Seit nunmehr knapp sechs Monaten geöffnet ist das Kameha auf der rheinisch falschen Seite sicher das nunmehr standards-setzende Tophotel in Bonn. Zwei Dinge, das sei direkt zu Beginn gesagt, begeistern dabei besonders: Das Design und der Service. Die anderen Parameter waren nicht so überlegen, dass ich sie nicht in einem anderen Hotel zumindest so, oder besser gefunden hätte. Aber das Design ist ja auch eine Qualität, bei der man sich erst einmal beweisen muss und das ist gelungen. Schon von der Rheinbrücke aus sieht der Hotelbau eher, wie ein Hangar für Kleinflugzeuge aus, als wie ein Tophotel. Zur Gästestruktur ist folgendes zu sagen: Am Wochenende wird Bonn immer mehr von Touristen besucht, dies liegt an der Museumsmeile, den Kunstdarbietungen und der Romantik allgemein, nicht zuletzt ist die Loreley nicht weit. Unter der Woche aber haben Geschäftsreisende das Sagen und gutsituierte Mittelständler, die Waren oder Dienstleistungen an die Topunternehmen aus Bonn (Telekommunikation, Logistik, Solartechnik, Convenience Food) verhökern wollen, die finden im Kameha ein kurzes zu Hause. Für die ortsansässigen Unternehmen hält die compliance-getriebene Travelpolicy mittlerweile andere Bleiben vor. Betritt man das Hotel fallen zunächst die Xmas-Bells am Eingang auf und betritt man die Lobby ist man erst einmal verwirrt, aber dazu später. Ein Aufenthalt ist ein Erlebnis - seien es die schweingetragenen Tische in der Lobby, oder der eventbereite Schachbrettinnenhof. Dazu die geniale Lage am Rhein, hier kann sich Gast wohlfühlen. Try it.
Hawaiianisch durchgestylt. Die Hotelgänge sind tiefrot und mit Blumenmuster versehen. Das Zimmer selber ist anders (vergleichbar mit dem Radisson Blu in Leipzig) als andere Zimmer. Der Badbereich ist faszinierend gross und beinhaltet zwei Waschbecken, einen abgetrennten Dusch- und Badbereich und ein WC - nach dem Eingang auf der rechten Seite. Geradeaus geht es ins Zimmer und man läuft auf einen Stehtisch mit zwei Hochstühlen zu. Rechts das Bett mit einem Sofa am Fussende. Der Teppich und der Vorhang sind streng im kamehanisch-hawaiianischen Stil gehalten, kann gut sein, dass dieses Muster einem Gast nach dem dritten Aufenthalt auf den Keks geht. Manko: Die Betten sind sehr hart und das meinten auch einige Bekannte, die im Hotel schliefen. Etwas Merkwürdig fand ich den ganzen Alkohol, der in eingelassenen verglasten Spiegeln an der Wand auf Verzehr wartet.
Kann das Frühstück beurteilen: Kleine Auswahl, aber immer nachgestufft. Eierstation ist besetzt, da kann man die Eier nach Wahl bestellen. Wirklich beeindruckend war für mich der frische O-Saft im Dekantierer. Ansonsten war das Frühstück O.K., aber Standard.
Meine Reservierung fehlte, warum auch immer. Kurzer Zwischenstop und dann stand mein Upgrade. Aber nicht dies stand für den Service, ich fühlte mich immer respektvoll behandelt. Die Leute im Hotel sind das grösste Plus des Ladens dort.
Lage eher gut, da am Rhein. Eher schlecht, da ausserhalb aller fussläufigen Bonner Möglichkeiten - linke Rheinseite=falsche Rheinseite. Rheinaue ist über die Rheinbrücke, aber eben auch mindestens zwei Kilometer. Museumsmeile und Innenstadt sind zwischen fünf und zehn Kilometer entfernt. Der Weg zum Flughafen Köln/Bonn ist somit jedoch näher. In Bonn angekommen locken vielerlei Möglichkeiten, wie das Haus der deutschen Geschichte, Museum König oder der Rest der Meile.
Beliebte Aktivitäten
- Geschäftsreise
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 1-3 Tage im März 2010 |
| Reisegrund: | Arbeit |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stefan |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 375 |
Sehr geehrter Stefan, im Namen aller Mitarbeiter des Kameha Grand Bonn möchte ich mich für Ihre ausführliche Bewertung, insbesondere auch für Ihre sehr aussagekräftigen und gelungenen Bilder herzlich bedanken. Das Herz des Kameha Grand Bonn sind unsere Mitarbeiter, die sich täglich bemühen unseren Gäste mit Herzlichkeit, einem Lächeln und Professionalität einen unvergesslichen und einzigartigen Aufenthalt zu gestalten. Die von Ihnen benannten „X-Mas Bells“ haben wir mit Bedacht ausgewählt. Glocken waren eines der ersten Kommunikationsmittel, mit dem Menschen zusammen gerufen wurden, um Neuigkeiten zu verkünden. Auch wir möchten die Grandhotellerie in die Zukunft führen und Neues präsentieren - spektakuläres Design, außergewöhnliche Architektur und herzlichen Service. Die Grand Bar, die Sie ebenfalls ansprachen, ist dem Design nach offen, mit Spiegelwand gestaltet und bietet unseren Gästen eine moderne Bar mit allen Annehmlichkeiten (inklusive Alkohol) samt Hochtisch und Stühlen im Hotelzimmer an. Sehr geehrter Stefan, wir würden uns sehr freuen, Sie bald wieder im Kameha Grand Bonn begrüßen zu dürfen und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen an Ihrem neuen Lieblingsplatz am Rhein. Herzliche Grüße Hillevi Blut, Verkauf


