Das Hotel Club Jandia Princess ist schon ziemlich baufällig (kein Wunder, da es schon 1996 erbaut wurde und scheinbar niemand es für nötig hielt, es mal zu renovieren oder ein paar Dinge auszubessern). Man kommt in den Eingansbereich / die Lobby. An der Rezeption versteht man mehr oder minder gut Deutsch, es kann jedoch sein, dass man auf sein Zimmer trotz Reservierung mehrere Stunden warten muss, selbst wenn man erst halb vier nachmittags angereist kommt. Oder man wird wie in unserem Fall in ein anderes Zimmer reingesteckt (dazu später mehr). In der Lobby sind die Fliesen gtrößtenteils lose und brüchig, allerdings gibt es nette Sitzmöglichkeiten und eine Bar. Wenn man sich auf den Balkon setzt, hat man sogar ein wenig Meerblick und fast direkt unter einem befindet sich der Hauptpool. Die Hotelanlage selbst ist zwar groß, jedoch auf mehrere Häuserblocks aufgeteilt. Das hat uns sehr gefallen, jeder der Blocks ist 3-stöckig und gen Meer ausgerichtet. Ob man etwas davon sieht ist abhängig von der Lage des Blocks. Ist man erste oder zweite Reihe ganz oben, kann man den Ausblick genießen. Die Gehwege sind ziemlich holperig und kaputt, allerdings ist die Bepflanzung sehr gelungen. Palmen und Hibiskusblüten wo man hinschaut. Das Hotel verfügt über 6 Pools, die gut zu erreichen sind, davon einer beheizt, die anderen sind etwas frisch (mehr dazu im Berecih "Sport, Unterhaltung und Pool"). Es gibt eine FKK-Zone und ein Kinderbecken. Im Hotel selbst gibt es kleinere Läden und einen netten Show-Room, indem das Abendprogramm gezeigt wird. Die WM konnten wir entweder auf dem Zimmer oder im Untergeschoss des Hotels nebst Bar mitverfolgen. Ungeziefer blieb uns weitgehend erspart, nur ein paar kleine Mücken stehlen sich hin und wieder ins Zimmer. Die Liegen sind leider nicht ausreichend, aber dazu unten mehr. Wenn Sie dieses Hotel immernoch buchen möchten, nehmen Sie sich genug Geld und Sonnencreme mit, packen Sie Nüsse für die Hörnchen ein (sonst 3 Euro pro kleiner Packung), rechnen Sie mit aufkommenden Sandstürmen und mit Überraschungen negativer Art. Die Hauptsaison ist nicht zu empfehlen, da sich das Hotel hinsichtlich Gästen übernimmt (ca. 100 Überbuchungen) und Sie nicht sicher sein können, ob Sie das Gebuchte überhaupt bekommen. Der Wind ist orkanartig (laut Infos ist das auch immer so), die Zimmer+Pools könneten mal eine Grundreinigung vertragen und das gesamte Hotel sollte langsam mal renoviert werden sonst hält da bald nichts mehr. Wen dies alles nicht stört, der kann sich gerne an dem guten Essen erfreun, das Personal ist wie gesagt absolut tadellos, und sich von Sandstürmen peitschen lassen. Alles in allem kein echtes Vier-Sterne-Hotel, worüber wir ziemlich traurig waren, da das ein romatischer, erholsamer Urlaub werden sollte :-(
