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Frank (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Juli 2006 • 2 Wochen • Strand
Abzüge in der B-Note
4,4 / 6

Allgemein

Das „Lanzarote Gardens“ gehört zu der in Spanien vor allem auf den Kanaren und in Barcelona stark vertretenen H 10-Gruppe und verfügt über drei Sterne. Die Anlage besteht aus mehreren zweistöckigen Gebäuden mit insgesamt 242 Appartements sowie einigen Bungalows. Das Alter ist schwer zu schätzen, die Anlage ist aber sauber und macht einen sehr ordentlichen Eindruck. Maler waren während unseres Aufenthaltes auch am Werk, man achtet also seitens der Direktion darauf, dass regelmäßig renoviert wird. Gebucht werden kann nur Halbpension (Frühstück und Abendessen). Im Hotel waren zahlreiche Nationen vertreten, meist Deutsche, Briten und Spanier, aber auch Niederländer, Franzosen, Schweizer und Österreicher. Familie mit Kindern sind die Zielgruppe und waren daher schwerpunktmäßig anwesend. Achtung: Die Anlage ist ein Nichtraucher-Hotel, d.h. es darf nur draußen geraucht werden, nicht einmal in der Bar ist dies gestattet. Hierauf wird in keinem Prospekt hingewiesen! Lanzarote bietet zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten, wobei die sog. Feuerberge und die Höhlenkomplexe Jameos del Aqua und Cuevas de Los Verdes sehr sehenswert sind. Das lebhafte Puerto del Carmen lädt zum Bummeln ein, dort erstreckt sich über mehrere Kilometer ein Lokal neben dem anderen. Außerdem hat dort ein sehenswertes Shopping-Center eröffnet, wo man preiswert einkaufen kann. Bei Playa Blanca findet man die Papagayo Strände „Playa de las Coloradas“ und „Playa Mujeres“ mit kristallklarem, ruhigem Wasser. Die Anfahrt ist aber sehr schwierig, da es kaum befestigte Wege dorthin gibt. Getrost sparen kann man sich den sonntäglichen Markt in Teguise. Bei unserem ersten Lanzarote-Urlaub 1993 war das noch ein lohnenswertes Ausflugsziel, jetzt wird dort nur noch Ramsch in Form von billigen Shirts und kitschigen Badehandtüchern angeboten; außerdem nerven die Afrikaner mit ihren gefälschten Uhren, Sonnenbrillen und Skulpturen aus „Echt Ebenholz“, die schon mein ersten Anfassen schwarz abfärben. Ein Leihwagen rentiert sich für Lanzarote in jedem Falle, da die geführten Ausflüge viel zu teuer sind. Wir können direkt gegenüber vom Hotel den Anbieter „Direct Car“ empfehlen. Für zwei Tage haben wir einen Fiat Panda mit Klimaanlage, Servolenkung, CD-Player und elektrischen Fensterhebern gemietet und EUR 30,- pro Tag bezahlt incl. Vollkaskoversicherung ohne SB. Es gibt zwar auch preiswertere Anbieter, die aber keine Vollkaskoversicherung beinhalten. Benzin ist auf den Kanaren günstig. Insgesamt hat uns der Urlaub schon gefallen, wobei wir die Costa Teguise als schönsten Flecken auf der Insel empfinden, gerade wenn man Urlaub mit Kindern macht. Puerto del Carmen ist eher etwas für Nachtschwärmer, Playa Blanca hat uns nicht gefallen. Das „H 10 Lanzarote Gardens“ ist mit den o.g. Einschränkungen ebenfalls zu empfehlen, wenngleich wir das nächste Mal wieder eine AI-Anlage buchen werden; die Nebenkosten sind bei Halbpension einfach zu heftig, gerade wenn man Kinder hat, die ständig Durst haben oder ein Eis möchten. Abschließend noch ein Tipp: Da es an der Costa Teguise durchaus sehr windig werden kann, sollte man Bademäntel für die Kinder mitnehmen, die nach dem Pool angezogen werden können.


