Das HIBD ist ein Stadthotel mit drei Wohnetagen über dem Erdgeschoss plus eine Etage für Healthclub-Einrichtungen. Die Lobby empfängt einen mit viel Marmor, Ledersitzgruppen und Kronleuchter - eher gediegen als modern/stylish, aber uns hat es gefallen. Wir hatten bereits im vergangenen Oktober gebucht und waren über die letzten Kritiken so erschrocken, dass wir eine Umbuchung überlegt haben – zum Glück haben wir dies nicht getan und sind super zufrieden wieder zurückgekehrt. Die Gäste kommen aus Deutschland, Russland , Indien; es wurde auch spanisch gesprochen Die Liste dessen, was man anschauen kann, ist lang; wir waren sehr angetan vom Viertel Dubai Marina. Eine 1-Stunden-Schiffsfahrt durch die Marina hinaus auf das Meer und wieder zurück vermittelt einen tollen Eindruck und erfrischt gleichzeitig. Interessant ist es auch, in einem der Cafes am „The Walk“ den vorbeirollenden Luxusautos zuzuschauen und das Flanieren der Reichen und Schönen („normale“ Leute gibt’s natürlich auch) zu verfolgen. Zum Wetter: In der ersten Märzwoche hatten ca. 28-30°C, ab und an leichten Wind, Wassertemperaturen geschätzt 23°C; eine perfekte Auszeit vom endlosen Winter.
Es gibt Zimmer sowohl zum Innenhof als auch mit Blick zur Straße; unseres lag (mit Blick auf das Hotel betrachtet) seitlich zur linken Nebenstraße. Das Problem mit dem Discolärm betrifft vor allem Zimmer, die auf der hinteren rechten Seite des Hotels mit Blick zum Innenhof, dazu in den beiden unteren Etagen liegen. Ich bin superempfindlich gegen nächtlichen Krach und habe selten so wunderbar in einem Hotel geschlafen. Zwei getrennte wunderbar bequeme Queensize-Betten, schwere Vorhänge, Sitzgruppe, ausreichend Stauraum, Flachbildfernseher, sowie Teppichboden in einem ziemlich großen Raum machen die Zimmer sehr wohnlich. Tee oder Kaffee kann man sich selber bereiten. Das Bad war o.k., allerdings reicht die Duschabtrennung nicht weit genug, sodass man leicht den Boden vollplanscht. An deutschen Sendern gibt es ZDF und manchmal auch RTL II; angesichts der drei Stunden Zeitverschiebung landet man aber eh nicht beim gewohnten Programm. Der Stecker der Schreibtischlampe ist der einzige, der mit unseren kompatibel ist (für den mitgebrachten Fön nützlich) Die Zimmerreinigung war absolut in Ordnung – alles o.k.
Wir hatten Halbpension gebucht. Der Speiseraum befindet sich im Innenhof und hat uns optisch sehr gut gefallen. Es gab immer freie Plätze, leider sind die Stühle sehr tief, so dass es für kleinere Leute etwas ungewohnt ist. Das Buffet bietet frisch gemachte Omeletts, Brot, Kuchen, mehrere Marmeladen, Müsli, Joghurt/Quark, Obst frisch und aus Konserve, Käse, eine Sorte Wurst, Oliven, Gemüsestücke sowie zusätzlich Rührei, kleine Würstchen, Grilltomaten, manchmal Kartoffelstückchen, Pfannkuchen oder indisch angehauchte Dinge. Der Kaffee ist der beste, den ich in einem Hotel je hatte (liebe RIU-Hotel-Köche, vielleicht sollten Sie mal die Sorte erfragen!) Wir können die Aussagen über mangelnde Auswahl und Unsauberkeit hier überhaupt nicht nachvollziehen. Zum Abendessen gibt es verschiedene Salate, kalte Vorspeisen, Dips und Soßen, die ein bisschen libanesisch angehaucht waren (wir mögen es, andere vielleicht nicht so). Die Hauptgerichte waren überwiegend nicht so der Bringer; es ist jedoch auch schwer, den sehr unterschiedlichen Herkunftsländern der Gäste geschmacklich gerecht zu werden. Da die Essenzeit sich über vier Stunden(18.30-22.30 Uhr) erstreckt und anscheinend nur wenige ihr Abendessen dort einnahmen, werden die Speisen beim Herumstehen nicht