Über das Hotel selbst wurde schon ausführlich von Urlaubern geschrieben. Unser persönlicher Eindruck war, das Anissa ist ein sehr schönes und ruhig gelegenes Hotel. Im September haben wir viele Nationalitäten angetroffen. Es ging äußerst gesittet und anständig zu. Dieses betrifft das gesamte Umfeld im Hotel-, Restaurant- od. Poolbereich. Alle Gäste mit einer sehr durchwachsenen Altersstruktur verhielten sich äußerst rücksichtsvoll. Wartezeiten beim Essen od. an der Poolbar = Fehlanzeige. Aufgrund des Reisemonats September waren wenige Kinder in der Anlage. Stimmung kam auf wenn 7 Jungs aus dem Westerwald auftraten. Schon mit ihren gemeinsamen T-Shirts mit dem Aufdruck " Jubiläum 5 Jahre Urlaub mit Benny" sorgten sie für Aufsehen. Aber auch diese Jungs wurden nie als störend empfunden, auch wenn sie der Chefanimateur spaßhalber als "Schrecken jeder Lobbybar" bezeichnete. Wir hatten 2 Spartippdoppelzimmer bei Neckermann gebucht und wurden keinesfalls enttäuscht. Größe und Ausstattung waren vollkommen zufriedenstellend. Reichlich Platz auch im Bad. Einziges Manko ist der Tresor. Hier könnte man mal von Schlüssel auf Zahlenkombination umstellen. 20,-- Euro Miete pro Woche sind für diese Art von Sicherheit zu viel. Meine Frau und ich haben außer 2 Stadtbummeln in Hersonissos nichts unternommen. Unser mitgereistetes, befreundetes Ehepaar hat einen Bus-Tagesausflug mit dem Ziel Westkreta gemacht. Beide waren vom Ausflug sehr angetan und erzählten äußerst positiv darüber. Handyerreichbarkeit ist kein Problem. Wir waren vom 06. bis 17. 09.08 im Anissa Beach auf Kreta und merkten, dass die Tage kürzer wurden. Die Nacht ist schnell und plötzlich hereingebrochen. Auf der Terasse der bereits erwähnten Lobby-Bar konnte man jedoch kurzärmlig bis tief in die Nacht hinein sitzen. Bei der Landung in Nürnberg nach Urlaubsende hatten wir am 17. 09.08 um 11. 30 Uhr 8 Grad. Nützlicher Tipp: In Nürnberg an einen Last-Minute-Schalter gehen und sofort den nächsten Flug nach Kreta und wenn möglich ins Anissa Beach buchen. Grüße an unser Liegestuhlnachbarehepaar aus Bamberg.
Über die Zimmer habe ich schon unter Hotel allgemein geschrieben. Wir konnten uns über unsere Spartippzimmer nicht beklagen. Wir waren in der Nähe des Eingangsbereiches untergebracht. Natürlich hörten wir mal Busse ankommen od. wegfahren. Natürlich hörten wir mal auf den Gängen ankommende od. abreisende Urlauber die sprachen und ihre Koffer aus od. zu ihren Zimmern rollten. Na und, haben wir auch gemacht. Man muß aber auch sagen, dass es im Hotel ab ca. 23. 00 Uhr ruhig wurde. Wenn wir um ca. 23. 30 Uhr zu Bett gingen hatten wir keinerlei Schlafprobleme. Wir konnten selbst bei offener Terrassentüre bestens schlafen und wurden morgens um ca. 7. 30 Uhr durch das Kikeriki eines Hahnes geweckt. Der Fernseher hatte natürlich auch deutsches Programm und war von der Lautstärkeneinstellung begrenzt. Von einer Hellhörigkeit aus den Nachbarzimmern haben wir nichts mitbekommen. Wie schon erwähnt, waren die Gäste äußerst rücksichtsvoll. Die Klimaanlage funktionerte und der vorhandene Kühlschrank war äußerst erfreulich.
