Manche der schönsten Strände Europas tauchen in keinem Reiseführer auf. Nicht weil sie niemand kennt, sondern weil man ohne Auto schlicht keine Chance hat, dort hinzukommen. Wir haben fünf solcher Orte zusammengestellt. Was sie alle verbindet: Man braucht ein Auto oder einen Mietwagen.

Flexibel reisen mit dem passenden Mietwagen

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Praia do Amado an der Algarve in Portugal (c) 2025 Taking in the Sights/Shutterstock.
Praia do Amado an der Algarve in Portugal (c) 2025 Taking in the Sights/Shutterstock.

Praia do Amado, Portugal

Wo der Atlantik alles andere vergessen lässt.

Wer die Algarve kennt, kennt Faro, Lagos und Albufeira. Wer etwas abseits der Massen fahren will, nimmt am besten einen Mietwagen und steuert den äußersten Südwesten Portugals an, den Naturpark Costa Vicentina. Hier verläuft die Küste fast unberührt, und der Praia do Amado ist ihr raues Herzstück.

Die Straße dorthin schlängelt sich durch Korkeichenwald und Macchia, vorbei an kleinen Quintas, bis plötzlich das tiefe Blau des Atlantiks auftaucht. Der Strand selbst ist weit, wild und windig und ein wahres Surferparadies.

Warum nur mit dem Auto: Der nächste Ort mit Busanschluss ist Carrapateira, etwa vier Kilometer entfernt. Von dort gibt es keine regelmäßige Anbindung zum Strand. Ohne Auto bleibt es ein langer Fußweg auf einer wenig einladenden Straße.

📍 Gut zu wissen

Beste Reisezeit: April–Juni & September–Oktober

Der Parkplatz liegt direkt am Strand (gebührenpflichtig in der Hochsaison). Eine Surfschule findest Du auch vor Ort.

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Der Coral Beach auf der Isle of Skye (c) 2018 Jaroslav Moravcik/Shutterstock.
Der Coral Beach auf der Isle of Skye (c) 2018 Jaroslav Moravcik/Shutterstock.

Coral Beach, Schottland

Weiß wie Schnee, eisig wie der Norden.

Schottland und Traumstrand, das klingt wie ein Widerspruch. Aber wer die Nordwestküste von Skye besucht, wird eines Besseren belehrt. Der Coral Beach nördlich von Dunvegan auf der Isle of Skye nahe Claigan besteht nicht aus Sand, sondern aus weißen Kalkalgenresten (Maerl), die aussehen wie feiner Kies aus einer anderen Welt.

An klaren Tagen leuchten der Strand und das seichte Wasser in einem unwirklichen Türkis, das man eher in der Karibik erwarten würde. Im Hintergrund: braune Heide, schwarze Berge, und der Wind, der immer weht.

Warum nur mit dem Auto: Die Isle of Skye ist zwar über eine Brücke ans schottische Festland angebunden, aber ohne Auto kaum zu erkunden. Dunvegan liegt im Nordwesten der Insel, Busse fahren selten und nie bis zum Strand. Die letzte Meile, ein Feldweg durch Moorland, ist nur zu Fuß zu bewältigen.

📍 Gut zu wissen

Beste Reisezeit: Mai–August

Zum Strand ist es nur ein kurzer Fußweg vom Parkplatz Claigan (circa 2 Kilometer). Gummistiefel oder festes Schuhwerk werden hier wärmestens empfohlen.

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Luftblick auf die Playa de Gulpiyuri in Asturien (c) 2023 barmalini/Shutterstock.
Luftblick auf die Playa de Gulpiyuri in Asturien (c) 2023 barmalini/Shutterstock.

Playa de Gulpiyuri, Spanien

Ein Binnenstrand mitten im Land.

Das hier ist kein normaler Strand. Der Gulpiyuri in Asturien liegt im Landesinneren, von der Küste getrennt durch Kalksteinfelsen, die Höhlen und unterirdische Kanäle bilden. Das Meerwasser sickert durch Felsspalten und füllt eine kleine Mulde zu einem echten, kleinen Strand.

Der Strand ist winzig und bei Flut kaum 50 Meter breit, aber gerade deshalb unglaublich fotogen. Er liegt bei dem kleinen Ort Naves, nahe Llanes und ist Teil des Küstenschutzgebiets. Das grüne Asturien ist ohnehin eine der schönsten und am wenigsten touristisch erschlossenen Regionen Spaniens.

