Die Anlage wurde schon genug beschrieben – man muss nur aufpassen, dass man nicht einen Bungalow bekommt, der neben dem Parkplatz oder am Rand liegt (sofort reklamieren!), weil an- und abfahrende Pkw, Lkw, Busse, Mopeds usw. oft Lärm machen. Besonders störend ist der Müll-Abtransport um halb fünf in der Früh. Was die Einrichtung der Bungalows betrifft: Wir waren nach den schlechten Erfahrungen mit der „Gastronomie“ im Vorjahr diesmal Selbstversorger – aber in der Küche fehlt vieles! So mussten wir einen Pfannenwender kaufen, weil Pfannkuchen (in Österreich: Palatschinken) mit einem vorhandenen Schöpflöffel (!) nicht umzudrehen waren. Es fehlten Töpfe, kleine Salatschüsseln (nur eine einzige größere vorhanden), eine kleine Pfanne war halbwegs in Ordnung, die etwas größere so gut wie unbrauchbar, die Töpfe hatten einen gebogenen Boden, es fehlte ein Kartoffelschäler, den Flaschenöffner sollten Sie auch lieber selbst mitbringen usw. usw. Den Tresor übigens können Sie sich sparen – erstens kostet er unglaubliche 18 Euro pro Woche, und zweitens hat man das Gefühl, dass sich (im Gegensatz etwa zu Teneriffa) wenig Gesindel herumtreibt, auch wenn alle Nachbaranlagen mit Zäunen und Gittern martialisch gesichert sind (wahrscheinlich weil die Bewohner sie nicht ständig bewohnen). Auf den umliegenden Gehwegen liegt leider viel Hundedreck – gehen Sie mit gesenktem Haupt, damit Sie nicht ausrutschen . . . Verwenden Sie die Busverbindungen und sparen Sie das Taxi – Sie kommen wirklich überallhin und brauchen auch keinen Mietwagen. Für etwaige Arztbesuche oder Krankenhausaufenthalte sollten Sie Ihre Reisepässe sowie die Auslands- bzw. Reisekrankenscheine (in Österreich die E-Card) in Kopie mitnehmen, da es Ihnen passieren kann, dass Sie sonst nicht angenommen werden bzw. als Privatpatient zahlen müssen. Das einzige Krankenhaus in Maspalomas, das Verträge mit unseren Kassen hat, heißt Centro de Salud – lassen Sie sich im Bedarfsfall mit dem Taxi dorthin bringen, sonst geht es Ihnen wie unseren deutschen Nachbarn, die stundenlang mit dem Taxi herumgefahren sind (zuerst falsches Krankenhaus, dann drei Stunden anstellen, dann noch einmal zurück ins Hotel, um Kopien der Pässe und des Reise-Krankenscheins zu machen, dann wieder anstellen). Wenn Sie Selbstversorger sind: Fahren Sie mit dem Taxi zu HIPERDINO, wo Sie um 60 Euro einkaufen müssen und Ihnen die Ware kostenlos in den Bungalow zugestellt wird. Vergessen Sie nicht, genügend Wasser mitzubestellen (das Wasserschleppen ist besonders ärgerlich) – Sie benötigen etwa 3 Liter pro Person und Tag (unsere Erfahrungswerte für Suppen, Salat waschen, Teigwaren kochen usw.) Wenn Sie so wie wir „Leseratten“ sind, haben wir einen besonderen Tipp: Kaufen Sie billig Taschenbücher übers Internet. Taschenbücher kosten nämlich in Playa mehr als 15 Euro, die Auswahl ist sehr gering. Wir lassen gelesene Taschenbücher einfach in der Hotelbibliothek zurück (dort finden Sie aber wahrscheinlich nicht das, was Sie gerne lesen). Unsere Nachbarn haben sich auch Zeitungen nachschicken lassen, allerdings mit drei Tagen Verzögerung. Die Telefonnummer von Parque Cristóbal ist 0034 928 774 116, die E-Mail-Adresse (wenn Sie einen Bungalow reservieren wollen, was evtl. gelingt) pcristobal. grancanaria@grupohd. com. Wir haben uns bei Rundgängen Vormittag und Nachmittag Bungalows aufgeschrieben, die uns gefallen (schreiben Sie uns einfach).
Na ja – wir kannten uns ja schon aus. Über die Küche haben wir bereits geschrieben, Fernsehen gibt es auch (die dazu nötige Fernbedienung kostet 5 Euro Kaution), die drei deutschen Sender kann man bei etwas Geschick selber in der Reihenfolge umstellen. Während wir im Vorjahr nur zwei Tage Fernsehen hatten, funktionierte heuer alles. ZDF war sehr schlecht und konnte auch nicht verbessert werden. Die Bank in der Wohnküche sorgt für Kreuzschmerzen, aber mit einem Polster kann man ja den Rücken abstützen . . . Es gibt genügend Laden, aber keine Möglichkeit, Kleidung außer im Kasten irgendwo aufzuhängen (eine Art Garderobe wäre zweckmäßig, damit nicht die Stühle belegt werden müssen, Platz wäre ja mehr als genug). Das Bad mit Bidet, Wanne mit Handbrause und Klo besitzt ein Fenster nach draußen, die Hand- bzw. Badetücher sind gut. Was sich der Architekt allerdings gedacht hat, wissen wir nicht – muss man doch beim Heraussteigen aus der Wanne sehr vorsichtig sein, weil genau dort, wo man neben der Badewanne bzw. der (fixen) Kunststoffwand heraussteigt, das Bidet angebracht ist. Wäre ja genügend Platz gewesen, wenn man sowohl die Klomuschel als auch das Bidet um einige Zentimeter versetzt hätte, so dass man ohne Rutschgefahr aus der Wanne kommt . . . Kakerlaken waren bei uns wenige, um so mehr bei unserem Nachbarbungalow – die dort wohnenden deutschen Gäste waren sehr verärgert.
