Alle Bewertungen anzeigen
Stephan (19-25)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Oktober 2012 • 2 Wochen • Strand
Traumhotel, lässt kleinere Mängel nichtig werden !
5,7 / 6

Allgemein

Nach einem recht angenehmen Flug kamen wir gegen abend in Cancun an und wurden am Flughafenausgang prompt mit einem Geruch begrüßt, der nicht aus einem herkömmlichen Glimmstängel entstieg, was schonmal für einiges gelächter sorgte. Sehr zügig wurden wir zum Reisebus gelotst, in dem wir +2 Stunden Sitzzeit zu den 11 Stunden Flug als Bonus gutgeschrieben bekamen. Alles kein Problem, denn es ist in jedem Urlaubsland interessant, die landestypischen Autobahnkrater zu bewundern, doch so schrecklich wie vorgestellt war es bei weitem nicht. Schon im Bus machte sich ein angenehmes Urlaubsfeeling breit, die mittelamerikanische Vegetation ist bekanntlich sehenswert. Die Palladium Reisegruppe wurde ganz zuletzt aus dem Bus gelassen, denn das Beste kommt ja bekanntlich am Schluss. Die white sand Lobby ist sehr schön dekoriert und beleuchtet, wie die anderen Lobbies dieses Hotelzusammenschlusses übrigens auch. Die Begrüßung ging schnell und informationsbündig über die Bühne, wahrscheinlich weil wir 80% der Informationen zu diesem Zeitpunkt nicht aufnehmen konnten. Wir wurden gebeten, die Koffer einfach an der Seite stehen zu lassen, was wir im Endeffekt ein wenig bereuten, da die 2 Gepäcklieferanten offensichtlich jeden Koffer einzeln zu den Zimmern karrten. Als erstes nutzten wir unser AI-Recht und machten uns über die Reste vom Buffet her (es war schon sogut wie geschlossen) ... Noch ahnten wir nicht, welche Dimension der Apokalypse unserem Orientierungssinn bevor stand. Die Hotelanlage ist riesig und recht Natur belassen, glücklicherweise gibt es Bimmelbahnen, die im 10 Minuten takt von Lobby zu Lobby fahren, damit die kritisch unterernährten Touristen ja keine Kalorie zuviel verbrauchen. Im Zimmer angekommen mussten wir feststellen, dass man es nicht geschafft hatte, das Gepäck innerhalb von 45 Minuten dort hin zu transportieren, obwohl der Weg zu den Appartements nicht allzu weit ist und wir in der Zeit jeden Koffer hätten 5 mal dort hinhieven können. Aber das machte nichts,denn wir sind ja überaus tolerante Gäste, endlich kam das Gepäck. So Kurzfassung: Der Hotelverbund hat eine gigantische Anlage(in der man sich auch nach einer woche noch gern verläuft), man fühlt sich teils wie im Urwald. Zimmer waren auch ausreichend vorhanden, soweit ich das beurteilen kann. Auf der Straße schlief Niemand. Die Sauberkeit im Hotel gibt auch keinen Anlass zur Kritik, denn es sind gefühlte 2000 Mitarbeiter damit beschäftigt, die Anlage in Schuss zu halten. Deutsche waren im Hotel eher weniger vorhanden, aber dafür massig Engländer, Spanier und Canadier. Das einzig wenig vertretene Gästealter lag bei 16-22, wahrscheinlich genau das Alter, in dem man keine Lust mehr hat, dem Erzeuger untertan zu sein. Wir hatten 2/14 Tagen ein wenig Regen, das kann man verkraften. Seine Autobiografie telefonisch Personen in Deutschland zu erzählen, halte ich finanziell für suboptimal, billig ist das telefonieren nicht. Man kann aber das wlan in den Lobbies nutzen, um Kontakt aufzunehmen. -->Tipp:Das Coco Bongo ist berühmt für seine shows, allerdings nicht in opernmanier, wie man es erwarten könnte. Das Coco Bongo ist im Prinzip eine ganz normale Discothek, die von Personen über 25 Jahren nicht betreten werden sollte. Auch der Preis hat es in sich, man zahlt (im Hotel Karte erwerben) an die 40 Dollar pro Person. An der Abendkasse gönnt man sich sogar einen Preis von 60 Dollar, was ich für ein wenig überzogen halte. Das Ding ist trotzdem immer brechend voll. Ich war nie in einem besseren Club. -->Tipp, falls die warteschlange der Kasse zB an einem Maya Tempel mal zu lang ist: einfach zum Eintrittskartenkontrolleur gehen und ihm ein paar scheinchen zustecken, klappt wunderbar und man kommt auch viel billiger weg als Originalpreis der Eintrittskarte -->Tipp:Erinnern sie sich im Urlaub ab und zu daran, dass sie in Deutschland wieder richtig arbeiten müssen (es sei denn ihr Kontostand weist eine 7 stellige schwarze Zahl auf)