Warum nur mit dem Auto: Naves ist ein kleines Dorf ohne Busanbindung. Von Llanes aus gibt es keine Direktverbindung.

📍 Gut zu wissen

Beste Reisezeit: Mai–September

Gezeiten beachten: Bei Flut ist kaum Strand vorhanden und der Besuch nicht wirklich lohnenswert. Der Parkplatz liegt am Ortsrand von Naves.

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Luftaufnahme vom Voidokilia Strand in Griechenland (c) 2025 zedspider/Shutterstock.
Luftaufnahme vom Voidokilia Strand in Griechenland (c) 2025 zedspider/Shutterstock.

Voidokilia, Griechenland

Der perfekte Halbmond am Peloponnes.

Wer bei Griechenland an überfüllte Inseln denkt, sollte den Peloponnes neu entdecken. Die Bucht Voidokilia bei Pylos ist eine perfekte Halbkreisbucht und so symmetrisch, dass sie wie gemalt wirkt. Feiner goldener Sand, kristallklares Wasser, dahinter eine Lagune mit Flamingos. Im Hintergrund thront die mittelalterliche Burg Navarino auf einem Felssporn.

Die Region Messenien ist die grünste Ecke des Peloponnes und kulinarisch eine der aufregendsten Griechenlands. Olivenhaine, kleine Tavernen, Wein aus alten Sorten. Am Strand selbst gibt es keine Liegestühle oder Strandkiosk. Nur Natur.

Warum nur mit dem Auto: Pylos ist mit dem Bus erreichbar, aber Voidokilia liegt noch einige Kilometer weiter draußen auf einer unbefestigten Straße durch das Naturschutzgebiet. Ohne Auto führt ein langer Fußweg über unbeschattete Pfade dorthin. Möglich, aber mühsam.

📍 Gut zu wissen

Beste Reisezeit: Mai–Juni & September–Oktober

Der Parkplatz befindet sich am Rand des Naturschutzgebiets. Es gibt am Strand keinen Schatten, also unbedingt Sonnenschutz mitbringen. Der Strand lässt sich ideal mit einem Besuch der Burg Navarino kombinieren.

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Strand von Saleccia in Saint-Florenz auf Korsika (c) 2022 cazards/Shutterstock.
Strand von Saleccia in Saint-Florenz auf Korsika (c) 2022 cazards/Shutterstock.

Plage de Saleccia, Korsika

Karibik-Vibes in Europa.

Wer auf Korsika einen Mietwagen nimmt, wird von der Insel belohnt wie kaum irgendwo sonst in Europa. Die Plage de Saleccia im Norden im Naturreservat Agriates ist ein langer, weißer Strand mit türkisenem Wasser, umgeben von Macchia und absoluter Stille. Ein Ort, der auf Fotos schon unwirklich wirkt und in Wirklichkeit noch unwirklicher ist.

Die Anfahrt führt über eine legendär schlechte Schotterpiste, die nur mit einem geländetauglichen Fahrzeug oder einem robusten Kleinwagen bewältigbar ist.

📍 Gut zu wissen

Beste Reisezeit: Mai–Juni & September

Ein Allradfahrzeug oder zumindestens hohe Bodenfreiheit beim Fahrzeug wird unbedingt empfohlen (oder die Bootsalternative ab Saint-Florent). Der Campingplatz Saleccia befindet sich in der Nähe des Strandes. Die Schotterpiste ist über 10 Kilometer lang, Fahrzeit 45–60 Minuten.

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Mietwagen von HolidayCheck auf dem Schotterweg zum Balos Beach © HolidayCheck
Anfahrt mit dem Mietwagen zum Balos Beach © HolidayCheck

Fazit

Was diese fünf Strände verbindet, ist nicht nur ihre Abgelegenheit, sondern vor allem das Gefühl, dass man einen Ort nicht mit ganz so vielen teilen muss, auch in einer Zeit, in der die meisten Küstenstreifen Europas im Sommer aus allen Nähten platzen. Wer bereit ist, die kurvenreichen Strecken zu fahren, die Schlaglochpisten in Kauf zu nehmen und früh aufzustehen, den belohnt Europa mit wunderschönen Stränden, die nicht überlaufen und von jedem zu erreichen sind.

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