Unser Eindruck vom Vorjahr hat sich bestätigt – wir hörten genug Klagen von anderen Gästen über das Restaurant-Essen. In diesem Jahr gab’s ja nur noch Halbpension (im Vorjahr AI). Wir nahmen nur den Grillabend in Anspruch (15 Euro pro Person ohne Getränke) – aber wie diese „Köche“ grillen, das treibt einem die Zornesröte ins Gesicht: Lodernde Flammen verbrennen fast alles Fleisch (einen Film als „Beweis“ stellen wir ein). Zusätzlich wurde auch bereits vorgebratenes Fleisch noch einmal auf den Grillrost gelegt, Rindfleisch noch dazu von zäher „Suppenfleisch“-Konsistenz – also kulinarische Genüsse dürfen Sie sich hier nicht erwarten, ganz im Gegenteil. Aber vielleicht ist bei einer Dreistern-Anlage ordentliches Essen zu viel verlangt . . . Übrigens: Die auf dem Tisch schon bereit stehende (teure) Flasche Wein müssen Sie beim Grillabend nicht nehmen – wir haben uns mit einem Bierchen begnügt.
Besonderes Lob verdienen die Damen und Herren an der Rezeption. Egal ob man zusätzliche Kopfkissen, eine zweite Karte für die Eingangstür oder was anderes braucht: man wird immer sehr zuvorkommend behandelt, mögliche Wünsche werden immer erfüllt. Wenn Sie allerdings statt der unbequemen harten Plastik-Liegen eine mit Stoff bespannte haben wollen, haben Sie Pech: Die sind für bestimmte Areale bestimmt – das will die Leitung so, damit sich ein „einheitliches Bild“ ergibt (was im Vorjahr nicht so war und auch unserer Ansicht nach ein Unsinn ist). Aber an der Rezeption bekommen Sie dicke Decken, und wenn Sie die auf die Plastikliegen breiten, halten Sie’s aus . . . Die Zimmerreinigung ist „spanisch“, wer schon einmal dort war, gewöhnt sich irgendwie daran. Wir hatten das Gefühl, dass die Damen sehr im Stress waren und in vorgegebener Zeit fertig sein mussten (sie wurden auch ständig kontrolliert). Erwarten Sie also keine deutsche Gründlichkeit und schon gar nicht die Sauberkeit, die Sie zu Hause haben . . .
Am Ortsrand von Playa del Inglés gelegen. Die relativ große Strandentfernung spielt kaum eine Rolle, da es mehrmals täglich einen kostenlosen Shuttlebus gibt. Sofern man etwa in der Mitte der Anlage wohnt, stört auch der Lärm nicht, der manchmal aus den umliegenden Hotels kommt (laute Musik bis eine halbe Stunde vor Mitternacht). Sie müssen auch nicht die von der Rezeption empfohlenen Taxis benützen (obwohl sie ungleich billiger als bei uns sind), die Bushaltestelle ist nur – wie auch der Spar-Markt – sieben Gehminuten entfernt, und man kommt günstigst überallhin. Apropos Spar-Markt: Am frühen Vormittag sollten Sie Kleingeld bereit halten, weil auf Zehn-Euro-Scheine (oder gar größere) nicht herausgegeben werden kann – Sie müssen Ihre Waren dort lassen und hoffen, dass Ihnen in der Anlage irgendein netter Nachbar Kleingeld wechseln kann (in der Rezeption haben sie zu wenig), sind halt zwei Fußmärsche mehr . . .
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Während im Vorjahr eine tolle Animation von 1-2-Fly für die Kleinen geboten wurde, ist heuer nichts zu bemerken. Die Kleinen dürfen – von den Eltern beaufsichtigt – mit allerlei Sachen spielen. Ja doch: Am Abend gibt es eine „Kinder-Disco“ mit lauter Musik. Wir würden unsere Kinder nicht schon im Kleinkindalter an Discos gewöhnen . . . Die Veranstaltungen, die abends geboten werden, sind (mit Recht) äußerst schlecht besucht, weil langweilig (uns hat lediglich die Flamenco-Vorführung halbwegs gefallen, obwohl viel zu laut), für Kinder vielleicht noch die „Adler-Show“. . . Im Vorjahr war übrigens der (im Keller liegende) Veranstaltungssaal so voll, dass man an der Theke sich lange um Getränke anstellen musste – heuer fast gähnende Leere und keinerlei Wartezeiten an der Theke. Internet-Zugang kostet 1 Euro für 10 Minuten, zwei neue Terminals wurden während unseres Aufenthaltes aufgestellt (das sind die mit den Seitenwänden), dort bekam man um 1 Euro 15 Minuten (einfach Münzen einwerfen). Der große Pool ist beheizt, der kleinere weit hinten liegende leider nicht.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3 Wochen im Januar 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Gilbert und Sigrid |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 7 |


