Leuchtturm in Iles Sanguinaires, Korsika, Frankreich
© Getty Images / Francesco Riccardo Iacomino

Inselvergleich

Sardinien oder Korsika?

Ein Urlaub auf einer Mittelmeerinsel verspricht herrliche Stunden in der Sonne an weißen Stränden. Auf Sardinien und Korsika findest Du beides, aber die Inseln unterscheiden sich in mancher Hinsicht stark. Um Dir die Wahl zwischen beiden Eilanden zu erleichtern, findest Du hier eine direkte Gegenüberstellung der wichtigsten Merkmale beider Inseln.

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Eine Frau mit Kopfhörern sitzt in einem Flugzeug.
Sardinien und Korsika sind beide direkt mit dem Flugzeug zu erreichen. © Getty Images / Thomas Barwick

Wie kommst Du hin?

Gute Fluganbindung

Da Korsika und Sardinien im Mittelmeer nahe beieinanderliegen, ist die Anreisezeit für beide Inseln vergleichbar. Am bequemsten ist es, per Flugzeug zu kommen. Je nach Abflug- und Zielort in Deutschland dauert der Flug jeweils zwischen gut einer und rund zweieinhalb Stunden. Direktflüge stehen in der Urlaubssaison zwischen den Oster- und den Herbstferien für beide Ziele aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands zur Auswahl.

Bei den Flugkosten kann Sardinien einen Vorteil für sich verbuchen. Fliegst Du etwa nach Cagliari oder Olbia, dann kostet ein Flug oft nur halb so viel wie der auf die Nachbarinsel. Aktuell gibt es direkte Flüge nur zum Flughafen Bastia im Nordosten Korsikas.

Auch auf dem Landweg sind beide Mittelmeerinseln erreichbar. Reist Du zum Beispiel mit dem Auto oder dem Wohnmobil an, kannst Du von verschiedenen Hafenstädten in Südfrankreich oder Italien aus mit der Fähre übersetzen. Marseille, Genua und Livorno gehören zu den für deutsche Reisende beliebtesten Fährhäfen nach Sardinien oder Korsika.

Fazit: Unentschieden. In Sachen Anreise besteht ein leichter Zeitvorteil für Korsika, dafür ist es in den meisten Fällen etwas günstiger, nach Sardinien zu kommen.

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Bados Strand, Sardinien, Italien
Schöne Sandstrände direkt am Meer gibt es auf Sardinien und Korsika zu Genüge. © Getty Images / Fikander82

Die Strände

Viel Platz für Sonnenschirm und Strandhandtuch

Viele Reisende versprechen sich von ihrem Urlaub auf einer Insel im Mittelmeer eine unbeschwerte Zeit am Meer mit schönen Sandstränden und in herrlicher Umgebung. Bereits ein Blick auf die Länge der jeweiligen Küste gibt einen ersten Hinweis auf den Sieger in dieser Kategorie. Während die französische Insel über etwa 1.000 Kilometer Küste und Strände verfügt, sind es auf Sardinien beinahe doppelt so viele. Da ist es wenig verwunderlich, dass die Strände der italienischen Insel zahlreicher, oft weitläufiger und meist auch leerer sind.

Wobei die Menge allein natürlich nicht ausschlaggebend sein kann.

Auch in Sachen Schönheit der Strände liegt der Vorteil jedoch bei Sardinien. Manche von ihnen werden regelrecht als karibisch beschrieben, mit glasklarem Wasser und weißem Sand. Solche Strände gibt es zwar auch auf Korsika, allerdings nicht in der Menge und oft deutlich kleiner.

Die Infrastruktur am Strand ist ebenfalls auf der sardischen Insel häufig besser. Es gibt Beach-Clubs, Duschen und Toiletten, was an manchen Stränden auf Korsika nicht der Fall ist.

Fazit: Beide Inseln weisen eine Vielzahl an verschwiegenen Buchten auf, an denen Du mehr oder weniger allein sein kannst. Auf Sardinien ist die Auswahl größer und die Infrastruktur in der Regel besser. Vorteil Sardinien.

