Eines vorweg: Allen, die diesem Hotel eine nicht gerade hohe Punktzahl beim Bewerten gegeben haben (vor allem im September), muss ich absolut recht geben. Alles, was da bemängelt wird, entspricht der Wahrheit, denn wir haben das auch so empfunden. Fazit: Dieses Hotel hat keine 4 Sterne verdient, maximal drei. Das wäre angemessen. Das Hotel ist eher unauffällig. Es gibt keinen großen Eingang, dafür eine große Eingangshalle. Das Hotel besteht aus mehreren Ebenen. Zum Zimmer findet man sehr schwer, weil alles verwinkelt ist und total unübersichtlich. Wer gerne Treppen läuft, mag das Hotel bestimmt, denn Aufzüge muss man erstmal suchen und finden. Zum Ausgang sowie zum Restaurant ist es ein beschwerlicher Weg, wenn man in der untersten Etage auf der gegenüberliegenden Seite wohnt. So etwas ist auch nicht gerade behindertenfreundlich. Die Außenanlagen sind sehr gepflegt, aber der Rest ist dabei wohl vergessen worden. Die Gitter um die Terrasse sind verrostet, es fehlen Fliesen im Pool und alles wirkt ein wenig unbeholfen. Der Wille ist da, aber es scheitert an der Umsetzung. Die Poolanlage war ganz in Ordnung. Im Pool lagen manchmal aber Dreck und Papier. Ausbesserungen erfolgen jeden Tag, aber das dauert alles viel zu lange. Die Liegen, von denen einige ein wenig marode sind, werden ab und zu mit Wasser gereinigt, was ja sehr gut ist. Im Hotel gibt es einen kleinen überteuerten Souvenirladen, der von einer Deutschen betrieben wird. Der Laden ist nur am Abend mal kurz oder gar nicht geöffnet. Auf Fuerteventura sollte man sich einen Mietwagen oder einen Jeep nehmen. Die Insel schafft man locker in zwei Tagen. In Corralejo kann man mit der Fähre nach Lanzarote übersetzen. Empfehlenswert sind auch ein Besuch im Oasis Park, eine Jeepfahrt zur Südspitze (auch am Strand nahe der Villa Winter) und zum gesunkenen Wrack an der Playa de Garcey. Zum Strand am besten nach Jandia fahren, wenn man nicht schon dort wohnt. Costa Calma nur dann buchen, wenn man seine Ruhe haben und sich abschotten will! Aber dann ist das Hotel Barlovento am Strand wohl eher zu empfehlen.
Die Zimmer sind groß und das Bad auch. Bei unserer Ankunft haben wir Haare auf dem Bettzeug gefunden, was den Wohlfühlfaktor nicht gerade gehoben hat. Die Liegen oder was das auch immer war, sollte man nicht so genau betrachten. Die Spiegel waren total verschmiert. Im Zimmer gab es einen Minifernseher mit fünf deutschen Programmen. Noch nie mussten wir uns eine Fernbedienung in einem 4-Sterne-Hotel ausleihen. Im Drago Park muss man das, haben wir aber nicht gemacht. Pro 7 ging eh nicht richtig. Ein Radio und einen Mietsafe gibt es auch. Die Türen zum Balkon gehen nicht richtig zu schließen. Nur ein Keil in der Mitte hält sie zusammen, damit sie dann geschlossen sind. Der Schließmechanismus dazu war so locker, dass man ihn abschrauben konnte.
Wer gutes Essen mag, ist im Drago Park falsch. Beim Frühstück fängt das Ärgernis an. Die Auswahl ist zwar in Ordnung, aber wer Nutella-Ähnliches oder Erdbeermarmelade auf seinem Brot mag, wird enttäuscht. So etwas gibt es dort nicht. Erdbeermarmelade gab es die ersten zwei Tage, dann nie wieder. An zwei Toastern steht man ewig. Geht einer kaputt, steht man noch länger, interessiert aber keinen Angestellten. Angeblich kalte Milch ist lauwarm. Teilweise wird Büchsenobst angeboten, statt frisches. Kiwis gibt es gar nicht, dafür aber vergammelte oder grasgrüne Bananen (die liegen dann solange, bis sie (über-)reif sind). Wer POMMES mag, wird das Hotel lieben. Die gibt es nämlich zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Zum Mittag muss man in die sehr schmuddelige Poolbar (mit verkeimten Plastikstühlen) gehen. Hier sollte man sich nicht so genau umschauen. Es erwartet einen keine besonders große Auswahl, aber auf jeden Fall POMMES (keine andere Beilage). Standard beim Mittag und Abendbrot sind das Salat- (teilweise mit seltsamen Kreationen. Ich will lieber nicht wissen, was dort zusammengemengt wurde.), Kuchen- und das Obstbüfett. Eis gibt aus Bechern (Supermarkteis), somit auch nur eine beschränkte Auswahl (3 Sorten). In anderen Hotels ist es ja meist so, dass man sich Kugeleis selber zusammenstellen kann, aber natürlich nicht im Drago Park. Zum Abendbrot sitzt man im Hauptrestaurant oder draußen. Die Speisen dort sind nicht besonders gut präsentiert. Alles total weitläufig (warme Speisen stehen weiter weg) und ungemütlich. Hat was von einer Bahnhofshalle. Die Auswahl der warmen Speisen ist für ein Vier-Sterne-Hotel sehr klein. Geschmacklich ist es eher eine Mischung aus neutral bis nicht besonders lecker. Zum Abendbrot gibt es ebenfalls keine Wurst und keinen Käse, nur zum Frühstück. Im Restaurant wird man auch nicht bedient zwecks Getränkebestellung. Man muss alles selber zapfen (haben wir so auch noch nie erlebt). Ist vielleicht auch besser so, denn die Kellner sind ja so schon voll überlastet. Ein Tipp: Vor jedem Essen sollte man sein Besteck, Glas oder Teller sorgsam anschauen. Das ist teilweise nämlich schmutzig oder riecht komisch.