besser. Wir haben manchmal fast allein im Speisesaal gesessen. Man findet aber immer etwas, dass einem schmeckt und kann beim superleckeren Dessertbüfett dann zuschlagen. Donnerstags wird das Dinner in Form eines Grillbüfetts auf die Dachterrasse verlegt. Das Essen ist qualitativ okay, aber nicht überwältigend, dafür sitzt man in der warmen Abendluft dort sehr schön. Verbesserungswürdig ist der Service: Während die Kellner zum Frühstück nett und mit etwas freundlicher Ansprache auch hilfsbereit sind, hat es das Team zum Grillabend über eine Stunde nicht fertig bekommen, Getränkebestellungen aufzunehmen - völlig desorganisiert, schade. Wenn man nach einem langen Sightseeing-Tag nicht mehr unbedingt Lust hat, abends auszugehen, macht man angesichts des geringen Mehrpreises für die Halbpension nichts falsch, diese mitzubuchen. Wer allerdings von einer Kreuzfahrt kommend hier noch Zeit verbringt, bringt beim Vergleichen auch einen Maßstab mit, der in einer anderen Liga spielt.
Im Hotel gibt es einen kleinen Shop für Andenken, Postkarten usw, einen Pub (waren wir nicht drin) und die in anderen Bewertungen mehrfach negativ aufgefallene Disco. Der Concierge verwaltet die Liste für die Teilnahme am täglichen Strandshuttle:10.00 und11.00 Uhr zum Jumeihrah Beach Club bzw. montags, wenn dort kein Eintritt für Männer ist, zum Jumeirah Open Beach. Den Beach-Club können wir wärmstens empfehlen – sehr sauber, schön angelegt, Eintritt 5 Dirham, Schirm 10, Liege mit Schirm 20, bewacht. Außerdem gibt es einen Shuttle zur Dubai Outlet Mall (keine Ahnung, wo das ist). Postkarten leitet der Concierge ebenfalls weiter. Ein junger Mann erkundigte sich täglich freundlich, ob man etwas zur Wäscherei geben wollte – haben wir nicht genutzt. Mit der allgemeinen Freundlichkeit waren wir zufrieden. Ohne Englischkenntnisse ist man allerdings hilflos.
Das HIBD liegt etwas zurückgesetzt von der Straße, die in ca. 10 Minuten Fußweg bis an den Creek führt. Hält man sich von diesem Punkt an links, gelangt man bequem in die Bastakiah, die Souks auf der Bur Dubai-Seite und zur Anlegestation der Abras. In weniger als 5 Minuten kommt man zur Metrostation Burjuman, wo sich beide Linien kreuzen, so dass man sehr flexibel bei seiner Zielwahl ist. Das Burjuman-Shopping-Center liegt der Metrostation genau gegenüber. Vor dem Hotel lag bisher anscheinend eine Art Brache, die jetzt zumindest auf der einen Seite bebaut wird. Wir hatten deshalb große Bedenken, haben aber die Baustelle mit ihrem Arbeitsbeginn gegen 08.00 Uhr und nächtlicher Ruhe überhaupt nicht störend wahrgenommen. Für uns war die fußläufige Entfernung zu den genannten Punkten das wichtigste Kriterium unserer Wahl.
Beliebte Aktivitäten
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Auf dem Dach befindet sich ein kleiner Pool, Liegen, Schirme sowie eine Bar mit Sitzgelegenheiten. Ausblick hat man leider keinen tollen wegen der umlaufenden Brüstungen, aber es sitzt sich abends dort ganz gemütlich. Auch hier lief leider nicht alles ganz rund: Von der ausliegenden Cocktailkarte war höchstens die Hälfte bestellbar, da Zutaten fehlten (nicht nur einen Abend, sondern während unseres ganzen Aufenthaltes). Dem netten Barkeeper war´s auch ziemlich peinlich. Man kann im Obergeschoss Massagen buchen und angeblich gibt es auch Sauna und Fitnessraum – haben wir nicht angeschaut.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im März 2013 |
| Reisegrund: | Stadt |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Rolf |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 46 |

