GEBÄUDE: Das Gebäude ist uncharmant, aber dazu gibt es genug Fotos. Es hat einen tollen Eingangsbereich, einen angenehmen, großen und beheizten Pool, aber das war es auch schon. Der Speisesaal ist für die Nebensaison gerade noch ausreichend groß. Unschlagbar ist die Transferzeit zum Flughafen: 30 Min. PUBLIKUM: Die Hotelgäste sind meist deutsch, gefolgt von Spaniern, Engländern und Skandinaviern. In der Nebensaison waren viele Rentner im Hotel. Insgesamt repräsentiert das Publikum die gesunde Mittelschicht – nicht zu gehoben und fein, aber auch nicht die typischen Mallorca-Sauf-Gäste. POOL: Die Poollandschaft ist ansprechend und der große, beheizte Pool lädt selbst am Spätnachmittag noch zum Baden ein. Die Poollandschaft selbst wurde kaum gereinigt, die Auflagen für die Stühle musste man sich selbst holen (Vorsicht, fast alle sind schmutzig!) und von den Bediensteten wird man maulend aufgefordert am Abend doch wieder die Liegestühle zurechtzurücken. Es ist uns wirklich unerklärlich warum dieses Hotel in den Bewertungen so gut abschneidet. Wir können allen Gästen, die unter einem 4-Sterne Hotel auch ein 4-Sterne Hotel verstehen nur raten, dieses Hotel zu meiden. Da gibt es andere (z.B. Grand Hotel Costa Meloneras), die 4 Sterne wirklich verdient haben. Der vierte Hotelstern des Gloria Palace ist auf Grund der vielen Mängel nicht gerechtfertigt und stammt wohl aus früheren Zeiten. Mittlerweile müsste man das Haus als 3-Sterne-Haus mit Service-und-Putz-Schwäche anbieten – es hat was von einem deutschen, einfachen Gasthaus. Findet man diesen Zustand in Ordnung, so kann man es in dem Hotel durchaus aushalten. Krank wird man sicherlich nicht, aber die versprochene Leistung erhält man bei weitem nicht. Den Katalogpreis halten wir deshalb auch für völlig überzogen, wenn man hier allerdings immer noch hin möchte, empfehlen wir eine Last-Minute-Buchung, dann ärgert man sich nicht so sehr. Der kostenlose Bustransfer ist das einzige wirklich positive über die Woche hinweg: man kommt vom dreckigen Poolbereich stets pünktlich (!) an einen schönen Strand. Bloß nicht VP buchen, denn die Gastronomie bietet dafür nicht genug. Lieber einen kleine Happen an den erstaunlich günstigen Strandbars von Maspalomas zu sich nehmen (Pizza ab 6 Euro, Cola 0,4 Liter für 2 Euro, Knoblauchbrot 1,50 Euro).
GRÖßE: ist im Haupthaus angemessen. Die Familienzimmer im neuen, separaten (man muss durch die Poollandschaft, um ins Haupthaus zu kommen) Teil des Hotels sind geräumiger. Dort gibt es ein großes und ein kleines Schlafzimmer und ein Bad mit Badwanne. SAUBERKEIT: Ist das große Problem. In den Familienzimmern liegen Fliesen, die während der ganzen Woche Aufenthalt nicht gewischt wurden. Alle Flecken, die durch Sonnencreme oder Cola entstanden sind, wurden hartnäckig ignoriert. Es wird lediglich gekehrt und wie das bei Fliesen so ist bleiben dabei auch gerne Wollmäuse und Haare der Vorgänger liegen. Barfuss laufen ist also im Zimmer sehr unappetitlich. In den Betten werden Sie immer (!) fremde Haare finden, weil die Bettlaken aber nicht die Bettdecken gewechselt werden, in denen sich die Haare verstecken. Das finden weder die Zimmermädchen noch die Hoteldirektion befremdlich – auch nicht nach mehrfacher Beschwerde. Stammgäste, die wir getroffen haben, belächelten das Problem, sagten das gäbe es halt hier und sie hätten eben immer Sagrotan dabei. Uns ist es unverständlich, warum man dann wiederkommt. Ebenso gaben uns mehrere Stammgäste den Tipp, doch mal die Matratze zu kontrollieren, man sollte die in der Regel austauschen lassen – wir wollten es aber lieber nicht so genau wissen und lebten in der Hoffnung, dass die schon okay wären. HANDTÜCHER: Sind mit Vorsicht zu genießen. Jeden Tag ist eines dabei, was Flecken aufweist. Sogar Rost- oder Fahrradölflecken(!) hatten wir während unseres 1-wöchigen Aufenthalts. Bei Beschwerde an der Rezeption wurde uns gesagt, das könne schon mal passieren, denn die Zimmermädchen würden die Handtücher ja schließlich auseinander falten (!) BALKON: Der Balkon wird während der ganzen Woche nicht gefegt; man schleppt also jeden Tag trockene Blätter von den Balkonpflanzen, Vogelkot etc. in die Zimmer hinein, die ja auch nicht gewischt werden. TREPPENHAUS: Die Außentreppen zu den Familienzimmern werden ebenso nicht gereinigt. Auch hier schleppt man allen Straßenschmutz mit in das Zimmer. VGL DIE HOCHGELADENEN FOTOS