Im Hotel, speziell beim Essen, geht es unter den Kellnern sehr hektisch zu. Alle sind freundlich, aber die Organisation ist eine Katastrophe. Die Kellner sind extrem überfordert und überlastet. Man muss ewig warten bis jemand kommt, um das verschmutzte Geschirr abzuräumen. Teilweise werden die Tische unvollständig gedeckt. Immer muss man nochmal nach einem Löffel usw. fragen. Keinen interessiert es, wer am Tisch sitzt. Wenn Leute kämen, die nicht im Hotel wohnen, würde das niemanden stören, weil dort so ein Durcheinander herrscht. In der Bar arbeitet gerade mal ein Barkeeper, der auch völlig überlastet ist. So steht man auch oft länger. Abgeräumt wird auch dort ewig nicht, weil nur einer dafür zuständig ist. An der Rezeption bekommt man bei seiner Ankunft nicht besonders viele Informationen. Alles muss man selber herausfinden und ständig fragen. Die Putzfrauen geben sich alle Mühe. Für jedes Zimmer lassen sie sich sehr viel Zeit. Wer über 1-2-Fly gebucht hat, muss ständig ins Hotel Royal Suite laufen, um die Reiseleiterin zu erwischen. Dort stehen meist sehr viele Leute an, die etwas wollen. Somit ist die gute Frau immer kurz angebunden, was nicht gerade hilfreich ist.
Das Hotel liegt am oberen Ende der Costa Calma zwischen einer kleinen Wohnsiedlung mit Blick auf die „Wüste“ mit einer großen Windräderanlage. Wer seine Ruhe haben will oder den ganzen Tag faul am Pool liegen will, ist hier genau richtig. Ansehnlich ist die Gegend nicht gerade. Man sollte lieber nicht so genau hinschauen. Zum Strand muss man einige Minuten laufen (ist machbar), aber ein richtiger Strand war das auch nicht. In Jandia gibt es einen viel besseren Strand. Mit dem Bus haben wir keine Erfahrung, denn wir hatten einen Mietwagen, was sehr zu empfehlen ist, weil man an der Costa Calma und speziell in diesem Hotel vor Langeweile umkommt. Aber wir können bestätigen, dass ständig Busse gefahren sind, doch meistens waren die ganz schön leer, woran man erkennen kann, dass dort ganz schön „tote Hose“ ist. Einen wirklich großen Supermarkt in der Nähe gibt es nicht, nur kleine Buden, was sehr verwunderlich ist. Es empfiehlt sich, in den Maxcoop (ungefähr 5 Gehminuten entfernt am zweiten Kreisverkehr rechts) zu gehen. Da ist es noch am günstigsten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Tja, das ist so ein Kapitel für sich. Von Animation haben wir irgendwie gar nichts mitbekommen, falls es überhaupt irgendwo so etwas gab. Für Kinder gab es auf jeden Fall Animateure und jeden Abend Minidisco. Aber sonst hielt sich die Unterhaltung ganz schön in Grenzen. Aus anderen Hotels sind wir es eigentlich gewohnt, dass jeden Abend im Außenbereich eine Veranstaltung stattfindet. Im Drago Park sucht man vergeblich danach. Im Nachbarhotel Royal Suite konnten wir da schon mehr Aktivitäten unter freiem Himmel beobachten. Im Hotel Barlovento am Strand war auch wesentlich mehr los als bei uns. Wenn es eine Veranstaltung (wenn man das überhaupt so nennen konnte) im Drago Park gab, dann in einem Raum im Hotelinneren (so eine Art Höhle), wo die Klimaanlage auf Frost gestellt war, was nicht gerade zum Verweilen eingeladen hat. Draußen sitzen auf zwei Terassen (sehr nerviges Treppenlaufen notwendig) war auch nicht gerade gemütllich. Es wirkte eher unpersönlich und lieblos. Man fühlte sich wirklich nicht besonders wohl. Einen Fitnessraum gab es auch. Das haben wir erst bei unserer Abreise mitbekommen (sehr versteckt). Aber den nutzt sicher eh nie jemand. Einen Minisportplatz gab es auch. Aber der war auch nicht besonders schön angelegt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im September 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Nadine |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 3 |


