Das Hotel hat sechs Etagen und wirkt sauber. Von außen sieht es recht schäbig aus, von innen ganz ok, aber nichts besonderes. Wir haben All inclusive gebucht, es war aber kein reines All inclusive-Hotel, daher bekamen wir ein Armbändchen, das man nicht abnehmen konnte, ohne es zu zerstören. Als wir Anfang September anreisten waren die Gäste noch überwiegend junge Party-Urlauber, ein paar Tage später wechselte die Klientel dann zu Kegelclubs und Co (ca. 40-50-Jährige). Beide Gästegruppen machten viel Krach, was man durch die Hellhörigkeit des Hotels besonders mitbekam. Wir hatten Anfang September noch super Wetter, über 30 Grad. Zur Hochsaison ist es offenbar sehr laut, als wir dort waren, war schon fast die Zeit der Kegelclubs angebrochen. Feiern konnten wir am Besten im Bierkönig und der Mega-Arena.
Zimmer sind zweckmäßig, nichts besonderes, aber sauber. Es gibt einen Fernseher, Bad mit Dusche und Wanne, einen Safe, Telefon, Klimaanlage, Balkon. Betten wirken bequem, aber auf Dauer sind sie einem gesunden Rücken eher abträglich. Es gibt keine Minibar un keinen Kühlschrank.
Wir fanden das Essen am Buffet sehr lecker! Es gab immer eine große Auswahl und für jeden war etwas dabei. Leider gab es beim Frühstück keinen Honig und keinen Schoko-Aufstrich oder Ähnliches, dafür aber Käse, Wurst, teilweise warme Speisen wie Rührei etc.. Brot und Brötchen schmeckten nicht, aber oft gab es Croissants oder anderes süßes Gebäck. Es gab immer Quark und Cornflakes. Für Salate mittags und abends hätten wir uns neben Essig und Öl noch andere Dressings gewünscht. Besonders lecker fanden wir die Nudel-Soßen, den Tintenfisch, die Paella, das Gemüse und einige der Suppen.
Das Personal an der Rezeption ist freundlich, erklärt einem zum Beispiel den Weg zu Ausflugszielen etc. Das Personal an der Bar sorgt für eine weniger entspannte Atmosphäre. Man bekommt nur ein Getränk pro Person ausgehändigt, jeder muss sich selbst anstellen. Selbst als mein Partner in SIchtweite nur ca. 5 Meter entfernt saß und dem Kellner bestätigend zunickte, gab er mir sein Getränk nicht mit, sondern er musste sich selbst anstellen, um es zu holen. Die Regeln sind dort sehr streng und das Barpersonal versteht da auch gar keinen Spaß und kein Pardon. Als wir kurz vor 23 Uhr - also dem Ende der All-Inclusive-Zeit - jeder nochmal schnell unseren Becher leerten, um uns kurz vor Schluss noch ein letztes Getränk zu besorgen, wurden die Kellner gleich sehr unfreundlich und schimpften sogar. Ein Freund von uns leerte einmal seinen Becher gleich an der Bar, da er für das nächste Getränk ohnehin wieder hierher latschen müsste, und bestellte dann erneut ein Getränk. Zu diesem Zeitpunkt war er weder betrunken noch sorgte er sonst irgendwie für Unruhe und stand ganz allein an der Bar - von anderen Hotelgästen keine Spur. Der Kellner bekam einen Wutausbruch, schnauzte ihn lauthals an, er solle sich gefälligst nochmal hinten anstellen, obwohl sich die Schlange gerade erst in diesem Moment wieder bildete. Als er nicht gleich verstand, was der Kellner damit meint, kam er wutentbrannt um die Bar gelaufen, sodass jeder denken musste, er schlage ihn gleich zusammen, und jagte ihn mit wilden Gebärden erneut zum Schlangenende. Andere Hotelgäste beobachteten dies kopfschüttelnd. Der Aufenhalt an der Bar war also eher ungemütlich und man fühlte sich jederzeit beobachtet, ob man die Ressourcen des Hotels auch ja nicht zu sehr belaste. Zimmerreinigung war ok und Handtuchwechsel wurde täglich durchgeführt. ABER: Die Putzfrau machte es sich zur Gewohnheit, das Zimmer ohne Ankündigung oder Anklopfen in Sekundenschnelle zu stürmen. Hätte man dort gerade nackt im Zimmer gestanden oder Schlimmeres, wäre man dabei nicht allein geblieben. Privatsphäre gibt es in diesem Hotel nicht. Es gibt keine Möglichkeit zu signalisieren, dass man im Zimmer ungestört bleiben möchte oder das Zimmer von innen abzuschließen. Die Deutschkenntnisse des Personals waren schlecht, war uns aber egal, weil man sich immer irgendwie verständigen konnte.
Der Ausblick von unserem Zimmer und von der Sonnenterasse auf die umliegenden Gebäude, die ziemlich renovierungsbedürftig aussehen, war nicht gerade schön, daher hielten wir uns tagsüber lieber am Strand auf. Zum Strand geht man nur wenige Minuten, zum Party-Zentrum (Balneario 6) gingen wir gemütlichen Schrittes ca. 10-15 Minuten. Transferzeit vom Flughafen war ca. 1-1,5 Stunden, aber nur weil wir noch an zahlreichen anderen Hotels gehalten haben, ansonsten wäre es viel schneller gegangen (ca. 15 min Fahrtzeit). Es gibt Linienbusse, die nach Palma fahren. Tickets gibts beim Fahrer für kleines Geld. Donnerstags gibt es in S'Arenal einen WOchenmarkt, mit Kleidung, Andenken und Co. Den Weg erfährt man an der Rezeption.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt eine Tischtennisplatte, Billard, Kicker, Flipper-Automat, Swimmingpool (nichts besonderes) mit wenigen Liegen. In der Umgebung gibt es viele Geschäfte, auch zum Strand ist es nicht weit. Der Strand wird jeden Abend gesäubert, man kann Liegen und Sonnenschirme mieten, es gibt Duschen und an den einzelnen Balnearios auch Toiletten. Das Meerwasser ist schön klar und es gibt ein paar kleine Wellen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stefanie |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