Zimmer
  • Gut
  • Bei der Buchung der Zimmer ist darauf zu achten, dass man ein renoviertes Zimmer mit Pool-Blick ordert. Ging bei unserem Veranstalter (IST) und hat auch geklappt. Anderenfalls erhält man eines der älteren Zimmer, die Teppichboden aufweisen, was sicherlich nicht so toll ist. Unser Zimmer war sehr schön und verfügte über ein Tageslichtbad mit Duschwanne und Bidet, eine Kitchenette mit Kühlschrank, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Herd incl. Backofen und dem üblichen Geschirr. Dazu ein Wohn-/Essbereich mit Ausziehcouch (hier haben die Kinder geschlafen) und einem separaten Schlafzimmer mit Deckenventilator. Der Balkon war groß und bot einen schönen Blick über die Anlage, besonders abends, wenn alles illuminiert ist und die Pools durch Unterwasserscheinwerfer angestrahlt werden. Dort befand sich ein Tisch mit vier Stühlen und ein Wäscheständer. Ein TV-Gerät war auch vorhanden, haben wir aber nicht einmal genutzt, da dies im Urlaub nicht sein muss. Es werden insoweit zahlreiche deutsche, britische und spanische Sender angeboten. Im Zimmer ist auch ein gebührenpflichtiger Safe. Das Zimmer war insgesamt absolut top, wir haben im Süden noch nie so angenehm gewohnt. Dies liegt auch am angenehmen Klima, da durch ständigen Wind die Nächte angenehm kühl sind und man prima schlafen kann.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Frühstück (7.30 bis 10.30 Uhr) und Abendessen (18.30 bis 21.30 Uhr) wird im Speisesaal eingenommen, der etwa 300 Personen fasst und uns sehr gut gefallen hat. Es ist immer ordentlich eingedeckt (Stofftischdecken), man findet auch in der Regel einen Platz. Dies liegt daran, dass die spanischen Gäste selten vor 21.00 Uhr zu abend essen und sich daher die Gästeschar ganz gut verteilt. Das Essen wird in Buffetform angeboten, wobei es ein separates Kinderbuffet gibt, das auch über Kindertische verfügt. Insgesamt ist das Angebot der Speisen als durchschnittlich zu bezeichnen, wir haben im Süden schon schlechter - aber auch schon besser - gegessen. Das Frühstück bietet Kaffee aus dem Automat (der Milchkaffee ist recht gut), Tee, Kakao, Säfte (Orangen-, Ananas-, Multivitamin- und Tomatensaft) und stilles Wasser, frische Pfannkuchen mit diversen Sirups, Cornflakes, Joghurt, Früchte, Rohkost, hartgekochte Eier sowie Spiegel- und Rührei, Wurst und Käse, Honig, Marmeladen incl. Nuss-Nougat-Creme. Dazu für die britische Fraktion immer gebackene Bohnen, Speck und Würstchen, außerdem bereits zum Frühstück Pommes Frites (!). Die Brötchen sind gut, es gibt auch Brot, Toaster stehen zur Verfügung. Insgesamt war das Frühstück lecker, wenngleich irgendwann ein bisschen eintönig. Trotzdem: Der Morgen begann an sich immer ganz gut. Mittagessen kann man gegen Zahlung von EUR 9,00 (bzw. EUR 4,50 für Kinder) ebenfalls im Speisesaal einnehmen, hat aber nie irgendjemand in Anspruch genommen. Stattdessen sah man hin und wieder Gäste an der Poolbar eine Pizza oder eine Hot Dog essen, auch Pommes Frites gibt es dort (alles natürlich gegen Bezahlung). Das Abendessen war im Allgemeinen lecker, meist dann, wenn Hähnchen- oder Putenbrust frisch gegrillt wurde; leider gab es aber auch Tage, da war das Angebot doch sehr gewöhnungsbedürftig (Kalbsröllchen, zäh wie Leder oder Kohlsuppe als Vorspeise). Die „Schnitzelfraktion“ sei jedenfalls gewarnt, für den gutbürgerlichen deutschen Gaumen wird im „Lanzarote Gardens“ nichts angeboten, es sei denn, man isst täglich Pommes mit Ketchup. Manche Gäste dieser Kategorie griffen dann auf das Kinderbuffet zurück und aßen Fischstäbchen mit Erbsen und Kartoffelpüree - nun ja. Pommes Frites als Beilage waren obligatorisch, dazu immer Nudeln mit zwei Saucen, die auch nur selten variierten. Es gab außerdem täglich kanarische Kartoffeln mit Mojo Verde und Mojo