Das Jugend- und Familiengästehaus, das erst 2008 eröffnet wurde, bietet etwas, das in diesem Bereich einzigartig ist. Es ist direkt an das Erlebnishallenbad Veitsch angeschlossen und hat einen eigenen Hotelzugang. Die Rezeption ist von 7. 00 Uhr bis ca. 22. 00 Uhr. In diesem Bereich befinden sich Internetzugang und Playstation sowie viel verschiedenes Prospektmaterial und Postkarten, die zum Verkauf stehen. Die Bar, an der es Getränke und kleine Snacks gibt, schließt an die Rezeption an, einen Supermarkt erreicht man allerdings nach einer zweiminütigen Autofahrt. Es gibt zwei Speisesäle sowie traditionelle Gastronomie mit Produkten aus heimischer Landwirtschaft. Es gibt auch die Möglichkeit, sich bei der Theke Kaffee oder alkoholische Getränke zu bestellen und zwar zu einem sehr guten Preis. Mehr dazu unter „Gastronomie“. Weiters gibt es im Haus Seminarräume, einen Snoezelen-Raum, der aber nicht frei zugänglich ist, sondern der Eintritt an der Rezeption zu beantragen ist, einen versperrbaren Radstall mit Radverleih (auch BMX-Räder inkl. Helm), einem Kinderzimmer sowie einen Kinderspielplatz. Das Haus ist behindertengerecht eingerichtet und auf drei Stockwerke aufgebaut. Ein Lift bringt einen in jedes Stockwerk, doch wir haben immer die Stufen genommen, den Aufzug haben wir kein einziges Mal ausprobiert.
Das Haus verfügt über 139 Betten, die ganz unterschiedlich aufgeteilt sind. Es gibt Zweibettzimmer, Familienzimmer, Appartements und Pilgerzimmer. Wir haben in einem Appartement gewohnt, das hatte Zimmereinheiten und war mit mit 2 Zimmern, Vorraum und Dusche sowie getrenntem WC ausgestattet. Das spricht auch toll für Familien, weil die Kinder einen eigenen Bereich haben. Im Kinderzimmer gibt es ein Stockbett und einen eigenen Flachbild-TV. Außerdem einen runden Tisch und zwei Sessel. Handtücher werden zur Verfügung gestellt und auch ein Haarfön ist vorhanden, das ist nicht in allen JUFA-Häusern so. Sowohl das WC als auch das Badezimmer sind nicht übertrieben groß, aber ausreichend. Das Kinderzimmer ist etwas kleiner, aber ausreichend, das zweite Zimmer hingegen ist groß, ebenfalls mit TV, zwei Sesseln und einem Tisch ausgestattet. Hier könnte man problemlos auch noch ein Zusatzbett unterbringen. Es verfügt über zwei Betten, die man zu einem Ehebett zusammenschieben. Es gibt Kabelfernsehen mit vielen Sendern, welche genau weiß ich jetzt aber leider nicht. Wir wohnten bachseitig und hatten keinen Balkon. Die Zimmer, die auf die Anlage hinaus schauten, hatten jeweils einen Balkon. Die Wände der Zimmer sind nicht mehr nagelneu gestrichen und haben schon einige Abnützungserscheinungen, aber das hat nicht wirklich gestört, ist auch ganz logisch bei den vielen Kindergruppen, die da jährlich absteigen.
Wir haben Vollpension gebucht, da wir dachten, es wäre eine gute Idee. Rückblickend würde ich sagen, dass Halbpension auf alle Fälle auch gereicht hätte, im nächsten JUFA haben wir sogar nur Frühstück gebucht. Das Frühstück hier war wirklich einmalig und hatte für diesen Preis eine tolle Qualität. Es gab frisches Gebäck, Säfte, 5 verschiedene Cerealien, Wurst, Käse, Gemüse und weichgekochte Eier. Weiters gab es eine Toastmaschine, an der unsere Kids immer Schlange gestanden sind, gleich daneben befand sich das Nutella, ihr könnt euch vorstellen, dass wir da nicht lange schauen mussten, wo die Kinder sind. Außerdem gab es täglich frisches Obst und auch Obstsalat und Joghurt. Auch jegliche Art von Getränken war vorhanden, Kaffee, Kakao und eine ganze Teebar. Sowohl das Mittag- als auch das Abendessen bestanden aus Suppe, Hauptspeise, Salat und Nachspeise. Hier muss ich sagen, dass ich von anderen Häusern doch um einiges mehr gewohnt war und die Speisen sowohl von der Auswahl als auch vom Geschmack her nicht wirklich der Hammer waren. Wir konnten uns nehmen, soviel wir wollten, ein Limit gab es nicht. Positiv zu erwähnen sind die gratis Sirupsäfte, die den vorbereiteten Kannen zu entnehmen sind. Für Kinder ist das Optimal. Hierzu muss ich sagen, dass ein Jugend & Familiengästehaus kein Hotel ist, d. h. man muss auch einiges selber machen. Das Essen ist direkt vom Buffet zu holen - auch das Abendessen - und das Geschirr ist danach in einen Geschirrwagen zu räumen. Natürlich gibt es immer wieder Familien oder Gruppen, die das ignorieren, aber ich denke, dass spricht von Unhöflichkeit, denn es gibt einfach Regeln in so einer Unterkunft, dafür ist der Preis ja auch wirklich familienfreundlich.