Die einzelnen Restaurants wurden ja schon reichliche beschrieben. Die Qualität der Speisen war hervorragend und abwechselnd. Sicherlich ist die Quantität nicht so reichhaltig wie z. B. auf den Kanaren in einem vergleichbaren Sternehotel. Jedoch kann man nicht mehr wie essen. Wir vier haben jedenfalls immer was für unseren Geschmack gefunden und haben nach Frühstück, Mittag- und Abendessen den Speiseraum immer satt und zufrieden verlassen. Auch mit den Getränken beim Essen waren wir einverstanden. Niemals wurde wir zum Kauf von Wein überredet. Wir bestellten immer Bier oder den Hauswein und hatten damit keinerlei Probleme. Alle Kellnerinnen und Kellner die wir im Restaurant kennen lernen durften waren schnell, freundlich, hilfsbereit und machten ihren Job hervorragend. Kurze, nette Gespräche mit Manuela aus Sachsen od. unserem absoluten Lieblingskellner Panayiotis (wie wir später erfuhren kommt er aus Wuppertal) verschönerten unseren Urlaub. Ein Muß ist auch ein Abendessen in der Taverna. Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise sind traumhaft. Neben Souvlaki, Lamm- und Schweinkoteletts bekamen wir hier ein Gyros serviert, dass uns heute noch das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Also unbedingt probieren und bei romantischem Kerzenlicht diesen Abend mitnehmen. Nach dem Abendessen und vor Beginn des Animationsprogrammes um 21. 30 Uhr haben immer der Lobby-Bar einen Besuch abgestattet. Ein Traum von Bedienung ist hier Barbara aus Österreich. Bei dieser jungen Frau könnte sich mancher Kellner eine Scheibe abschneiden. An Freundlich- und Schnelligkeit ist sie nicht zu überbieten. Wenn wir zu viert bestellten, hatte sie schon einiges zu merken. Die Lieferung von 10 Getränken (4 Espresso, 2 Bier, 2 Ouzo, 1 Weißwein, 1 Pina Colada kein Problem für Barbara. Bei einem anderen Kellner, der glücklicherweise meist hinter dem Bartresen stand, schaute das schon ganz anders aus. Unsere Bestellung genau die gleiche wie oben genannt endete in 4 Espresso und 4 Gläsern Wasser. Angeblich darf er nur 2 Getränke pro Person liefern. Vollkommener Quatsch und warum sagt er das nicht vorher und warum bringt er Wasser welches überhaupt nicht bestellt wurde? Er, wie auch der Restaurantmanager den er zu unserer Getränkebestellung befragte sind wohl weniger für diesen Job im Reisegewerbe mit all-in geeignet. Wo ist der Unterschied ob wir unsere Getränke auf einmal bestellen und dann gehen od. ob wir den Kellner halt 3 mal laufen lassen? Eine gewisse Arroganz haben auch wir bei den Restaurantmanagern festgestellt. Man hatte z. B. den Eindruck, dass sie zuerst von den Gästen begrüßt werden wollten u. dann z. B. ein Kalimera zurückgaben. Nicht unerwähnt möchten wir auch Yannis von der Poolbar lassen. In beim schenken zuzusehen ist ein Traum. Ich kenne keinen Gastwirt der mit der Schnelligkeit von Yannis auch nur annähernd konkurrenzfähig wäre. Wie er zapft, ausschenkt und bedient und nebenbei noch die Handtücher annimmt und ausgibt muß man erlebt und gesehen haben. Höchste Anerkennung vor Yannis und der Auffassung zu seinem Beruf. Bemerken zum Personal möchten wir noch, dass diese keinen einzigen freien Tag in der Woche haben. Sie arbeiten die gesamte Saison durch. 7 Tage die Woche u. 30 bzw. 31 Tage im Monat. Wer von uns macht das noch. Bitte bedenken wenn mal was nicht so klappt wie man es sich vorstellt.
Von der ersten Minute bis zur Abreise hatten wir mit dem Service keinerlei Probleme. Wir kamen um ca. 08. 00 Uhr im Hotel an. Selbstverständlich waren unsere Zimmer zu diesem Zeitpunkt noch nicht frei und uns wurde an der Rezeption mitgeteilt, dass wir bis 13. 00 Uhr warten müßten. Wir bekamen allerdings sofort unser all-in-Bändchen um den Arm und konnten uns sogleich am Frühstücksbufett bedienen. Kaum gesessen, wurden wir auch schon von einem freundlichen Kellner mit Kaffee u. Orangensaft bedient. Auch die weiteren, gewünschten Tassen Kaffee erhielten wir schnell und ohne Aufforderung. Dass man dem Ober beim Wunsch nach einer Tasse Kaffee erst die Füße küssen muß (Aussage in einer anderen abgegebenen Bewertung) ist absoluter Blödsinn und keinesfalls zutreffend. Falls es diesem/dieser Urlauber/in wirklich so ergangen sein sollte, müßte mal überlegt werden ob diese/r eventuell nicht selbst einen schlechten Tag hatte. Mir fällt hier das Sprichwort ein: "Wie man in den Wald hinein schreit, so hallt es auch zurück". Nach der ersten Nacht hatte ich und meine Frau den Wunsch nach je einem zweiten Schlafkissen. Kein 5 Minuten später waren die Kissen auf dem Zimmer. Unsere Freunde hatten eine Beschwerde wegen Geräuschen aus dem Stromkasten. Der Fall war eine Stunde später behoben. Die Zimmerreinigung war hervorragend, die Putzfrauen waren freundlich und nett. Die Verständigung im Hotel ist auch nur mit Kenntnis der deutschen Sprache kein Problem. Froh sind wir, keinen Arzt benötigt zu haben. Eine Arztpraxis ist jedoch in unmittelbarer Hotelnähe und somit beruhigend.
