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Holger (36-40)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Juli 2005 • 2 Wochen • Strand
Schöne Anlage, aber wenig kulinarisch
3,8 / 6

Allgemein

Schön angelegte Hotelanlage mit 48 Wohneinheiten. Alle Appartments sind sehr großzügig und von der Architektur so geschickt versetzt gebaut, dass man seine (große) Terrasse ungestört nutzen kann, ohne andauernd von irgendwem angestarrt zu werden. Durch die massive Bauweise bekommt man auch nicht mit, was beim Nachbarn passiert. Die Anlage dürfte wenige Jahre alt sein. Die meisten Sachen wirken noch recht neu. Die schon in anderen Kommentaren angesprochene "Fitnessanlage" war wegen Renovierung geschlossen. Das Hotel ist ein typisches Familienhotel, auch wenn einige Paare ohne Kinder dort waren. Trotz der vielen Kinder empfindet man nie Hektik oder Lärm. Die Gästestruktur war zum Glück heterogen (Deutsche, Spanier, Schweizer (franz. Schweiz), Holländer, ...). Zusammengefasst: Wir können die Anlage schon aufgrund des Appartments empfehlen. Wer sportlich aktiv sein möchte, super freundliches Personal, Diskotheken, Kneipen, Halligalli und 4*-Essen sucht, sucht sich besser was anderes. Wir würden wieder ins La Bocayna ziehen (notgedrungen auch mit HP). Ärgerlich: 12 € Mietsafe/Woche, da fragen wir uns, warum das nicht im Preis (rd. 2000,-- € für drei Personen, 2 Wochen) inbegriffen ist. Wir können nur jedem einen Mietwagen für die ganze Zeit empfehlen. Es gibt praktisch nichts, was man per Fußmarsch erreichen kann. Es sei denn man wandert gerne über halbfertige Straßen und durch Baustellen. Wir hatten bei Avis einen Wagen Gruppe C reserviert (rd. 350,-- € für 2 Wochen inkl. Versicherungen) und einen Renault Kangoo bekommen - neu gerade mal 500 km glaufen. Das Hotel arbeitet mit dem lokalen Anbieter Moreno zusammen, der wohl etwas günstiger ist. Die lokalen Anbieter haben generell verbeulte Autos (was auch schon mal ein Vorteil sein kann ;-)) - was uns allerdings auf Menorca auch mit Hertz passiert ist. Wir waren noch nie auf den Kanaren und waren immer eher skeptisch (wir sind keine "Strandmenschen"). Uns hat Lanzarote sehr gut gefallen. In zwei Wochen kann man eine ganze Menge unternehmen (vorausgesetzt man hat einen Mietwagen). Die Strände sind sehr schön (auch wenn die Papagayo-Strände langsam drohen in Zigarettenstummeln zu ertrinken) und das Wasser einfach nur traumhaft!


Zimmer
  • Sehr gut
  • Kurzbeschreibung: GIGANTISCH Die Appartments sind sehr großzügig: Elternschlafzimmer, Kinderschlafzimmer, 2 Bäder, davon eines mit Badewanne, Wohnzimmer mit offener Küche. Alles noch recht neu - allerdings merkt man an den Wänden, das bereits erste Renovierung nötig wären. Insgesamt sehr geschmackvoll eingerichtet. In der Küche könnte man sich sogar (wenn man sich die extrem teuren Supermarktpreise wegdenkt) gut selber versorgen: Mikrowelle, Ceran-Kochfeld, Ofen (hat man in manchen deutschen FeWos nicht), großer Kühlschrank mit separatem großen Eisfach, elektr. Ensafter, Toaster, Kaffeemaschine. Auch die Töpfe und das Kochzubehör sahen OK aus - auch wenn wir nicht gekocht haben. Mindestens so groß wie das Appartment ist die Terrasse. Wir hatten ein deLuxe-Appartment, das sich von den normalen durch andere (hochwertigere) Möbel, einen großen(!) Whirlpool und einen Grill unterscheidet. Die Terrasse war ggf. auch ein bisschen größer. Die Terrasse ist auch windgeschützt angelegt (bis auf App. 1), so dass man abends nicht direkt friert. Alle Apps. der Anlage sind zur Meerseite gebaut, das Meer ist aber durchaus weit entfernt und man sieht derzeit auf etliche Kräne und Baustellen am Meer. Wir hatten erst Bedenken, dass es keine Klimaanlage gibt - aber das war unbegründeet. Durch den Wind war es immer angenehm temperiert. Vielleicht einziges Problem: Man muss in den Badezimmern zwingend(!!) die Fenster (Oberlichter) auflassen, sonst bringt einen der Abflussgestank um. Bei geöffneten Fenstern merkt man ihn fast nicht. Offene Badfenster führen aber bei geöffneter Terrassentür zu extremem Durchzug... Sowohl Schlafzimmer als auch Wohnraum sind durch eine riesige Schiebetür mit der Terrasse verbunden - wie gesagt: Gigantisch, hell, ... Die Appartments sind der eigentliche HIT der Anlage, da vergisst man auch das Essen!