Rojo und natürlich ein Salatbuffet. Zweimal wurde asiatisch gekocht, auch nicht eben der Bringer, wenngleich es sogar Sushi gab. Sehr lecker war das Nachspeisenbuffet mit vier Sorten Eis, Cremes und Törtchen. Ingesamt ist das Essen also nicht uneingeschränkt zu empfehlen, aber wie so oft letztlich Geschmacksache. Zu trinken muss man sich etwas bestellen und am Ausgang des Speisesaals dann zahlen oder auf´s Zimmer schreiben lassen. Vorsicht beim Bier: Nach dem Zapfen sieht das alles noch sehr appetitlich aus, spätestens wenn das Glas am Tisch ankommt, ist jedoch kein Schaum mehr im Glas. Ich dache zunächst, ich erhalte eine Apfelsaftschorle … Da müsste dringend mal der Druck justiert werden. Die Biersorten wechseln m.E., ich hatte das Gefühl, dass manchmal „Mahou“ (brrrr!), manchmal „San Miguel“ ausgeschenkt wird. Ein großes Bier (0,5 l) kostet EUR 2,90, ein kleines Bier (0,4 l) schlägt mit EUR 2,30 zu Buche. Der halbe Liter Mineralwasser (still oder mit Kohlensäure) ist für EUR 1,90 recht preiswert, ein Fläschchen Cola, Fanta oder Sprite kostet EUR 2,-. Es wird außerdem eine umfangreiche Weinkarte vorgehalten, eine Flasche gab es bereits ab EUR 9,-. Nach dem Abendessen kann man sich an die Poolbar (sehr nett) setzen, dort ist von 19.00 bis 20.00 Uhr Happy-Hour (pay 1, get 2). Oder man geht in die sog. Piano-Bar nach drinnen, die recht groß ist, da dort die Shows stattfinden. Dort wird aber bei Long-Drinks ganz schön hingelangt. Ich bestellte z.B. einen Cuba Libre und erhielt einen Bacardi für EUR 3,40 und ein Fläschchen Cola für EUR 2,00 - macht stolze EUR 5,40 für ein Getränk. Cocktails gab es in beiden Bars, die sehr nett mit brennenden Wunderkerzen serviert wurden und sich preislich zwischen EUR 4,50 und EUR 6,00 bewegten.


    Service
  • Gut
  • Sämtliche Mitarbeiter des Hotels sind sehr freundlich und bemüht, insbesondere an der Rezeption, wo deutsch gesprochen wird. Ansonsten kommt man mit Englisch weiter, außerdem dürften die gängigsten spanischen Wörter (aqua con gas, cerveza, helados etc.) auch kein Problem sein. Sehr nett war Gina an der Poolbar, wenn sie Dienst hatte, lief es super. Die Zimmer wurden - bis auf einen Tag, wohl ein Versehen - täglich gereinigt, wobei man es selbst in der Hand hat, wann man frische Handtücher möchte (entweder aufhängen oder in die Badewanne legen). Bei Problemen oder Wünschen kann man sich immer an die sehr hilfsbereite Rezeption wenden, die auch den Check-in sehr schnell und freundlich erledigt. In der Anlage befinden sich einige Internet-Terminals (keine Ahnung, was das kostet, waren aber oft belegt) sowie Münzwaschmaschinen (waren defekt). Im Hotel selbst liegen zahlreiche Prospekte von Anbietern aus, die Inselrundfahrten und Ausflüge anbieten, man kann aber auch an der Rezeption oder bei der Reiseleitung fragen. Da wir bereits das vierte Mal auf Lanzarote waren und daher wissen, was sehenswert ist und was nicht, haben wir allerdings von diesem Angebot keinen Gebrauch gemacht.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Die Transferzeit vom Flughafen betrug etwa 20 Minuten, Lanzarote ist eine kleine, aber feine Insel. Man kann an sich mit dem PKW an einem Tag die komplette Insel abklappern. Das „Lanzarote Gardens“ liegt direkt am „Playa des las Cucharas“, nur etwa 200 m vom Strand entfernt. Man überquert eine Straße und läuft dann keine Minute zur Strandpromenade, die Lage ist also ideal. Direkt neben dem Hotel liegt eine „Euroklinik“ sowie eine Apotheke, die medizinische Versorgung ist demgemäß sichergestellt. In der Nachbarschaft des Hotels findet sich ein Lokal mit Livemusik, die man abends von unserem Zimmer aus auch sehr deutlich hören konnte - gestört hat es uns aber nicht. Direkt gegenüber vom Hotel befindet sich ein Einkaufszentrum mit Supermarkt, Autovermietungen, zahlreichen Läden sowie einigen netten Lokalen, die aber sehr auf britische Gäste abgestimmt sind. In einiger Entfernung liegen weitere Lokale, darunter zwei sehr empfehlenswerte Restaurants der auf Lanzarote ansässigen Kette „Lanis“ (italienische bzw. mexikanische Küche) sowie die originelle Cocktailbar „Hook“. Eine Bushaltestelle ist direkt vor dem Hotel, hier kann man mit dem Linienbus in die Hauptstadt Arrecife oder ins lebhafte Puerto del Carmen fahren. Geldautomaten sind in der Nähe, auch in der Lobby des Hotels steht ein sog. „Telebanco“.