Mit seinen 290 Zimmern bzw. Appartments ein recht großes Hotel mit unterschiedlichen Gästen. Das Hotel selbst ist schon sehr in die Jahre gekommen und deshalb haben wir auch in unserem Appartment schon die ersten Mängel vorgefunden (Schimmel an den Wänden, Rost am Badewannenrand, abgeplatzter Putz im Schlafzimmer). Die meist zweistöckigen Bungalows waren zu unserem Besuchszeitraum weitgehend belegt mit überwiegend Spanier. Aber auch Deutsche und Engländer hielten sich dort auf. Zur Sauberkeit können wir nur sagen, dass wir für ein 4 Sterne-Hotel besseres gewöhnt sind. Wenn einem beim Abendessen schon jemand vom Personal mit einer Insektenvernichtungsspraydose im Speisesaal begegnet, nur um den dort laufenden Kakerlaken Herr zu werden, dann haben wir schon gegessen. Das Essen war einigermaßen genießbar, aber nur, weil sich im Hotel auch ein chinesischer Koch befand, der dann abends seine Gerichte frisch zubereitete, sodass wir das noch relativ gut ertragen haben. Die Sauberkeit im gesamten Hotel ließ meistens zu wünschen übrig. Das kam aber auch überwiegend dadurch, dass tagsüber die Getränke meistens in Plastikbechern ausgegeben wurden, die dann mit samt ihren Resten durch z.B. die Poolbar flogen. Einige Leute haben es einfach nicht verstanden, dass es auch Abfalleimer gibt, in denen man dann seinen Müll entsorgen kann. Das Hotel ist unserer Meinung nach auch für Behinderte geeignet, da sehr viele Wege mit Rampen angelegt wurden. Dazu können wir keine Angaben machen. Nur soviel: Die Erreichbarkeit per Handy war ok, meistens war die Empfangsqualität besser als an manchen Stellen hier in Deutschland.
Die Größe unseres Appartments (Nr. 501) war in Ordnung, nur der Zustand war das allerletzte für ein nach deutschen Standard mit 4 Sternen bewertetes Hotel. Es gab keine Klimaanlage. Man konnte die Fenster nachts nicht öffnen, da man sonst irgendwelches Getier im Wohnraum hatte. Dann lag unser Appartment am Hintereingang der Küche, sodass uns ständig irgendwelche Gerüche unter die Nase kamen. Dann war es in den ersten drei Tagen recht windig, sodass dann auch schon mal leere Kartons aus der Küche auf unserer Terrasse lagen oder die Schalen von geschälten Zwiebeln in unseren Räumlichkeiten umherflogen. Wir hatten das Gefühl, dass wir eine Unterkunft bekommen haben, die einer letzten Stube galt, so nach dem Motto: "Die sind ja nur zu zweit und bleiben eh nur 6 Tage!"
Es gibt dort "zwei" Restaurants. Einmal den Hauptspeisesaal und den Speisesaal, in dem der Chinese abends seine Spezialitäten präsentierte. Der Speisesaal des Chinesen wurde aber beim Frühstück und Mittagessen zum Hauptspeisesaal mitbenutzt, weil ansonsten die Menge der Gäste keinen Platz zur Nahrungszufuhr gefunden hätten. Wie schon anfangs erwähnt, ließ die Sauberkeit im Speisesaal zu wünschen übrig. Die meisten Stühle (sie waren mit Stoff bezogen) waren verschmiert von irgendwelchen Getränke- oder Speiseresten. Die meisten des Servicepersonals waren so ruhig, dass man sie gar nicht bemerkt hätte, wenn sie nicht die Teller vor einem abgeräumt hätten. Die Abwechslung der Speisen war in den 6 erlebten Tagen, die wir dort verbracht haben, einigermaßen annehmbar. Die Beilagen glichen sich fast jeden Tag, nur das Fleisch wechselte fast täglich. Auch gab es zwischendurch mal gebratenen Fisch. Das nicht gerade angenehmste, was wir fanden, war die Tatsache, dass es beim Abendessen noch nicht einmal Gläser gab, aus denen man dann genüsslich sein Bier zum Essen trinken konnte. Es wurden nur Hartplastikbecher bereitgestellt, die dann noch sehr dickwandig waren. Am angenehmsten fanden wir die Atmosphäre in der Lobbybar, weil es dort die Getränke in vernünftigen Behältnissen gab. Wenn wir was zum Preisvergleich sagen möchten, dann ist es das, dass wir es eine nicht gerade feine Art fanden, uns für diese 6 Tage AI sage und schreibe 650 Euro pro Person abzuknöpfen.
Weitgehend war das Personal freundlich, aber es gab auch welche, die den Mund für einen Gruß nicht aufbekamen. Der deutschen Sprache mächtig waren nicht die meisten. Wir haben nur zwei Angestellte aus der Lobbybar erlebt, die auch relativ gut Deutsch sprachen und uns gut verstanden. An der Rezeption hatten wir den Eindruck, dass deutsche Urlauber dort nicht unbedingt willkommen sind. Vielleicht haben andere etwas bessere Erfahrungen dort gemacht, aber wir nicht wirklich.
Zum Strand und zur Ortsmitte von Playa Blanca waren es mindestens 2 Kilometer. In der direkten Nachbarschaft wurde gerade eine neue Anlage gebaut und ansonsten gabe es dort nicht viel zu sehen. Es gab zwar einen kleinen Supermarkt direkt in der Anlage, aber dort bekam man auch nur das nötigste. Eine deutsche Zeitung erhielt man dort z.B. nicht. Die Transferzeit zum Flughafen betrug ca. 30 Minuten. Ein Taxi vom Ort zum Hotel kostete 2,60 Euro
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Zum Sport- und Freizeitangebot können wir nicht wirklich viel sagen, da wir uns daran nicht beteiligt haben. Nur soviel: Es gab viel zu wenig Liegen am Pool für die Anzahl der Gäste, dann war es mit der Sauberkeit auch nicht gerade zum Besten und der Chef-Animateure hatte an dem einen Tag (an dem wir dann mal versucht haben, unsere Ruhe finden) nichts besseres zu tun, als 2 Stunden lang bei voller Lautstärke seine Boxen auszuprobieren, sodass man sich noch nicht einmal unterhalten konnte. Wir haben uns dann dazu entschlossen, nicht einen einzigen weiteren Tag am Pool zu verbringen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im August 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Claudia |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 7 |