DEUTSCHE KÜCHE: Wer im Urlaub mittelmäßige deutsche Küche sucht ist hier genau richtig. Morgens gibt es Wurstaufschnitt und deutschen Scheibenkäse aus der Packung oder englisches Frühstück. Landestypisch am großen Buffet sind nur die Madalenas, kleine trockene Kuchen. Abends gibt es zwar frischen Fisch, aber auch wieder nur typisch deutsche od. englische Beilagen in minderer Qualität: der Kartoffelgratin schwimmt im Wasser, die Nudeln sind zerkocht und klebrig, die Pommes kalt und das Gemüse meist matschig in Sahnesoße. FRISCHE: Abends gibt es als Salat meist den Fisch vom Mittagsbuffet und mittags als kalte Platte das Fleisch vom Vorabend. Gekocht wird zwar vor den Augen der Gäste, aber es kommt in der Regel trotzdem nicht frisch auf den Teller. Die mürrischen Köche kochen immer vor und legen das Ganze dann in Auflaufformen neben ihre Kochplatten. Dann warten sie, von den Gästen abgewendet und bei einem gemütlichen Schwatz miteinander, bis die Auflaufformen leer sind. Daher ist das Fleisch auch vorwiegend zäh wie Schuhsohlen und der Fisch nur noch lauwarm. Das schon geschnittene Obst ist aus der Dose, allerdings gibt es Obstkörbe, die aber nur Obst minderer Qualität beinhalten. ABWECHSLUNG: Beim Frühstück keine, beim Abendessen schon, wobei es nur einmal landestypische Küche bei den Beilagen gab. Es gibt drei oder vier Fischsorten die immer wieder kommen. AUSWAHL: Es gibt immer Fisch und Fleisch und vier oder fünf Beilagen. Dazu eine Salatbar (Vorsicht, die Sachen liegen oftmals schon sehr lange in den Schüsseln und sind vertrocknet und runzelig), eine Dessertbar und eine kalte Platte. BUFFET: Das Buffet ist lieblos angerichtet. Überall Industrie-Plastik-Behälter, keine Dekoration. So macht Essen Gehen einfach keinen Spaß. SELBSTBEDIENUNG: Abends werden die Getränke gebracht. Sonst geht man zum Buffet und holt sich was man mag. Morgens muss man sich den Tisch selbst decken; Besteck gibt es im Plastikkarton. Auch abends, wenn man ein zusätzliches Messer braucht, weil das eigentliche von einer vorschnellen Kellnerin abgeräumt wurde, muss man sich sein Besteck selbst suchen. Es gibt zum Frühstück Kaffee in abgewetzten Plastikkannen auf jedem zweiten oder dritten Tisch. Ist die eigene Kanne leer, muss man bei den anderen Tischen suchen gehen und Kaffeereste sammeln. Sitzen viele Leute dicht beieinander, muss man sich die Kannen teilen – es werden auch auf Nachfrage keine Neuen gebracht.
FREUNDLICHKEIT: ist bis auf ein paar wenige Ausnahmen Fehlanzeige. Besonders die Kellner im Restaurant haben offensichtlich keine Lust und lassen es den Gast bei jeder Gelegenheit spüren. Bspw. ging beim Frühstück der O-Saft aus. Als man einen Kellner darauf aufmerksam machte, zeigte er nur auf einen Nachbarbottich und murrte „there is another one“. Als man ihm sagte, dass der auch leer sei, drehte er sich einfach um und ging. Prinzipiell schauen die Kellner den Gast nicht an aber reden laut miteinander, selbst wenn sie gerade am Tisch bedienen. Ein Lächeln haben wir außer von einem einzigen Mitarbeiter in der ganzen Woche nicht gesehen. Auch Spanischsprechen hilft nicht. SCHNELLIGKEIT: Jeder Beschwerde wurde sehr schnell nachgegangen. Nur die obligatorische, vorangegangene Diskussion dauerte meist ewig: es hilft aber an der Rezeption ein wenig lauter zu werden, wenn bspw. Bettwäsche fehlte, weil das Zimmermädchen das Beziehen des Bettes vergessen hatte (!). Offenbar ist es dem Hotel dann peinlich, dass weitere Gäste diesen Missstand mitbekommen und erst dann gesteht man dem Gast zu, dass er tatsächlich ein Recht hat sich zu beschweren – auch bei fehlenden Bettlacken... KOMPETENZ: Oftmals waren die Mitarbeiter überfordert. Bspw. wusste man an der Rezeption nicht, welche Lokalitäten im Ort empfehlenswert sind oder wie man eine sehr laute Schulklasse, die im Hotel untergebracht war, zur Nachtruhe mahnen soll – man schickte einen 16-jährigen Azubi, der in den Flur brüllte sie sollten endlich leise sein, mehr geschah die ganze Nacht nicht. PERSONALBESETZUNG: Mehrfach sagte man uns, dass man uns bei irgendetwas nicht helfen könne, weil man unterbesetzt sei. Da dies ein Dauerproblem zu sein scheint, ist es umso unverständlicher warum es nicht behoben wird.