    Restaurant & Bars
  • Schlecht
  • ....man war bemüht... Der Speiseraum hat wenig Atmosphäre, was evtl. damit zutun hat, dass er irgendwie ins Souterrain gebaut ist. D.h. es gibt nur zur Eingangsseite Tageslicht. Das Essen ist - sagen wir mal - ebenso so unterirdisch. Wenn man Gelegenheit hätte ohne HP zu buchen, sollte man das tun. Aber im Neckermann-Konzern gibt es die Möglichkeit nicht - zumindest nicht bei Buchung aus Deutschland. Dennoch muss es Gäste gegeben haben, die OV oder nur FR gebucht haben, da man einige abends nie im Restaurant gesehen hat. Positiv: Hygienisch machte es einen guten Eindruck. Köche haben sich für die Zubereitung der "frischen" Speisen Latex-Handschuhe angezogen. Besonders gut fanden wir, dass die Eierspeisen morgens frisch zubereitet wurden (also kein lauwarmes Rührei aus irgendwelchen Warmhalteboxen). Das Frühstück kann man noch als einigermaßen akzeptabel bezeichnen. Negativ: Auswahl beim Frühstück - immer dasselbe. Obst immer Melone, Melone und manchmal auch Melone, sonst Papaya, Papaya, Papaya, selten Orange und Grapefruit. Aber das Frühstück kann man noch überleben (wenn man sicht nicht gerade das Gemüse vom Abend vorher warm machen lässt, das auch regelmäßig angeboten wurde - Brokkoli, Leipziger Allerlei, ...) Wahrscheinlich fanden wir das Essen auch deswegen so schlecht, weil wir im Jahr vorher am Gardasee extrem gute Verpflegung hatten?! Dennoch haben wir mit anderen Gästen immer gern gewitzelt, dass man ordentlich Trinkgeld geben solle, damit die Köche sich mal einen Kochkurs leisten können. Auch abends war die "Palette" immer ähnlich: 2 Chlorwasser-Suppen, 2 Nudelgerichte, 2 Reispfannen, kalte Salate (oft aus den Resten des Vortags "gebraut" - Kartoffelsalat mit Mojo-Sauce, mit Hühnerfleisch, mit ....) Andere Beispiele: Roasbeef - zwei Scheiben und man kann sich die Schuhe besohlen lassen. Fleischspieße - frisch zubereitet, aber leider roh und daher wanderten alle Spieße erst auf die Urlauberteller und dann wieder zurück(!) auf den Grill. Fisch meist etwas trocken vom Grill. Die anderen warmen Speisen waren meist lauwarm, außer den Pommes, die immer wieder regen Absatz fanden (warum nur?) Wir (und andere) haben immer auf kanarische Kartoffeln gewartet. Als es sie dann gab konnte man sie nicht essen, weil sie extrem nach Chlor schmeckten. Der Nachtisch war schön bunt und aus allen möglichen Fertigpackungen gemacht. Die Farbe signalisierte direkt -> Hände besser weg, gut dass die menschliche Intuition da meist noch funktioniert. Oft gab es Dosenobst mit Schokolade überzogen. Schlau war es, den Schoko-Überzug zu essen und den Rest liegen zu lassen. Zumindest gab es immer drei Sorten Eis - die konnte man gedankenlos essen - war immer gute Qualität. OK - genug, die 2 Wochen könnten Negativausreisser sein, was wir aber nicht glauben, wenn man andere Berichte liest. Dennoch man kann satt werden, aber kulinarisch ist was anderes. Fazit: Zum Essen fährt man besser nicht ins La Bocayna. Aber: Lage und Zimmer lassen das Essen schnell vergessen! (zumindest wenn man ein DeLuxe-Appartment bekommt)