Wie schon oft erwähnt, handelt es sich hier um ein Jugend- und Familiengästehaus. D. h. die Zimmer sind zweckmäßig ausgestattet, aber man sieht, dass sich hier oft Kinder aufhalten. Es gibt keinen exzellenten Service, die Betten sind meist selbst abzuziehen, oft sind Handtücher selbst mitzubringen (dieses Mal nicht) sowie Fön, Zahnputzbecher und Duschbad nicht vergessen, denn Gratisproben gibt es hier nicht. Weiters ist alles bezüglich Essen selbst zu holen, danach ist das Geschirr wegzuräumen und manchmal auch der Tisch zumindest abzuwischen (diesmal nicht). Die Rezeption ist nur zu bestimmten Zeit besetzt, 24-Stunden-Service sucht man hier vergebens. Dennoch ist das Service sehr gut, die Rezeptionisten, das Reinigungspersonal und die Restaurantfachkräfte sind freundlich und helfen gerne weiter. Von dieser Seite gibt es nichts zu bemängeln.
Das Gästehaus liegt in der Steiermark, mitten in der waldreichsten Region Österreich. Von Wien ist es nur eine Stunde entfernt und lockt daher auch aus dieser Region viele Besucher. Die nächst größere Stadt ist Mürzzuschlag. Veitsch liegt an der alten Pilgerroute genau zwischen Pöllau und Mariazell. Die Zufahrt erfolgt über die S 6, die Semmeringschnellstraße, Abfahrt ist Mitterdorf in Richtung Wartberg! Danach einfach den Wegweisern nach „Veitsch“ folgen. Rund um dieses Jugend- und Familiengästehaus gibt es mehrere andere dieser Art und zwar zwei im Mariazellerland, eines in Bruck/Weitental (wo wir in zwei Wochen hinfahren werden und ihr sicher wieder informiert werdet) und eines nennt sich „Schloss Sommerau“. Generell liegen die meisten der JUFA-Häusern in der Steiermark, wobei man sich jetzt bemüht, in allen Bundesländern vertreten zu sein.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Die Ausstattung hier ist ein großes Plus, obwohl z. B. St. Sebastian noch etwas mehr die Nase vorne hat. Fast alles ist inklusive und wir haben auch so ziemlich alles genutzt. Das wichtigste ist auf alle Fälle das Hallenbad und postiv zu erwähnen ist, dass die Wasserthemperatur im Hallenbad 30 C beträgt ! Es gibt eine große, 51 m lange, Wasserrutsche mit einem 10 %igen Gefälle, eine neue Sauna- und Wellnesslandschaft mit 4 Saunakabinen, Solarium und Massagemöglichkeit, ein Kleinkinderbecken, einen Spielbach und ein Kleinkinderbecken, Weiters verfügt die Anlage über einen Beach-Volleyballplatz, einen Fußballplatz, einigen Tennisplätzen, einem BMX-Bahn Fun Court für Inline Skater und Radfahren (Räder können ausgeborgt werden) und eine Kletterwand. Das Problem an dieser Kletterwand ist, dass es keinerlei Ausstattung dazu gibt, d. h. Gurte, Seile und alles weitere sind selbst mitzubringen und das steht leider nirgends geschrieben. Außerdem ist der Boden nicht mit Matten ausgelegt, daher kann man auch nicht ohne Sicherheit klettern. Also bitte: wenn ihr kletterbegeistert seid, bitte alles mitbringen, die Kletterhalle verfügt über Wände für die Schwierigkeitsstufen 4 bis 9 und sieht im Grunde sehr gut aus. Neben einem großen Kinderspielplatz und einer noch größeren Liegewiese sind auch zwei Tischtennisplätze zu finden. Schläger kann man sich nach Hinterlegung einer Kaution ausborgen. Indoor gibt es auch noch einen einen Tischtennistisch. Der steht in einem Raum, wo es auch noch einen Fußballwuzzler und einen Dartsscheibe gibt. Einen Stock höher gibt es dann auch noch einen Billard-Tisch, der mit Münzeneinwurf zu bedienen ist. Der Tisch ist gut instand, war aber immer von zahlreichen Kids umlagert, sodass wir hier nicht zum Spielen kamen. Das JUFA-Gästehaus bietet auch die Möglichkeit, gegen einen Preis von EUR 5,-- pro Gerät Fahrräder auszuborgen. Diese sind sehr gut instand und es gibt einen Fahrradweg, an dem man auch gut fahren kann. Ich empfehle euch aber, zu Beginn bergauf zu fahren und euch zum Schluss zum Gästehaus „hinunterrollen“ zu lassen. Umgekehrt ist es ein bisschen schwierig - vor allem, wenn plötzliche Regengüsse über einen herfallen - und da spreche ich aus eigener Erfahrung. Wanderwege gibt es natürlich rundum, doch die gehören jetzt nicht mehr wirklich zur hauseigenen Sportausstattung dazu.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1-3 Tage im Mai 2009 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Daniela |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 214 |