Bei der Anreise hieß es unser Zimmer wäre erst ein einer Stunde fertig. Dann hatte man uns einfach in ein anderes gesteckt (nach ganz unten, obwohl wir eine der oberen Etwagen auf der ganz anderen Seite gebucht hatten). Wir kommen also da rein ins Zimmer und und schlug ein muffiger Geruch entgegen. Das konnte es doch echt nicht sein. Frisch gereinigt aber es riecht muffig und überall im Bad waren lange schwarze Haare (Info: Von uns konnte das keiner gewesen sein), die Fugen der Fliesen im Bad waren vermodert. Daraufhin ließen wir uns andere Zimmer zeigen, die meisten hatten auch diesen netten Geruch. Nachdem wir uns bereits zum 3. Mal beschwert hatten, bekamen wir endlich ein "normales" Zimmer. Kein schlechter Geruch, weniger Haare und teilweise Meerblick. Allerdings war das Bad immernoch weit unter 4 Sternen. Scheinbar gab es aber keine anderen Zimmer mehr und wir beschlossen zu bleiben. Nach so einem Urlaubsstart will man ja auch nicht mehr in noch ein anderes Hotel gehen. Im Zimmer gab es also einen kleinen Fernseher mit verschiedensprachigen Programmen (auch deutsch), ein Doppelbett mit Rollen drunter (die beiden Betthälften sind also öfter mal auseinander gerutscht), einen Tisch mit Stuhl, einen Couchtisch mit Sofa, einen kleinen überdachten Balkon mit 2 Plastikstühlen und einem dazu passenden Tisch, einen Spiegelschrank mit integriertenm Save (den man wie üblich mieten muss) und ein Badezimmer. Dort befand sich eine Wanne mit nicht-abnehmbarem Duschkopf und unzureichender Glaswand. Folge: nach dem Duschen stand das Bad halb unter Wasser. Neben dem Bett waren zwei Nachttische samt Lampen. Der Zimmerservice hätte besser sein können (siehe oben) und da es üblich ist, legt man ungefähr 5 Euro alle paar Tage als Trinkgeld hin.
Die Snackbar war in Ordnung, es gab zu Trinken, Hamburger, Sandwiches o. ä., nur ab und an bedienten sich auch Vögel am Sandwichbrot. Mit Badesachen war der Zutritt untersagt. Man hatten einen schönen Ausblick auf den Strand und das Meer, an Schatten- sowie Sonnenplätzen mangelte es hier nicht. Bars gab es fast an jeder Ecke und man wurde freundlich bedient. All inclusive lohnt sich sehr! Das Restaurant ist zum Frühstück, zum Mittag- und zum Abendessen geöffnet. Beim Abendessen ist der Zutritt Männern ab 18 Jahren nur mit langer Hose und nicht mit ärmellosen T-Shirts gestattet, Bade- und nasse Sachen bleiben zu jeder Zeit untersagt. Das Essen war wirklich klasse, es gab von Pommes über Pizza bis hin zu Gemüse, Eis, Fisch und Kuchen fast alles. Allerdings gab es zum Frühstück nur entweder zimmertemperierte Milch oder Plürre aus dem Automaten. Orangensaft, Apfelsaft, es schmeckte alles ähnlich nach Wasser und weniger nach Saft. Dafür war -wie gesagt- das Essen gut.
Das Personal ist sehr zuvorkommend und sympathisch. Sie arbeiten schnell und geben sich viel Mühe. Gelegentlich wird ein Mitarbeiter des Monats gewählt, außerdem kann man sich mit dem Personal gut verständigen. Spanisch und Englisch geht eigentlich immer, bei einigen auch Deutsch. Bei einer Beschwerde (z.B. etwas ist kaputt und soll repariert werden) kann es durchaus sein, dass der Mangel erst behoben wird, wenn man sich an seine Reiseleitung wendet. Die Zimmerreinigung erfolgte jeden Tag (vormittags), könnte allerdings gründlicher verlaufen. Die Betten wurden gemacht, einige Handtücher getauscht, doch der Boden sowie die Fliesen des Badezimmers blieben nahezu unberührt... Alle anderen von uns in Anspruch genommenen Arten von Service waren tadellos.