    Service
  • Eher gut
  • Wir persönlich haben sehr gute Erfahrung mit dem Service gemacht. Was man allerdings berücksichtigen sollte: Hartnäckig bleiben! Viele vom Hotelpersonal sprechen weder Englisch noch Deutsch. Auch an der Rezeption kann es einem passieren, dass man nur auf jemanden trifft, der nur schlecht Englisch spricht und ansonsten nur Spanisch. Trotzdem funktioniert die Verständigung. Der Hotelchef spricht in jedem Fall Deutsch (soll ein Schweizer sein). Rezeption: Weder besonders freundlich noch unfreundlich. Man könnte eher sagen "teilnahmslos". Wir (wie auch zwei weitere Familien und wahrscheinlich der Rest) wurden bei der Abreise nicht gefragt, ob uns der Aufenthalt gefallen habe - noch wurde uns eine angenehme Reise gewünscht. Alle Reperaturwünsche von mir (Safe, Abfluss Whirlpool) wurden zügig - wenn auch nicht professionell - bearbeitet. Unser Sohn hatte einen Unfall, so dass ich sonntags nach Arzt/Krankenhaus fragte. Erst waren die beiden Damen etwas ratlos, aber dann fingerten sie irgendwelche Visitenkarten hervor und haben einen Arzt kontaktiert. Zimmermädchen: Sehr freundlich und sehr gründlich. Das haben wir in Spanien schon anders erlebt. Gereinigt wird jeden Tag. Es gab absolut keinen Grund zur Beanstandung im Gegenteil - hier würden wir 6 Sterne vergeben. Techniker: Laufen immer etwas hilflos durch die Gegend. Es gab z.B. in der ersten Woche Probleme mit der Wasserversorgung (was wir allerdings kaum wahrgenommen haben, allerdings waren wohl einige Appartments zeitweise ohne Wasser). Die schauten immer alle recht ratlos in die Grube... Es lief immer nach folgendem Schema ab (Safe, Abfluss) - Jemand kommt, bekommt es nicht hin. Erklärt, er wäre nur der "Junior"-Experte, aber der Chef kenne sich aus. Dann kommt der Chef und bekommt es nicht hin, dann wird eine Fachfirma beauftragt. Unsere "Servive"-Aufträge haben im Schnitt 1,5 Tage gedauert, wobei der Whirlpool-Abfluss hinterher wieder nicht richtig funktionierte.... Restaurant: Alle nett, aber nicht übereifrig. Beim Essen stapelt man schon mal gerne die Tellerchen am Tisch bis sich jemand berufen fühlt, diese zu entfernen. Kleines Schmankerl am Rande: Es gibt so gut wie kein Ungeziefer in der Anlage. Aber eiinmal lang einige Tage eine erst sterbende dann tote Kakerlake direkt vor dem Eingang der Rezeption. Erst nach dem ein Urlauber fragte, ob man die nicht mal entfernen konnte wurde sie tatsächlich entfernt. Zwischenzeitlich dürfte das Hotelpersonal schon mehrfach drüber gestolpert sein. Alle Gäste hatten das "Tierchen" schon lange ausgemacht. Dafür wurde aber die tote Katze (im künstlichen Wasserlauf ertrunken) sofort nach Meldung entfernt... Noch eine letzte Bemerkung: So zufrieden wir mit dem Service waren, so unzufrieden waren es andere. Wir wissen von einer Familie mit drei Kindern, die zwei Wochen lang kein warmes Wasser hatten! Offenbar hatten danach Holländer das gleiche Appartment, die haben sich dann nach schon drei Tagen "erdreistet" sich laut zu beschweren. Einziger Kommentar der Rezeption: "Tja, da können wir nichts machen".


