Angeregt durch die zahlreichen positiven Beurteilungen bei Holidaycheck haben wir nach einem einwöchigen Aufenthalt im Hotel Baan Khao Lak Resort das Oriental gebucht. Während man dort Wohneinheiten unter tropischen Bäumen, einen ganztags von der Sonne beschienenen großzügigen Pool und Liegen direkt am Strand mit Blick auf das Meer vorfand, hatten wir es nun mit einer Anlage, eingekeilt zwischen einer Straße (Sackgasse) und einer hohen Mauer einerseits und dem beeindruckenden Nachbarhotel Bhandari (das übrigens dem gleichen indischen Eigentümer gehört) andererseits zu tun. Man hat den Eindruck, dass das Oriental nur eine Notlösung ist, um dem eleganten Bhandari Abstand zur Strasse zu verschaffen. Der geringe Platzbedarf erlaubt keine ansprechende Vegetation und Pflanzen neben dem Pool und den Wohnblocks. Wer andere Hotels in Khao Lak gesehen hat und einen Blick in das Bhandari-Hotel mit dem Wellness-Bereich, den verschiedenen Palmenarten, Pflanzen und Blumen (z.B. den Lotusblumen) geworfen hat, der spürt den Mangel auf Schritt und Tritt. Es ist gerade die Vegetation, die Thailand so attraktiv macht und auf die man im Oriental fast ganz verzichten muss. Wer den Aufenthalt in Khao Lak eher für Ausflüge nutzt kann über die Unzulänglichkeiten des Hotels vielleicht hinwegsehen. Folgende Ausflüge bieten sich an: - Eine Wanderung mit Bademöglichkeit durch den tropischen Regenwald im "Laem Ru National Park", ca. 7 km von Khao Lak entfernt. Hinfahrt mit dem Taxi (100 Baht), Eintritt 100 Baht. - Der Besuch des Marktes in Bang Niang mit traditionellem Thai-Markt (Früchte, Gemüse, Souvenirs). Geöffnet Mo, Mi und Sa ab 16 Uhr - Eine Elefanten-Safari in Lam Kaen - Der "Ao Phang Nga National Park". Diese Tagestour zu einer großartigen Karstlandschaft mit ca. 40 Inseln (u.a. die James-Bond-Insel und das muslimische Stelzendorf) sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Rundfahrt erfolgt in Longtail-Booten und Schlauchbooten. - Fahrt zu den Similan-Inseln. 5 der 9 Inseln können besucht werden. Anfahrt mit dem Auto zum Hafen Thap Lamu ca. 1 Std., Anfahrt mit dem Schnellboot zu dedn Inseln ca. 1 Std. Fahrpreis ca. 1600.- bis 3200.- Baht (40.- - 80.- €, je nach Saison). Allerdings war beim Schnorcheln von den versprochenen herrlichen Korallen und bunten Fischen kaum etwas zu sehen. - Fahrt zu den Phi Phi - Inseln (Maya Beach, Monkey Island, Khai Nai Island). Leider ist der berühmte Maya-Beach von Touristen total überlaufen. - Khao Sok-Tour. Elefantenreiten und Kanutour. Ende Mai/Anfang Juni machte sich die Regenzeit von Tag zu Tag stärker bemerkbar: häufige Regenschauer und Wolken. Die beste Reisezeit ist daher von Oktober bis spätestens Ende Mai.
Die Zimmer weisen die Annehmlichkeiten auf, die Hotels dieser Preislage gewöhnlich haben: TV, Minibar, Wasserkocher, kostenloser Safe, 2 große Regenschirme. Insgesamt ist die Wohnfläche jedoch knapp bemessen und für Kleidung und Gepäck findet man nur wenig Stauraum. Der Balkon in den ersten Etagen ist ziemlich klein und lädt kaum zum Aufenthalt ein. Noch sparsamer ist das Bad/WC ausgefallen. Schon für 2 Personen ist kaum Platz. Die Wände sind mit braun-gefleckten Natursteinfliesen ausgelegt, die eine düstere Stimmung verbreiten. Moskitos lieben diese Farben als Versteck. Was der Vorteil des eigenartig runden Waschbeckens sein soll, ist unerfindlich.
Das angebotene Frühstück ist das Highlight des Hotels. Es werden sowohl die üblichen Speisen wie Brote, Säfte, Käse, Wurst und dazu tropische Früchte angeboten als auch warme Thai-Gerichte mit Fleisch, Reis, Gemüse usw. Kaffee und Tee werden beständigt von einer Bedienung nachgeschenkt. Beeindruckend ist die Sauberkeit der Teller und Gefäße. Man hat von den Tischen aus einen Blick in die Küche, wo man sieht, wie die meisten Gegenstände dort aus Edelstahl gefertigt sind und die Speisen hygienisch verarbeitet werden.
Über die ausnahmslos freundliche Behandlung durch das Personal lassen sich nur gute Worte finden.
Die Lage des Hotels ist nicht ideal. Man vermißt zum Einen die Lage am Strand. Zwar kann man durch die Anlage Green Beach in etwa 100 m direkt zum Strand gelangen, findet dort aber keine Liegestühle vor. Auch beim Gang durch diese wunderbare Anlage kann man neidisch werden, wenn man sieht, wie schön es sein könnte, wenn man unter tropischen Pflanzen und Bäumen wohnt. Zum Anderen ist die Anbindung an die Hauptstrasse in Khao Lak mit ihren Shops und Restaurants wenig vorteilhaft. Man hat einen Fusweg von ca. 15 min vor sich. Linker Hand befindet sich eine Kautschuk-Plantage, wo sich am Abend gerne die Moskitos aufhalten(daher einen Insekten-schutz nicht vergessen!). Nach Einbruch der Dunkelheit ist der Weg teilweise überhaupt nicht beleuchtet und die vorbeifahrenden Motorräder werden zu einer Gefahr.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die 2 Pools sind zwischen die Wohnblocks eingepfercht: links und rechts hat man die hohen Wände der Wohneinheiten mit ihren Stufen zum Pool vor sich, nach Osten hin eine verwitterte Mauer, hinter der sich das kleine Fitnessstudio verbirgt. Man könnte eher von 2 Schwimm-Kanälen sprechen, wobei sich die Bewohner der Blocks gegenseitig beäugen können, dazwischen befinden sich die Schwimmer. Da die Pools nicht dauernd von der Sonne beschienen werden ist das Wasser auch merklich kühler als bei Pools, die total frei liegen. Übrigens enspricht die Temperatur eines Pools in der Regel der des nahen Meeres. Es finden sich nur wenige Trimmgeräte im Fitnessstudion, die wohl auch bei den hohen Temperatur keinen großen Zuspruch finden.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Mai 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ludwig |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 39 |