Die Lage war klasse, der Stand war trotz steiler, unebener Treppe relativ schnell zu erreichen. Er lässt durchaus zu wünschen übrig, da er zwar lang, jedoch ziemlich schmal ist. Sobald die Flut kommt kann man dort nicht mehr liegen und muss sich notgedrungen weiter nach hinten auf millionen von nicht gerade kleinen Steinen legen. Der Wind ist sowas von kräftig, dass einem der Sand überall hängt und so ein "Sandsturm" tut auf der Haut echt weh... Die Wassertemperatur war zwar sehr frisch, doch es lässt sich gut aushalten. Die Wellen waren teils riesig und haben die Leute des öfteren umgerissen. Ungünstiger Weise nimmt der Wind die neu erworbenen Luftmatratzen mit sich und man sieht sie wenn man nicht aufpasst nie wieder. Bevor man den Strand erreicht, kann man zu einer Art ziemlich großen, schwarzen Mauer gelangen. Auf bzw. in der Mauer sind niedliche kleine Erdhörnchen. Man kann sie mit Erdnüssen oder gesalzenen Pistazien aus der Hand füttern. Der Flughafen war okay, doch Freunde von uns mussten 4 Stunden wegen einer Fliegerpanne warten und bekamen Gutscheine über 6 Euro. Das Essen dort kostet allerdings 8 Euro... Die Stadt Jandia verfügt über eine kleine Einkaufsmeile die entweder mit dem Ein-Euro-Bus oder mit einem Taxi gut zu erreichen ist (ca. 10 min). Der Bus kostet mittlerweile schon 1,20 Euro pro Person, mit Taxi kostet eine Fahrt nach Jandia um die 7 Euro. Weil es landesüblich ist, gibt man etwas Trinkgeld, also wird die Fahrt noch ein wenig teurer und die Taxifahrer sprechen nur spanisch. Ein Sportplatz befindet sich direkt vor dem Hotel, manchmal findet dort auch die Animation statt (z.B. Fußball, wenn es das Wetter gerade nicht zulässt, dass man am Strand spielt).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Gegenüber vom Hotel befindet sich ein Sportplatz. Die Animation war regelmäßig, hat aber nicht großartig gestört. Ein Animationsplan hing im unteren Teil des Hotels aus, eine Kinderdisco ist vorhanden. Soweit ich das mitbekommen habe, könnte diese aber besser sein. Der bereits oben erwähnte Show-Room ist ziemlich klein und immer voll, aber die Shows sind meist ansprechend gewählt und sehenswert. Einkaufen kann man entweder in den kleinen hoteleigenen läden oder in der Stadt Jandia. Internetzugang hat man soweit ich weiß auch gegen Gebühr. 20 min kosten ca. 2 Euro. Die Qualität des Strandes war gut, das Wasser war ziemlich durchsichtig und Algen oder Quallen haben wir nicht gesehen. Okay nun zu den Pools. Die Liegen dürfen zwar erst ab halb acht reserviert werden, waren allerdings schon ab sieben Uhr mit Handtüchern voll. Es gab nicht genügend Liegen, von den vorhandenen waren die meisten durchgelegen, dreckig, einige wenige waren sogar kaputt. Schirme gab es überhaupt nicht. Vermutlich ist dies das einzige Hotel in ganz Spanien, welches nicht über Schirme verfügt (wir haben mehrere Hotels besichtigt, haben auch schon öfter Urlaub auf der iberischen Halbinsel gemacht). Duschen gab es nur wenige, davon einige außer Betrieb. Beim Strandaufgang ist eine Fußdusche für den Sand, das fanden wir gut. Sonnenschutz hatte man außer seiner Sonnencreme wie gesagt sogut wie garnicht. Ziemlich traurig war, dass die Pools in den 14 Tagen die wir da waren nicht gereinigt worden sind. Die waren sehr dreckig und rostig, es schwommen überall Palmenblätter, ein paar Pflaster und solche Dinge herum. An dem Pool nahe des Fitnessraumes roch es fast jeden Tag nach Kanalisation. Es war nicht zum Aushalten... Die Fliesen hatten schon ziemlich klebrige Flecken.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Nina-Sophie |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 1 |