Zimmer
  • Eher gut
  • Der einzig wesentliche Kritikpunkt liegt hier. Die Größe, Ausstattung und Sauberkeit der Zimmer waren perfekt. Das Problem liegt in der Abtrennung von Bad zum Zimmer, denn es gibt nicht wirklich eine. Toilette und Dusche sind getrennt, aber beide haben jeweils eine Glastür zum Wohnraum, die mit dem Türrahmen nicht komplett abschließt. Im Klartext, der Zimmerkollege darf am Stuhlgang des anderen partiell teilhaben. Akustisch nichtmal unbedingt ein Problem, aber wenn man plötzlich die Wolke im Zimmer hat, überkommen einen schon einige Aggressionen. Genauso schlimm die Dusche: aus dem Abfluss kommt permanent ein unangenehmer Mock gekrochen, der den Raum komplett ausfüllt und einen herzlich begrüßt, wenn man vom Strand wieder aufs Zimmer kommt. Ansonsten wäre das Zimmer makellos.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Wer es drauf anlegt, kann wirklich von früh bis spät Burger in sich hereinpressen, denn selbst am Strand gibt es eine Snackbar, bei der man alles mögliche, nicht gesundheitsfördernde Fast Food essen kann. Zu den Hauptmahlzeiten, kann man in eins der 3 Buffetrestaurants gehen. Abends Hat man zusätzlich noch die Wahl zwischen 10 (oder so) a la carte resaurants. Das essen war generell gut, jedoch haben viele Gerichte nicht geschmeckt, wie man sie erwartet bzw. haben fad geschmeckt. Am Ende wird aber trotzdem jeder satt, weil die Essenswahl so riesig ist, dass Jeder was findet. Betritt man ein Buffetsaal, so fühlt sich die Willkommensdame verpflichtet, Einem einen Platz zuzuweisen. So wird man manchmal 2 Minuten durch den Raum zum Tisch geführt, obwohl eh alle Tische unbelegt sind und man die freie Wahl hat. Besonders gefällt, dass viele Getränke und Snacks Originale sind und dementsprechend gut schmecken. Verhängnisvoll ist allerdings die oreo-icecream, die einen zwingt, sie den ganzen Tag zu verzehren, weil sie so lecker ist. Wie bereits erwähnt, gibt es auch eine Bar in Strand/Poolnähe, woanders wird man sich höchstwahrscheinlich sowieso nicht aufhalten. An Sauberkeit und Hygiene im Resaurant gibt es nicht viel zu meckern, auch wenn die nicht geschlossenen Restaurants immer von Krähenähnlichen Vögeln belagert werden. Aber man kann schließlich nicht vom Hotelpersonal verlangen, die Vögel komplett auszulöschen. Atmosphäre im Hotel war unschlagbar, besonders nachts am Strand ist es sehr still und romantisch. Ein wenig penetrant sind die Securities, von Zeit zu Zeit am Strand patrouillieren, aber einfach nicht ablenken lassen...Trinkgeld sollte man in Form von ein Dollar Noten verteilen.