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Über die Lage des Hotels lässt sich streiten. Wir fanden es sehr angenehm, dass das Hotel weit ab des Trubels liegt. Aber: Ein Auto ist absolut notwendig! Die im Katalog angegebenen 20 Minuten zum Papagayo-Strand könnten theoretisch von Sportlern geschafft werden. Familien mit Kindern lassen das wohl lieber (vor allem in der prallen Mittagssonne). Das Hotel liegt in einer "aufstrebenden" Region. Anders ausgedrückt: Es wird rings um das Hotel gebaut. Die direkte Nachbarschaft ist zum Glück fertig, so dass es keinen echten Baulärm gibt. Aber man schaut von der Terrasse mit Meerblick auf reichlich Kräne und Baustellen in weiter Entfernung. Die Infrastruktur rund um das Hotel ist mehr als mäßig (ein Restaurant, ein Mini-Supermarkt in der Anlage nebenan - Cay Beach). Manchmal kriegt man abends den Dieselgeruch eines Kraftwerks in der Nähe mit, aber das ist eher selten. Kleiner Tipp: Wer wie wir vom Flughafen aus mit dem Mietwagen anreist, verlässt sich besser mal nicht auf die Anfahrtbeschreibung auf der Iberostar-Homepage. Wir haben recht lange gesucht. Dabei ist es recht einfach.... Wenn man östlich aus Playa Blanca rausfährt, am neuen Yachthafen (Marina Rubicon) vorbei und dann wenn man nur noch Baustellen sieht immer weiter. bis rechts die neue "Urbanication Las Coloradas" beginnt. Der Teil in dem das Hotel liegt ist weitgehend fertiggestellt und stadtplanerisch nett angelegt (OK-schon recht viele Häuser und wenig Infrastruktur, aber es sieht nett aus).


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Lt. Prospekt gibt es einen Fitnessraum, der aber gerade in Renovierung war. Ansonsten gibt es im Hotel selber keine weiteren Sportmöglichkeiten, man kann sich aber wohl über die Rezeption von einem lokalen Anbieter Fahrräder gegen Gebühr ausleihen. Besonders hervorzuheben: Keine Animation! Aber natürlich auch keinen Kinderclub etc. Der Kinderspielplatz ist nicht besonders üppig - wobei unser Sohn direkt zwei Spielkameraden gefunden hat und alle drei waren mit dem Klettergerüst, Rutsche, Schaukel vollkommen zufrieden. In einem Kommentar haben wir gelesen, der Pool sei zu klein. Das haben wir nicht so empfunden (die Nachbaranlage Cay Beach ist deutlich größer und hat einen wirklich kleinen Pool). Allerdings ist die Liegefläche am Pool eher gering. Und die Anzahl der verbliebenen Sonnenschirme war sehr dürftig. In der Anfangszeit hat uns das nicht gestört, weil die Anlage recht leer war. Ab der zweiten Woche war es aber schon schwierig Liegen mit Sonnenschirm zu bekommen - ohne Sonnenschirm war unproblematisch. Da wir ein deLuxe-Appartment hatten, haben wir auch oft den großen Whirlpool auf unserer Terrasse genutzt - das hat den fehlenden Liegeplatz am Pool ausgeglichen. In der letzten halben Woche gab es dann aber ein "Pool-Problem". Weil es plötzlich voller war, ist durch das rumplantschen immer mehr Wasser aus dem Pool entwichen, so dass die Reinigung nicht funktionierte. Das Wasser wurde plötzlich sichtbar milchig! Vom Hotel hätte das wohl auch niemanden interessiert, wenn die Gäste das Personal nicht explizit darauf aufmerksam gemacht hätte.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Juli 2005
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Holger
    Alter:36-40
    Bewertungen:16