Die Transferzeit vom und zum Flughafen ist mit rund 30 Minuten relativ kurz. Bei der Anfahrt zum Hotel kann man schon nachdenklich werden und dem Gedanken verfallen "wo bin ich da gelandet". Nach der ersten Erkundung des Hotels merkt man jedoch sehr schnell, dass man eine kleine Oase gebucht hat und einem sehr viel Ruhe und damit auch eine verbundene, gewollte Erholung erwartet. Will man zum Strand ist eine fast unauffällige Straße zu überqueren. Sprüche von Rennstrecke o.ä. sind absoluter Quatsch. Beim Übergang zum Strand fährt auch die Bimmelbahn weg. Wir haben die kleine Fahrt für 10,-- Euro gemacht. Diese kann man sich unseres erachtens allerdings schenken. Braucht man ein wenig Bewegung so kann man die Straße beim Ausgang zum Strand nach links und rechts laufen. Nach links beginnt nach wenigen Metern eine Promenade. Märkte, Restaurants und Hotels befinden sich somit in unmittelbarer Nachbarschaft. Sehenswert ist hier nach ca. 10 Gehminuten das Hotel Atlantica Caldera Palace od. auch "Klein-Venedig" genannt. Der Grund für diesen Namen liegt darin, dass die unteren Wohneinheiten alle direkten Zugang zum Wasser bzw. einer Wasserstraße haben. Das Hotel ist wirklich sehenswert. Nach rechts findet man ebenfalls Hotels, Restaurants u. Einkaufsmöglichkeiten. Die Taxifahrt nach Hersonissos ist relativ kurz und mit einem Preis von 8,-- Euro angemessen. Will man etwas einkaufen sollte man am vormittag gehen. Hier ist weniger Trubel und man hat mehr Ruhe um zu stöbern und zu suchen. Die Geschäfte öffnen ab 10. 00 Uhr.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Animationsprogramm haben wir nicht genutzt. Lediglich die Abendvorstellungen im Theater haben wir angesehen. Wir stellten fest, dass die Animateure eine gute Arbeit verrichten und sehr bemüht waren. Über die Qulität der einzelnen Abende gingen unsere Meinungen allerdings manchmal auseinander. Im Meer war des öfteren baden verboten. Heißt die rote Fahne flatterte im Wind. Wenn diese Fahne jedoch eingeholt wurde, war es wunderschön im warmen, sauberen Wasser des Mittelmeeres zu schwimmen. Sauber und großzügig war auch der Pool in der Anlage. Mann konnte herrlich schwimmen und kam sich mit anderen Poolnutzern nie ins Gehege. Die Grünanlage um den Pool herum ist das Großzügigste was wir je gesehen haben. Man fand immer einen freien Liegestuhl und einen Schattenplatz unter Sonnenschirmen, Palmen od. Bäumen. Wollte man die pralle Sonne genießen so war auch dieses kein Problem. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und das im Urlaub die Liegestühle zu zählen. Ergebnis: 450 um den Pool und auf den Liegewiesen und 300 am Strand. Heißt insgesamt 750 Liegen für ca. 310 Zimmer. Man kann es nicht glauben und trotzdem gab es noch Leute die früh am Morgen mit Handtüchern zum reservieren unterwegs waren. In der Anlage befindet sich ein Kinderspielplatz (selten Kinder darauf gesehen) und ein Kiosk. Bildzeitung 1, 10 Euro ab 13. 00 Uhr.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Peter |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 12 |