    Service
  • Sehr gut
  • Das Personal war freundlich. Englischkenntnisse weniger vorhanden, aber zumindest lächeln sie verlegen, wenn man sie was auf nicht-spanisch fragt. Die grundlegenden Wörter wie Bier und Pizza verstehen sie aber zum Glück. Die Zimmerreinigung war sehr gut - die Reinemachefrauen können mehr Tiere aus Handtüchern formen, als es eigentlich gibt und das Zimmer war auch sauber. Kinderbetreuung brauchte ich zum Glück nicht, denn meines Wissens nach habe ich noch keine Nachkommen. Wäscherei war überflüssig, denn ich trug meine Sachen einfach 14 Tage am Stück, irgendwann verschmilzt man regelrecht mit der Kleidung.


    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
  • Die Entfernung vom Strand variiert nachvollziehbarer Weise je nach Lage der Appartementhütte. Man läuft im Fall des GAU maximal 10 Minuten, was im Prinzip aber nicht schlimm ist, denn jeder Gang ist ein Erlebnis. Es laufen Tiere frei rum, auch wenn ich es für nahezu unmöglich halte, sich die Namen der Dinger zu merken. Hier und da sieht man (hoffentlich rechtzeitig) auch mal eine giftige Spinne, gruselige Teile. Der Strand ist nicht überragend, es sind einfach zu viele Steine und Muscheln im Sand, das Laufen ist teilweise richtig unangenehm. Die Entfernung zur nächst größeren Stadt (in dem Fall playa del carmen) ist recht deftig, man fährt rund 25 Minuten mit dem Auto, es gibt auch sogenannte kollektivo's mit denen man für rund 2,5 $ dort hin kommt. (Der Kurs von USD in Peso ist etwa 1:13, wobei man meist billiger wegkommt, wenn man in der Landeswährung bezahlt - Dollar werden trotzdem gern genommen). Einkaufen braucht man bei AI bekanntlich nicht. Unterhalten wird man durch die shows recht gut, die Hoteldisco ist ebenfalls recht gängig, auch wenn die Disco Altersmäßig teils mit klinisch halbtoten versehen ist (Bitte über 30 J. abends einfach mal karten spielen). Will man auch den Abend noch abwechslungsreich gestalten, lohnt es sich wirklich nach playa del carmen zu fahren. Ausflüge(Maya etc.): Es werden zahlreiche Tagesausflüge angeboten, die es preislich jedoch in sich haben. So ist man für eine Tour zu einer Mayastätte+Schwimmen in einer Senote+Mittagessen mal eben 100 Dollar/Person los, deshalb sollte man sich überlegen, ob man sich nicht lieber einen neuen LCD Fernseher dafür kauft, aber eine Tour kann man schon mal machen. Tipp: Sich dich angebote vom Hotel anhören und dann bei einem anderen Touranbieter buchen, denn dort ist es teilweise bis 30% billiger und man hat exakt das Selbe/ Gleiche keine Ahnung.


    Aktivitäten
  • Sehr gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Internet gibt es Eimerweise in den Lobbies (for free).Für Gäste, die glauben sich vormachen zu müssen, sie wären sportlich engagiert, gibt es sogar ein Fitnesscenter. Es ist größer als manches Studio in Deutschland Tipp: Nehmen sie sich nicht vor, dieses regelmäßig zu besuchen, denn schon am zweiten Tag werden sie merken, dass es wesentlich angenehmer ist, an der Snackbar zu sitzen und Cheesesandwiches zu vertilgen. Volleyball kann man am Strand spielen, bis der Kreislauf in der Mittagssonne zusammenbricht oder man geht einfach an den pool und lässt sich von der Animation überraschen. Diese ist wie so oft darauf ausgelegt, dass sich Gäste vollständig blamieren und so die anderen Gäste unterhalten werden. In Punkto Sauberkeit wieder volle Punktzahl. Strand wie gesagt nicht optimal, aber gut annehmbar. Die Shows sind gut, die Tänzer ebenso, die Kostüme sowieso.


    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Oktober 2012
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Stephan
    Alter:19-25
    Bewertungen:3