten Würstchen. Prioritäten müssen schließlich gesetzt werden. Die Spiegeleier waren grundsätzlich kalt, unabhängig von Uhrzeit oder Tagesform der Küche. Besonders kreativ fand ich die tägliche „Abwechslung“ durch sautierte Pilze, Brokkoli oder grüne Bohnen sowie die sehr ambitionierte Salattheke. Orangensaft aus dem Automaten rundete das Frühstückserlebnis schließlich stilvoll ab. Mittag- und Abendessen bewegten sich leider auf ähnlichem Niveau. Bis heute rätseln wir über die tägliche Präsenz von Möhren – lediglich die Form wechselte zuverlässig. Immerhin führte dies dazu, dass mein Mann so viel Gemüse gegessen hat wie vermutlich noch nie zuvor, da das Fleisch meist entweder roh oder trocken war. Gerade bei Geflügel ist „innen noch mutig rosa“ vielleicht nicht unbedingt die gewünschte Küchenphilosophie. Besonders beschäftigt uns weiterhin die Frage, weshalb Burger-Patties angeboten werden, jedoch keine Burger-Buns. Und das sogar im Zwei-Tage-Rhythmus. Die Pizza war grundsätzlich kalt, was vermutlich der mediterranen Gelassenheit geschuldet war. Und eine Frage treibt mich bis heute um: Wie schafft man es eigentlich, Tzatziki in Griechenland geschmacklich zu ruinieren? Um sicherzugehen, dass Kreta kulinarisch nicht vollständig verloren ist, waren wir einen Abend in Heraklion essen. Dort wurden wir glücklicherweise eines Besseren belehrt. Kleines Geständnis am Rande: Wir haben uns einige Mayo-Tütchen aus dem Culinarium mitgenommen, weil selbst die hausgemachte Mayonnaise leider nicht genießbar war. Und nun zum eigentlich Tragischen: Das Essen im Culinarium sowie am Galaabend war plötzlich richtig gut. Das bedeutet für mich vor allem eines: Sie können es also doch. Weshalb dies dann nicht konsequent umgesetzt wird, bleibt leider offen. Wobei ich persönlich nach wie vor nicht ganz verstehe, was eine Schweinshaxe zur Gala macht – aber vielleicht fehlt mir dafür einfach das entsprechende Eventverständnis. Personal und Anlage Die Anlage selbst ist wunderschön gestaltet, und das Personal war in sämtlichen Bereichen höflich, hilfsbereit und zuvorkommend. Besonders hervorheben möchte ich die Poolbar: Zwar wartet man dort gelegentlich etwas länger auf Getränke, aber Manos und Kostas gleichen das mit Charme und guter Laune problemlos wieder aus. Dass junge Barkeeper gelegentlich jungen alleinreisenden Damen etwas mehr Aufmerksamkeit schenken, hat mich persönlich nicht gestört – ich könnte mir allerdings vorstellen, dass diese Strategie irgendwann auch einmal weniger charmant aufgenommen wird.
- EssensauswahlSchlecht
- GeschmackSehr schlecht
Ambiente beim Essen
- Shorts & T-Shirt
Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich jemals sagen würde: Das schlechteste Frühstück meines Lebens in einem 5-Sterne-Hotel habe ich bei Ihnen erlebt. Das gesamte gastronomische Konzept scheint nahezu ausschließlich auf englische Gäste ausgerichtet zu sein. In diesem Fall wäre es vielleicht ehrlicher, das Hotel nicht mehr im deutschen Katalog zu führen. Zur Auswahl standen täglich: ein weiches Brötchen, ein weiches „Pseudo-Vollkornbrötchen“, mehrere Varianten desselben Baguetteteigs, Toastbrot in hell und dunkel, sowie Zwieback. Das war tatsächlich das gesamte Brotangebot. Ich bin darüber bis heute fassungslos. Dazu kamen eine Woche lang dieselben vier Sorten Schnittkäse und gefühlt fünf identische Wurstsorten – aber immerhin drei verschiedene Arten Würstchen. Prioritäten müssen schließlich gesetzt werden. Die Spiegeleier waren grundsätzlich kalt, unabhängig von Uhrzeit oder Tagesform der Küche. Besonders kreativ fand ich die tägliche „Abwechslung“ durch sautierte Pilze, Brokkoli oder grüne Bohnen sowie die sehr ambitionierte Salattheke. Orangensaft aus dem Automaten rundete das Frühstückserlebnis schließlich stilvoll ab. Mittag- und Abendessen bewegten sich leider auf ähnlichem Niveau. Bis heute rätseln wir über die tägliche Präsenz von Möhren – lediglich die Form wechselte zuverlässig. Immerhin führte dies dazu, dass mein Mann so viel Gemüse gegessen hat wie vermutlich noch nie zuvor, da das Fleisch meist entweder roh oder trocken war. Gerade bei Geflügel ist „innen noch mutig rosa“ vielleicht nicht unbedingt die gewünschte Küchenphilosophie. Besonders beschäftigt uns weiterhin die Frage, weshalb Burger-Patties angeboten werden, jedoch keine Burger-Buns. Und das sogar im Zwei-Tage-Rhythmus. Die Pizza war grundsätzlich kalt, was vermutlich der mediterranen Gelassenheit geschuldet war. Und eine Frage treibt mich bis heute um: Wie schafft man es eigentlich, Tzatziki in Griechenland geschmacklich zu ruinieren? Um sicherzugehen, dass Kreta kulinarisch nicht vollständig verloren ist, waren wir einen Abend in Heraklion essen. Dort wurden wir glücklicherweise eines Besseren belehrt. Kleines Geständnis am Rande: Wir haben uns einige Mayo-Tütchen aus dem Culinarium mitgenommen, weil selbst die hausgemachte Mayonnaise leider nicht genießbar war. Und nun zum eigentlich Tragischen: Das Essen im Culinarium sowie am Galaabend war plötzlich richtig gut. Das bedeutet für mich vor allem eines: Sie können es also doch. Weshalb dies dann nicht konsequent umgesetzt wird, bleibt leider offen. Wobei ich persönlich nach wie vor nicht ganz verstehe, was eine Schweinshaxe zur Gala macht – aber vielleicht fehlt mir dafür einfach das entsprechende Eventverständnis.
- DeutschkenntnisseEher schlecht
Bester Service
- Rezeption
- Animation
Die Anlage selbst ist wunderschön gestaltet, und das Personal war in sämtlichen Bereichen höflich, hilfsbereit und zuvorkommend. Besonders hervorheben möchte ich die Poolbar: Zwar wartet man dort gelegentlich etwas länger auf Getränke, aber Manos und Kostas gleichen das mit Charme und guter Laune problemlos wieder aus.