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Cala Brandinchi, Sardinien, Italien
Die angenehmen Sommertemperaturen auf beiden Inseln laden zum Baden ein. © Getty Images / Davide Seddio

Das Klima

Sonnenstunden, Wassertemperaturen und Regentage

Zu einem tollen Strand gehört natürlich auch das passende Wetter. Korsika und Sardinien haben ein sehr ähnliches Klima, was nicht weiter verwunderlich ist, wenn Du Dir die geografische Nähe der Inseln ansiehst. Allerdings wird es auf Sardinien in der Hauptsaison noch ein bisschen wärmer, was daran liegt, dass die Insel weiter im Süden liegt. Die untere Spitze Sardiniens befindet sich deutlich weiter im Süden als Neapel und selbst noch etwas südlich von Mallorca. Das kann im Sommer durchaus zu Tageshöchsttemperaturen von über 30 Grad Celsius führen. Diese Temperaturbarriere wird auf Korsika seltener überschritten.

Auch in der Vor- und Nachsaison kommen die Temperaturen auf Sardinien schneller in angenehme Bereiche. Die Unterschiede zur französischen Nachbarinsel sind dabei allerdings gering.

Gleiches gilt für die Wassertemperaturen: Im Schnitt sind diese im Frühjahr und im Herbst auf der südlichen Insel ein Grad höher. Während des Sommers liegen beide Inseln mit 23 bis 24 Grad Celsius gleichauf.

Auf Korsika fällt generell mehr Regen als auf Sardinien, was am ausgeprägten Bergrelief der Insel liegt. Die Aussicht auf Regen im Sommer bleibt auf beiden Inseln gleich niedrig. Lediglich in den Monaten April und Mai sowie September und Oktober ist die Chance auf einen Guss von oben etwas höher.

Kaum einen Unterschied werden BesucherInnen der beiden Inseln in Hinblick auf die Sonnenstunden feststellen. Satte zehn bis elf Stunden herrlichster Sonnenschein erwarten Dich von Juni bis August, bis zu neun Stunden sind es im Frühjahr und im Herbst.

Fazit: Sardinien hat eine längere Saison und wird etwas wärmer, Korsika bleibt oft frischer. Vorteil Sardinien, wenn Du es gern warm hast. Für einen Aktivurlaub solltest Du beachten, dass Korsika mehr Niederschlag hat.

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Früchte und Gemüse auf einem Markt in Ajaccio, Korsika, Frankreich.
Regionale Produkte spielen auf beiden Inseln eine große Rolle. © Getty Images / Barry Winiker

Essen und Trinken

Regionale Genüsse mit Einflüssen vom Festland

So viel sei vorweggenommen – kulinarische Genüsse gibt es auf beiden Inseln zuhauf. Die Ausrichtung der lokalen Küche ist ein wenig unterschiedlich, das ist der Zugehörigkeit zu Frankreich beziehungsweise Italien geschuldet. So bereiten die KorsInnen ihre Speisen mit deutlichen französischen Einflüssen zu, die SardInnen orientieren sich eher am italienischen Mutterland.

Dennoch sind beide Regionalküchen auch stark von Produkten geprägt, die vor Ort erhältlich sind. Das sind neben Fisch und Meeresfrüchten auch Schweine und Kühe, deren Fleisch und Milch zu köstlichen Wurstwaren und Käsesorten verarbeitet werden.

Der Weinanbau hat auf beiden Inseln eine lange Tradition, waren sie doch einst von Griechen und Römern besiedelt. Es handelt sich um sehr spezielle Weine aus besonderen Anbaulagen.

Fazit: Unentschieden. Ein Urteil über die kulinarische Qualität der Inseln lässt sich kaum fällen. Lokale Köstlichkeiten auf dem Teller und im Glas gibt es auf beiden.

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Bergstadt Evisa, Korsika, Frankreich
Malerische Bergdörfer auf der Nordseite der Insel Korsika eignen sich hervorragend als Ausflugsziel. © Getty Images / Allard Schager

Kultur und Abwechslung

Natur versus Kultur

Sowohl Sardinien als auch Korsika blicken auf jahrtausendelange Besiedlung zurück, von der viele Spuren noch heute sichtbar sind. Zahlreiche Naturschauplätze, Museen und auch Freilichtmuseen geben Dir Einblicke in verschiedenste Epochen und sehr unterschiedliche kulturelle Einflüsse, die jede der Inseln zu der gemacht haben, die sie heute ist.

Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen zu anderen Themen sind auf Korsika und Sardinien häufig anzutreffen.

Sardinien kann in dieser Hinsicht wiederum einen Vorteil für sich verbuchen. Die Insel ist dreimal so groß wie Korsika und mit rund 1,5 Millionen EinwohnerInnen deutlich dichter besiedelt als die Nachbarinsel, auf der nur rund 350.000 Menschen leben.

Im Gegenzug ist die Natur auf der weiter nördlich gelegenen Insel abwechslungsreicher. Der höchste Berg auf Korsika erreicht gut 2.700 Meter über Normalnull. Flache Bereiche existieren nur auf der Ostseite, zudem ist ein Gutteil der Insel von üppiger Vegetation bedeckt, darunter viele Wälder. Für WanderInnen, BergsteigerInnen, MountainbikerInnen und alle, die auf der Suche nach Ursprünglichkeit sind, ist Korsika ein tolles Urlaubsziel.

Sardinien ist insgesamt etwas gemäßigter, mit weniger hohen Bergen und vergleichsweise viel landwirtschaftlicher Fläche.

Fazit: Unentschieden. Kultureller Vorteil für Sardinien, Vorteil in Sachen Natur für Korsika.

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Bosa bei Nacht, Sardinien, Italien
Du willst die Nacht zum Tag machen? Dann bist Du besonders auf Sardinien gut aufgehoben. © Getty Images / Ellen van Bodegom

Das Nachtleben

Unterhaltung nach Sonnenuntergang

In den größeren Ortschaften auf Korsika findest Du lebhaftes Treiben auch nach dem Untergang der Sonne. Dabei handelt es sich überwiegend um Restaurants und Bars, wobei Ajaccio, Bastia und Porto Vecchio selbstverständlich auch über einige Nachtclubs verfügen.

Lediglich beim Festival Calvi on the Rocks steigt eine große Party. Der Strand bei Calvi verwandelt sich für einige Tage in eine große Tanzfläche für Techno- und Elektrofans.

Wer lieber das authentische Herz der Insel entdecken möchte, dem sei der Besuch lokaler Feste ans Herz gelegt. Hier kannst Du mit Einheimischen zusammen feiern und mehr über die korsische Seele erfahren. Oft wird bei solchen Gelegenheiten live in Mehrtontechnik gesungen – ein echtes Erlebnis.

Auf Sardinien findest Du deutlich mehr Diskotheken und Clubs, zum Beispiel in Sassari, Olbia und Cagliari. Darunter sind auch viele, bei denen unter freiem Himmel gefeiert werden kann. Zu den Top-Adressen zählt der Club Billionaire in Porto Cervo, dessen Besitzer der ehemalige Formel-1-Magnat Flavio Briatore ist. In dessen Club kannst Du abfeiern und gleichzeitig nach internationalen VIPs Ausschau halten.

Im Süden der Insel bietet der Stadtstrand von Cagliari verschiedene Locations für einen gepflegten Drink nach einem langen Tag am Strand oder – je nach Vorliebe – eine durchfeierte Nacht.

Fazit: Sardinien bietet etwas mehr Abwechslung in Sachen Nightlife, letztlich sind aber beide Inseln nicht mit Ibiza oder Mallorca zu vergleichen. Vorteil Sardinien.

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Porto Cervo, Sardinien, Italien
Porto Cervo, Sardinien, Italien © Getty Images / Francesco Dettori

Das Gesamtfazit

Korsika oder Sardinien – wer hat die Nase vorn?

Das Rennen zwischen den beiden Mittelmeerinseln ist fast ausgewogen, allerdings mit leichtem Vorteil für Sardinien. Die Insel ist insgesamt leichter zu erreichen und bietet aufgrund ihrer Größe etwas mehr Abwechslung und eine größere Anzahl an Stränden. Das will aber noch lange nicht heißen, dass Korsika keine Reise wert ist. Legst Du eher Wert auf landschaftliche Vielfalt und eine rauere Umgebung, dann ist die französische Insel eine sehr gute Wahl.

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