- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
Das Hotel ist zumindest im Februar zu 80% von britischen Rentner besucht. Es liegt in einer villlenartig bebauten Gegend und besteht aus dem Haupthaus und einem neueren Anbau. Der Empfangsbereich ist sehr angenehm gestaltet, ein Brunnen verbreitet viel Charme, nur die Sofas dierekt am Eingang sind arg abgenutzt und sollten dringend ausgestauscht werden. Der Service und die Sauberkeit sind sehr gut, Kritiken in anderen Bewertungen können wir in keinster Weise nachvollziehen. Die Zimmer im Neubau (wir hatten bei der Buchung darum gebeten) sind über einen langen Gang erreichbar. Für Familien ist das Hotel de facto nicht geeignet, Einrichtungen für Kinder fehlen vollkommen, auch werden Kinder kaum auf Spielgefährten treffen. Fahrstühle sind mehrere vorhanden, jedoch sind mitunter wenige Stufen zu bewältigen. Allabendlich gibt es eine Abendunterhaltung, meistens laut. Die Flamencoshow ist bestenfalls als Witz zu bezeichnen. Unbedingt bei der Zimmerbuchung darauf achten, dass man nicht über dem Restaurant/ Bar oder in dessen Nähe das Zimmer hat, denn die Musik ist wirklich laut. Wer nur Baden will, fährt besser in das mit 60er Jahre-Bunker ausgestattete Torremolinos, außerhalb der Sommerhochsaison ist Nerja für eine Woche für fast alle Urlaubsarten ein geeigneter Ort. Für 2 Wochen oder länger werden aber die Möglichkeiten, etwas zu unternehmen knapp.
Die Zimmer sind nicht allzu groß, im Neubau mit Klimaanlage (warm/kalt), etwas altmodischen Betten und nur einem! Nachtschrank ausgestattet. Für den Fliesenboden empfehlen sich Pantoffeln. Das Bad ist mit Badewanne, Bidet etc. ausgestattet und ausreichend groß. Der Balkon ist zum Sitzen ausreichend groß, es steht ein Tisch und Stühle bereit. Schrankkapazität ist für eine Woche ausreichend. Auf Grund der Hellhörigkeit unbedingt Ohropax einstecken, man hört jedes! Geräusch aus dem Nachbarzimmer.
Es gibt ein Restaurant, in welchem die Speisen in Büffettform angeboten werden. Das Frühstück ist britisch mit all seinen Absonderlichkeiten. Der Kaffee könnte besser sein, die Milch ist aus Pulver. Käse gibt es bis auf eine Standardsorte nicht, dafür leckeres Brot und Gebäck, Müsli und Corn flakes. Im Grunde mehr als man in einen 3-Sterne-Hotel erwarten kann, wir haben schon anderes erlebt. Das Abendessen ist für ein 3-Stern-Hotel wirklich sehr gut, auch wenn ohne Salz gekocht wird. Man hat eine Auswahl aus bis zu 6 warmen Gerichten, dazu Salat, Beilagen und einer breiten Dessertauswahl. Das Gemüse ist mitunter etwas zu weich und lange gekocht. Es wird immer nachgelegt und das Essen ist auch kurz vor Ende der Essenzeit noch warm.
Der Service war sehr gut, Zimmerreinigung fast täglich. Einmal haben wir etwas länger geschlafen und ein "Bitte nicht stören"-Schuld an die Tür gegangen, da wurden die Betten nicht gemacht. Im Restaurant wird in der Regel sehr schnell abgeräumt und auch auf die Getränke muss man nicht lange warten. Nur wenn alle Tische belegt sind, können Verzögerungen auftreten. Hotelsprache ist auf Grund der Gästestruktur Englisch.
Der Ort Nerja ist im Gegensatz zu anderen Orten an der Costa de Sol nicht durch Hotelbunker geprägt. Der Ortskern stehen noch zahlreiche weißgekalkte typisch andalusische Häuser. Nachteilig ist, dass keine durchgehende Strandpromenade mehr existiert, die Strandkapazitäten verteilen sich auf mehrere kleine Buchten, die über Treppen oder steile Wege erericht werden können. Unbedingt Badeschuhe mitnehmen, da einerseits grobkieseliger "Sand" und andererseits durch die vielen Felsen akute Seeigelgefahr. Das Wasser ist sauber, aber bei weitem nicht so klar wie an anderen Stellen im Mittelmeer. Im Juli/ August sollte es am Strand recht eng werden. Man findet viele Kneipen und auch die üblichen Geschäften des touristen Bedarfs im Ort. Parken kann man in der Straße, wenngleich während unseres Aufenthaltes die Parkflächen markiert wurden und somit deutlich weniger Parkplätze zur Verfügung stehen. Innerhalb von 3 Minuten Fußwege konnte man im Februar immer einen Parkplatz finden, was sicherlich in der Hochsaison weit schwieriger sein dürfte. Die Tropfsteinhöhlen am Ortrand sind eine Attraktion weit über Andalusien hinaus. Wandern kann man eingeschränkt z. B. von Frigiliana aus. Es fehlen bis auf wenige Ausnahmen aber ausgeschilderte Wege, Markierungen, Hinweise usw. Auch ist es praktisch unmöglich eine Wanderkarte zu bekommen. Auch sollte man beachten, dass die Berge schnell bis zu 2000 m Höhe erreichen und dann schweißtreibend Höhenunterschiede zu bewältigen sind. Einkaufsmöglichkeiten bieten diverse Supermärkte (Supersol, Mercadona). Der Suupermarkt Iranzo am nahegelegenen Kreisverkehr bietet eine unglaublich große Alkoholauswahl und diverse Merkwürdigkeiten der britischen und skandinavischen Konservenindustrie. Von Malaga erreicht man Nerja auf einer autobahnähnlichen Schnellstraße an deren Verlängerung Richtung Osten weitergebaut wird. Der nächste Abschnitt soll irgendwann eingeweiht werden. Bis jetzt endet die Autovia in Nerja (und nicht wie in einigen Karten ausgewiesen in Almunecar) . Die Straße dorthin führt kurvenreich an der Küste entlang und lässt deshalb nur ein wesentlich geringeres Tempo zu.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Wellness: Es gibt einen Pool, der auch im Februar de facto benutzbar ist, aber dann so ca. 16-17 Grad hat. Ein Internet-Terminal steht zur Verfügung. Ansonsten nichts aus Kartenspieltischen. Jeden Abend gibt es Livemusik, Freitags eine Laiendarbietung, die sich Flamencoshow nennt. Um es nochmals zu betonen: Das Hotel ist nichts für Familien, sondern eher für das ältere Publikum oder solche Gäste, die keine Tagesanimation etc. brauchen.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1 Woche im Februar 2007 |
Reisegrund: | Wandern und Wellness |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Andreas |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 23 |