Die Anlage ist schon etwas älter, aber wenn man nicht so sehr auf die Kleinigkeiten achtet, ist das Hotel auch ziemlich hübsch. Es sind eine Art Bungalows, so etwa vier Zimmer in jedem Häuschen. Jedoch hat man ziemlich Pech, wenn man auf der rechten Seite der Anlage (von der Rezeption gesehen) landet - sind größtenteils alte, SEHR heruntergekommene Zimmer. Dazu unten noch mehr. Was die Gäste angeht, so hatten wir den Eindruck, dass es etwa 40% Russen sind, 40% Deutsche und halt der übrige Mischmasch aus Polnischen, Holländischen und sonstigen Urlaubern. Ach ja, unten beim Pool gibt es einen kleinen Laden, wo man das nötigste findet und wo die Preise auch nicht übertrieben teuer sind. Man sollte auf jedem Fall Wasser kaufen, weil das Leitungswasser im Hotel sehr stark nach Salz schmeckt. Aber auch daran gewöhnt man sich nach einigen Tagen. Auf jedem Fall empfehle ich das Hotel jedem weiter, der keine großen Ansprüche hat und nicht auf Animation steht. Hat man Glück bei der Zimmervergabe, so ist es halt gut genug zum übernachten und das Essen ist gut genug zum satt werden. Auf jeden Fall ein Auto mieten (wir haben eins bei Caravel gemietet), das lohnt sich! In der Stadt Hersonissos gibt es außer der kleinen Kirche im Hafen leider nicht viel zu sehen... Lassithi Hochebene mit ihren Windmühlen ist ganz in der Nähe, die Höhle von Psychro (wo angeblich der Zeus geboren wurde) auch. In der Gegend gibt es auch viele ruhige, landestypische kleine Tavernen, wo das essen besser schmeckt und weniger kostet. Und die Atmosphäre ist sowieso ganz anders als in der Stadt. Fährt man in Richtung Agios Nikolaos, so gibt es dort einen kleinen Kloster in den Bergen, auch ganz hübsch. Weiter richtung Osten liegt die Insel Spinalonga, die für geschichtsinteressierten ganz interessant werden könnte. Water City Aquapark in Anopolis ist ganz in der Nähe und macht mega Spaß. Wer weiter weg fahren möchte, dem empfehle ich auf jeden Fall den Palmenstand Preveli im Süden der Insel! In der Nähe gibt es auch die künstlichen Höhlen in Matala, seht schöner Anblick. Wer gerne wandern möchte, der soll die Samaria-Schlucht besuchen, die ist unglaublich schön und der Anblick spektakulär, aber man soll die 13 km Fußmarsch nicht unterschätzen. Ganz im Westen der Insel gibt es die Insel Gramvousa und die Balos Bucht, wo das Wasser so unglaublich schön ist, dass man es kaum glaubt. Elafonissi mit seinem rosafarbenem Sand ist auch im Westen. All die tollen Sachen auf Kreta kann man gar nicht so kurz beschreiben, aber wer gerne viel sehen und erleben will, der findet dort auf jeden Fall was passendes für sich. Aber halt nicht in Hersonissos, leider...
Oh, das leidige Thema. Am ersten Abend haben wir und unsere Mitreisende zwei Doppelzimmer in den Gebäuden auf der rechten Seite von der Anlage bekommen. Ich glaube das war irgendwas mit der Nummer 21XX am Anfang. Das war ein Schock. SEHR alt und heruntergekommen, mit drei Betten, die in den Boden einbetoniert waren, muffig, Fernseher kaputt, die Tür zum Balkon kaputt, Spinnenweben, der Putz von der Decke lag auf dem Boden (und am nächsten Morgen auch am Nachttisch)... Das Zimmer von unseren Mitreisenden war glaube ich in einem noch schlimmeren Zustand... Sofort zur Rezeption, viel diskutiert und am übernächsten Tag zwei andere Zimmer bekommen, auf der linken Seite der Anlage. Die waren dann um einiges besser - zwar klein, aber frisch renoviert, mit einigermaßen moderner Einrichtung, Schminktisch, Flachbildfernseher und dem riiiiiiiesigem Balkon mit dem Blick auf das Meer und die Stadt. Ab da waren wir zufrieden. Das war glaube ich das Zimmer Nummer 114. Im Zimmer gab es ein Doppelbett, zwei Nachttische, einen Schrank mit Kleiderbügeln drin, einen Safe (15€ pro Woche), einen Kühlschrank, einen Telefon (für etwa fünf Anrufe nach Deutschland und aufs andere Zimmer haben wir 13€ bezahlt, was ok ist). Ich war froh, dass wir eine Wäscheleine mitgenommen haben, es gab sonst keine Möglichkeit die Sachen zu trocknen. Minuspunkte: Im Bad gab es leider keine Ablage und das ganze Wasser aus der Duschkabine war überall auf dem Boden im Bad verteilt, weil der Duschvorhang so blöd hing, irgendwie zu hoch und stand auch zu weit ab.
