Die Anlage selbst macht insgesamt einen ganz ordentlichen Eindruck. Unser Zimmer im Block C war leider nur über eine Treppe erreichbar, was mit 30kg-Gepäck nicht wirklich komfortabel ist. Internationales Publikum im Hotel, wobei deutschsprachige Gäste die Mehrheit bilden. Die Handwerker waren fleißig dabei, die Anlage in Schuss zu halten. Trotzdem nicht alles perfekt, aber insgesamt o. k. Wir hatten das Hotel last minute gebucht und daher nicht den vollen Preis bezahlt. Somit war das Preis-Leistungsverhältnis noch in Ordnung. Ansonsten haben wir aber die Erfahrungen gemacht, dass man für das Geld auch mehr erwarten kann. Aufgrund des schlechten Essens können wir den Drago Park nicht weiterempfehlen.
Unser Doppelzimmer mit Zustellbett hatte eine vernünftige Größe und wurde regelmäßig ordentlich gereinigt. Die Ausstattung war zweckmäßig. Leider hatten wir jeweils in der Nacht von Samstag auf Sonntag spanische Partygäste im Nachbarzimmer, die man in dieser Einöde eigentlich nicht erwartet. Ansonsten waren die Nächte ruhig.
Tja, wenn nur das Essen nicht wäre. Gerade bei 14 Tage all inclusive bildet das Essen schon einen entscheidenen Erfolgsfaktor für einen gelungenen Urlaub. Leider wurden hier unsere Erwartungen, die wir auch aufgrund verschiedener Bewertungen in diesem Forum hatten, stark enttäuscht (erstmalig seit fünf Jahren holidaycheck). Das Essen war nicht sehr schlecht, aber auch weit entfernt von einer hervorragenden Bewertung. Beispielsweise waren das Vor- und Nachspeisenbuffet meist gut gefüllt, aber ohne nennenswerte Abwechslung und nicht von hoher Qualität (wie man körbeweise matschiges Obst auf ein Buffet stellen kann, bleibt ein Rätsel). An der einzigen Life-Cooking-Station bildeten sich zur Hauptessenszeit lange Schlangen. Wartete man aber auf ein Abnehmen der Schlange, hatte man die vermeintliche Delikatesse verpasst und musste wieder mit einfachen Koteletts oder groben Bratwürsten Vorlieb nehmen. Beilagentechnisch musste man ebenfalls Abstriche machen. Mit welchem Gewürz man einen normalen Reis ungenießbar machen kann, blieb ein Geheimnis des Küchenchefs. Somit dauerte es einige Tage, bis man genießbare Speisen gefunden hatte - und wir sind wirklich nicht mäkelig. Die Krönung war dann noch das Mittagsbuffet. Es dürfte nur wenige Kantinen in Deutschland geben, die ein schlechteres Essen anbieten. Die halbwegs schmackhaften Burger und Hot Dogs gab es leider nur zwischen Frühstück und Mittag. Das Eindecken der Tische funktionierte bei uns meistens recht gut, auch wenn in der Regel die Hälfte fehlte (genau, die kleinen Löffel beispielsweise). Aber auch damit kann man im Urlaub leben. Die Möglichkeit, auf der Terasse zu essen, war wenigstens ein nettes Trostpflaster für das bescheidene Essen. Die Qualität der AI-Getränke war ebenfalls bescheiden, was wir allerdings schon häufiger erlebt haben. Für vernünftige Getränke musste man als AI-Gast bezahlen (z. B. Cappuccino 1,- EUR Cocktail 3,- EUR) - schade.
Das Personal an der Rezeption könnte tatsächlich etwas freundlicher sein. Im großen und ganzen waren wir aber zufrieden.
Der Fußweg zum Strand ist schon recht weit, aber an dem System mit den kostenfreien Bustickets ist nichts auszusetzen. Am Hotel kam der Bus fast immer pünktlich, bei der Rückfahrt brauchte man ein bisschen Glück. Dadurch, dass das Hotel etwas oberhalb des Ortes liegt, hatten wir das Gefühl, dass hier der Wind noch ein bisschen stärker blies. Selbst innerhalb der Hotelanlage, gab es meistens einen kräftigen Wind. Vermutlich stehen nicht umsonst die einzigen Windräder der Insel in unmittelbarer Nähe. Zweimal in der Woche ist in unmittelbarer Nähe der afrikanische Markt, der mal eine nette Abwechslung bietet. Ansonsten sind die Einkaufsmöglichkeiten in Costa Calma recht bescheiden.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Schöner großer Pool, leider etwas kalt - gerade bei dem kräftigen Wind. Dass kein Mensch vor dem Frühstück irgendwelche Liegen reserviert, war wirklich bemerkenswert. Die zentrale Lage des Sportplatzes sorgte dafür, dass sich immer genügend Gäste für die angebotenen Aktivitäten (vorrangig Fußball) fanden. Dem Hotel mangelte es jedoch an den notwendigen Sportgeräten, sodass in der Regel die Gäste mit eigenem Equipment aushelfen mussten. Die Animation war recht zurückhaltend, was wir tagsüber nicht als Nachteil empfanden. Allerdings könnte man ein Kind, das in den Miniclub kommt, auch mal begrüßen und zum Mitmachen animieren. Aber da merkte man genauso wie bei der Abendunterhaltung (Karaoke, Bingo, Misterwahl, etc.), dass hier wirklich nur Laien am Werk waren. Lediglich die Minidisco in dem fensterlosen, muffigen Salon war ein kleines Animations-Highlight. Als Alternativen bei der Abendunterhaltung gab es noch diverse Spielautomaten und Billards. Die kostenfreie Getränkeversorgung versiegte aber pünktlich um 23: 00 Uhr. Die laut Prospekt in der Nähe befindlichen Tennisplätze waren den Damen an der Rezeption nicht bekannt. Der Fitnessraum im Hotel wirkte nicht wirklich einladend. In der Hotelhalle befinden sich zwei Internetautomaten, an denen man für schlappe 8,- EUR/Stunde im Internet surfen kann.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Christian |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 1 |