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    An sportlichen Aktivitäten wird vor allem Wasserball, Fussball und Basketball angeboten, dazu Gymnastik - auch im Pool - sowie Darts, Shuffleboard und Boulé. „Schnuppertauchen“ im Pool ist möglich. In der Anlage stehen mehrere Billard-Tische, ein Kicker sowie eine Tischtennisplatte. Der Poolbereich ist großzügig uns sehr schön mit einem Wasserfall und einer Brücke angelegt, es gibt auch einen Schwimmerbereich. Eine Badeaufsicht ist vorhanden. Liegen waren immer ausreichend vorhanden, Auflagen kosten EUR 1,- pro Tag. Das Animationsteam ist dezent, nervt nicht und ist international zusammengewürfelt, wobei die einzige Deutsche (Julia) den Babyclub betreut und ansonsten nicht in Erscheinung tritt. Die Chef-Animateurin Sara ist Spanierin und spricht nur spanisch und englisch - und das schneller als der Schall. Ich habe nie etwas von ihren Moderationen verstanden. Den Mini-Club leiten eine Österreicherin (Katrin) und eine Niederländerin (Carmen), die sehr nett sind und beide deutsch sprechen. Die Jungs sind aus Spanien, Portugal, den Niederlanden und Belgien und sprechen nur zum Teil deutsch. Ist dann ein Problem, wenn sie Dienst im Mini-Club schieben, da deutsche Kinder natürlich kein englisch können. Der Mini-Club bzw. die dort angebotenen Aktivitäten sprühten leider nicht immer vor Kreativität, immer nur Ausmalen und Papierfliegerfalten ist selbst Kindergarten-Kindern auf Dauer zu öde. Lustig dagegen waren die Piraten- und die Olympischen Spiele. Problematisch ist, das man zwar die Kinder auf einer Liste eintragen muss, diese aber selbständig den Mini-Club verlassen können. Wir staunten nicht schlecht, als wir unsere Kinder plötzlich im Pool sahen, obwohl wir dachten, die seien im Mini-Club. Da müsste man schon etwas mehr darauf achten. Für die Kinder gibt es außerdem zwei Spielplätze incl. Bällchen-Bad, die sehr ordentlich und daher auch oft belagert waren. Die Abendshows werden ebenfalls vom Animationsteam gestaltet und schwankten auch von der Qualität her. Absolut genial war „König der Löwen“ mit Wahnsinnskostümen, wobei zahlreiche Kinder - ebenfalls in Kostümen - hierbei mitmachen durften. Toll auch „Starlight Express“ auf In-Linern (!), eher langweilig dagegen „Cats“ und „Die Schöne und das Biest“. Es gab außerdem einen Quizabend, einmal trat ein Alleinunterhalter auf, einmal eine Artistentruppe. Wir haben uns nicht alles angesehen, ich denke schon, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Die Shows finden drinnen in der Bar statt, wobei vorher von 20.00 bis 21.00 Uhr Minidisco ist (täglich). Zwei Animateure in Clownskostümen spulen dann mit den Kindern das übliche Repertoire von „Musicman“ bis „Head, shoulders, knee and toes“ ab, was man eben so von Minidiscos im Süden kennt. Nach den Shows geht es in der Poolbar weiter mit Bingo oder Darts. Deadline ist um 0.00 Uhr, danach ist Schluss, da die Nachtruhe in der Anlage von 0.00 bis 10.00 Uhr streng eingehalten wird. Nightlife findet dort also keines statt, ist eben ein auf Familien ausgerichtetes Hotel.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Juli 2006
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Frank
    Alter:41-45
    Bewertungen:21