Essen war ok. Kann nichts anderes sagen, da wir meistens außerhalb gegessen haben. Morgens gibts eigentlich ausreichend Auswahl an Speisen, zwar jeden Tag fast das selbe, aber wer isst schon zuhause jeden Tag was anderes? Mittags gabs eine sehr spärliche Auswahl an Essen am Pool, aber, wie gesagt, man wurde satt und gut ist es. Abends gab es schon viel mehr Auswahl, aber da das Abendessen in einem geschlossenem Raum mit ein Paar Hundert Leuten drin stattfand, war es entsprechend heiß und stickig. Ansonsten sauber genug und die Bedienung freundlich. Die Bar... Die Bar... Kann nichts gutes über die Bar sagen. Der Barmann war nur höflich und freundlich, wenn ich ohne meinen Mann was zu trinken haben wollte. Die junge Barfrau hat überhaupt nicht einmal gelächelt und uns ab uns zu richtig ignoriert, obwohl es nicht viel los war. Das Bier war ok, das Wein viel zu warm und die Cocktails sind nicht im Entferntesten mit unseren hier zu vergleichen. Die Sauberkeit der Bar war ok, klebrige Oberflächen halt, aber da kann man drüber hinwegschauen. Ansonsten ziemlich voll und bei später Stunde fand man gar keinen Sitzplatz.
An der Rezeption gibt es eher unmotivierte, fast schon resignierte Mitarbeiter, leider war der deutschsprachige Empfangsherr auch einer von den. Muss aber zugeben, dass die eine junge Frau, die englisch und russisch sprach, ziemlich höflich war, herzlich sogar, und hat auch gerne weitergeholfen. Sauber in den Zimmern war es schon, aber auch leider nur oberflächlich. Hatten nach ein Paar Tagen dort immer noch die fremden langen Haare von den vorigen Gästen auf dem Boden liegen. In der Schubladen war Dreck von unbekannter Herkunft. Und an zwei Tagen kam die Putzfrau, trotz regelmäßigem Trinkgeld, gar nicht zu uns, aber was solls, der Ausblick hat es einigermaßen entschädigt. Was die Beschwerden angeht, so wurden wir bei dem Wunsch das Zimmer zu tauschen die ersten zwei Tage vertröstet und erst danach haben wir neue Zimmer bekommen und waren ab dem Zeitpunkt sehr zufrieden.
Der Weg vom Flughafen zum Hotel hat etwa zwanzig Minuten gedauert und wir wurden als erste aus dem Neckermann-Bus rausgespuckt. Nett war auch, dass wir trotz der späten Stund sofort zum Essen geschickt wurden. Das Hotel, wie mittlerweile oft genug erläutert, liegt etwas höher auf einem Hügel und vor allem der Fußmarsch zurück zum Hotel kann sich als ziemlich anstrengend erweisen. Am Stand unten vor dem Hotel waren wir nur einmal, hat auch gereicht, da nicht überzeugt, sind später immer nach Malia gefahren, haben sofort am zweiten Tag bei dem Buggy-Ausflug den Strand in der Nähe von dem archäologischem Museum dort gefunden, der es uns irgendwie angetan hat. Bis zu der Stadt sind es zu Füß etwa zehn Minuten, dort gibt es nicht viel zu sehen, aber wer gerne einkaufen möchte, der findet alles, was er sucht. Essensmöglichkeiten gibt es sehr viele, jedoch sollte man an der Promenade nur des Meerblickes wegen essen, ansonsten eher außerhalb des Trubels irgendwo weiter versteckt. Da findet man die griechische Herzlichkeit und die Qualität des Essens ist um einiges besser. Diskos und Clubs gibt es mehr als genug. Wir mochten den Bio-Bio, aber auch andere Lokale waren sehr in Ordnung. Einige Supermärkte gibt es auch, sowohl in der Nähe als auch in der Stadt. Mietwagenverleihe gibt es auch genug, sowie Möglichkeiten einen Ausflug zu buchen. Auf keinem Fall im Hotel etwas buchen, kosten einiges mehr!
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Die Pools haben wir nicht ausprobiert, da immer voll und es schönere Sachen zu tun gab. Übrigens gibt es zwei von den Pools dort, der zweite ist weiter weg, gut versteckt. Die Duschen und die Toiletten neben dem Pool sind, wie die ganze Anlage, eher älter. In der kleinen Halle unter dem Hauptpool gibt es Billard, einen Air-Hockey-Tisch und Tischtennis. In der ersten Woche gab es einen griechischen und in der zweiten einen kretischen Abend. Beides kostete 5€, man bekam einen alkoholfreien Cocktail spendiert, der nach süßer Chemie schmeckte. Der erste Abend war um einiges unterhaltsamer, da die Band auch sehr lustig war und die Sängerin sehr gut. Man sollte unbedingt die griechischen Tänze mittanzen, das macht echt Spaß und Freude. Animation gibt es sonst keine. Daher solte man das im Vorfeld beachten, wenn man eher unterhalten werden möchte.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2014 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Veronika |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 4 |