ABENDGESTALTUNG: San Augustin ist ein beschauliches Dörfchen, welches aber außer Touristen niemanden anzieht. Abends liegt hier der Hund begraben, denn die meisten Touris nehmen sich ein Taxi nach Playa del Ingles, der Partymeile Gran Canarias (waren wir nie, weil wir einen reinen Erholungsurlaub wollten). EINKAUFEN: Da es im Hotel kein AI gibt sollte man sich im Spar-Markt im Einkaufszentrum (ca. 10 Gehminuten entfernt) mit dem nötigsten eindecken. Andere Supermärkte, weiter unten im Einkaufszentrum, sind größer aber dafür auch teurer. Sämtliche andere Geschäfte kann man getrost meiden, denn sie verkaufen lediglich Kleider- und Sonnenbrillenfälschungen und werden von aufdringlichen Bediensteten geführt. Tipp: Fußgängerbrücke meiden, da diese kurz vor Einsturz steht. STRAND: Der Strand von San Augustin ist sehr klein (ca. 400m), aber beschaulich in einer Bucht gelegen. Vom Hotel in ca. 15 Gehminuten entfernt. Empfehlenswert ist der Strand von Maspalomas. VERKEHRSANBINDUNG: In San Augsutin fährt ein Schnellbus nach Las Palmas (9 Euro, Fahrt ca. 45 Minuten). Ebenso gibt es einen kostenlosen Strandtransfer zur Playa del Ingles (10 Min.) oder Playa de Maspalomas (20-25 Min.) für die Hotelgäste – dieser Bus fährt ab 9.30 Uhr morgens stündlich. Die Playa des Maspalomas ist definitiv die Fahrt wert, besonders bei einem Spaziergang in den Dünen (Schuhe mitnehmen, der Sand ist extrem heiß).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sport ist schlichtweg nicht möglich. Das Hotel liegt mitten im Dorf, so dass man keine Joggingstrecke hat (es sei denn auf Asphalt an einer Schnellstraße entlang) und es verfügt auch über keinerlei Sportanlagen, weder Fitness noch ein einfacher Sportplatz. Der Tennisplatz der Thalasso-Klinik ist gegen Gebühr nutzbar, aber offenbar ist der in Dauer-Reparatur oder man möchte eben keine schnöden Hotelgäste dort wissen. Einzig die Animation – wer so etwas als Sport wertet – kann der Bewegung dienen. Allerdings sind die Animateure unmotiviert und spulen lediglich ihr Programm herunter. Insgesamt mit Abstand die schlechteste Animationsleistung, die wie bislang erlebt haben. Zur Abendunterhaltung können wir nichts sagen, weil wir diese auf Grund der Altersstruktur der Gäste nicht wahrgenommen haben.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im März 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Arne & Marie |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 3 |
Sehr geehrter Arne & Marie, Vielen Dank, dass Sie unser Hotel Gloria Thalasso & Hotels als Ihre Ziel in Gran Canaria ausgewählt und unseren Service bewertet haben. Es tut uns leid, dass Sie während Ihres Urlaubes enttäuscht wurden und wir werden alles Mögliche dafür tun, dass dies nicht wieder vorkommt. Auch vielen Dank für Ihre Verbesserungsvorschläge. Wir haben uns diese notiert und sind über jedes Feedback dankbar, da es uns hilft die Einzelheiten zu verbessern. Es würde uns freuen, wenn wir Sie hier wieder begrüssen und von unserem guten Service überzeugen können. Mit freundlichen Grüssen, Das Gästebetreuungsteam des Gloria Palace San Agustín & Hotel ****


