Überraschendes aus dem Urlaubsland
Das wusstest Du garantiert noch nicht über die Türkei
Die Türkei zählt zu den beliebtesten Destinationen für einen Urlaub. Alleine aus Deutschland sollen 2024 laut Berichten rund 6,6 Millionen Menschen eingereist sein, um an den Stränden der Ägäis und der türkischen Riviera zu entspannen, über lebhafte Basare zu schlendern oder die faszinierende Kultur zwischen Orient und Okzident zu erleben. Abseits von Sonnenschirm und Hotelpool hält das Land zahlreiche Überraschungen bereit, die selbst viele Türkei-Fans verblüffen dürften. Von kurios bis informativ verraten wir Dir fünf Fakten, die Deinen nächsten Urlaub in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen könnten.
Türkei: Unsere Bestseller-Hotels
Alle anzeigenKein Markt, eine Stadt
Der Große Basar in Istanbul ist nicht einfach nur ein Markt – er ist gewissermaßen eine eigene kleine Stadt. Mit tausenden Geschäften gilt der "Kapalı Çarşı" als einer der größten und auch ältesten überdachten Basare der Welt. Seit Jahrhunderten ist der Markt ein pulsierendes Herz des Handels, das einem riesigen Shopping-Labyrinth mit 61 Gassen gleicht. Unterschiedlichen Angaben zufolge erwarten BesucherInnen hier etwa 4.000 bis 4.500 Geschäfte, in denen tausende Händler jeden Tag mit hunderttausenden KäuferInnen feilschen. Von handgeknüpften Teppichen über bunte Lampen und funkelnden Goldschmuck bis hin zu duftenden Gewürzen findest Du hier alles. Ein Besuch gleicht einer Zeitreise in die Welt von Tausendundeiner Nacht.
Die Farbe Türkis trägt das Land im Namen
Schon einmal darüber nachgedacht, woher die Farbe Türkis eigentlich ihren Namen hat? Die Antwort liegt geradezu auf der Hand. Der Begriff geht auf das Französische zurück. Vor Jahrhunderten kam die Bezeichnung "pierre turquoise" für den "türkischen Stein" auf. Der Name der Farbe leitet sich davon ab. Bläulich-grün schimmernd, gelangte das Mineral einst über Handelsrouten aus dem Orient über die Türkei nach Europa und erhielt deshalb seinen charakteristischen Namen. Wer die türkische Küste mit eigenen Augen sieht, wird ebenso vom Türkis fasziniert. Das Wasser leuchtet hier in genau jenem unverwechselbaren Farbton, der die Welt schon vor Jahrhunderten verzaubert hat.
Nutella ohne die Türkei?
Wenn Du morgens Dein Brot mit Nuss-Nougat-Creme bestreichst, hast Du vermutlich türkische Haselnüsse auf dem Teller. Die Türkei ist mit großem Abstand der weltweit größte Produzent der leckeren Nüsse und auch der Süßwarenhersteller Ferrero gibt offiziell an, dass die für Nutella genutzten Haselnüsse vorwiegend aus der Türkei, Italien, Chile und den USA stammen. Kein Wunder, dass Schwankungen bei der Ernte in der Türkei weltweit für Schlagzeilen sorgen. Im vergangenen Sommer titelte der "Tagesspiegel" etwa: "Missernten in der Türkei: Haselnuss-Krise trifft Nutella, Nusspli und Ritter Sport". Besonders an der Schwarzmeerküste prägen die Haselnusssträucher ganze Landstriche. Ein Türkei-Urlaub bietet die perfekte Gelegenheit, die frisch gerösteten Nüsse direkt vor Ort zu probieren.
Ölringen ist Nationalsport
Vergiss Fußball! Der wahre Nationalsport der Türkei ist das Ölringen. Bei diesem uralten Wettkampf reiben sich die Teilnehmer mit Olivenöl ein, bevor sie gegeneinander antreten. Das macht die Sache deutlich komplizierter. Den Gegner zu greifen, erfordert Kraft, Ausdauer und jede Menge Geschick. Das berühmteste Turnier findet jährlich im westlich gelegenen Edirne statt. International als "Kırkpınar Oil Wrestling Festival" bekannt, steigt das Turnier für gewöhnlich im Juni und dauert eine ganze Woche. Das historische Spektakel, das bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen soll, wird begleitet von Musik, Tanz und allerlei leckeren Spezialitäten.
Die niederländische Tulpe ist eigentlich eine Türkin?
Mal Hand aufs Herz: Bei Tulpen denkst Du vermutlich sofort an die Niederlande mit ihren endlosen, bunten Blumenfeldern. Dabei stammt die beliebte Frühlingsblume ursprünglich aus der Türkei. Laut des Botanischen Gartens der Universität Wien wurde die Tulpe in Europa einst nach der Einfuhr aus dem Osmanischen Reich beliebt. Erst um das Jahr 1593 gelangte die Tulpe demnach durch den Botaniker Carolus Clusius nach Leiden in den Niederlanden. Jener habe von seinem Freund Busbecq, der die Blumen in Istanbul kennengelernt hatte, im Jahr 1573 Tulpensamen geschenkt bekommen. Gut zwei Jahrzehnte später brach Clusius nach Holland auf, was demzufolge schließlich die dortige Produktion von Tulpen ankurbelte. Wer heute durch Istanbul spaziert, entdeckt das Tulpenmotiv überall, darunter auf Fliesen und Keramik. Im April findet sogar ein jährliches Tulpenfestival statt.
Ein Land voller Überraschungen
Die Türkei ist weit mehr als Sonne, Strand und All-Inclusive-Urlaub. Überall warten spannende Geschichten darauf, entdeckt zu werden. Ob bei einem Bummel über den Großen Basar, beim Genuss frischer Haselnüsse oder beim Anblick des türkisfarbenen Meeres – das Land zwischen zwei Kontinenten überrascht mit jedem Besuch aufs Neue. Vielleicht entdeckst Du bei Deinem nächsten Türkeiurlaub ja noch ganz andere Geheimnisse, von denen noch niemand erzählt hat.
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