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Bernd (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Mai 2015 • 2 Wochen • Strand
Wir haben unser Hotel auf Rhodos gefunden
5,5 / 6

Allgemein

Das bisher größte Hotel in dem wir waren. In einem Gespräch habe ich erfahren, dass bei Vollbelegung zwischen 2000 und 2500 Gäste (je nach Belegungsgröße der Familienzimmer) hineinpassen. Ende Mai war das Hotel zum Glück nicht voll belegt. Man konnte allerdings zuschauen, wie immer mehr Zimmer in den zweistöckigen Bungaloweinheiten belegt wurden. Die größte Gruppe der Gäste waren Italiener, der Rest (nach Häufigkeit) Deutsche, Engländer, Russen, Schweizer, Österreicher und sogar Skandinavier. Der allergrößte Teil waren Familien mit Kindern bis ungefähr 10 – 13 Jahren. Die Größe des Hotels ist Vor- und Nachteil gleichzeitig, da man so Leute nur selten wieder getroffen hat, mit Ausnahme der Veranstaltungen wie der Kinderdisco. Man konnte allerdings auch Leuten aus dem Weg gehen. Womit auf gewisse Kinder anspiele, die uns dankenswerterweise gezeigt haben, dass es noch viel schlimmer geht. Für die Größe des Hotels war es erstaunlich gut gepflegt, um nicht zu sagen, wie geleckt. Unser Zimmer 508 im Block „Thalia“ war in einwandfreiem und sauberen Zustand und alles war funktionstüchtig und sogar die typischen Staubfallen, wie Schubladen und Leisten, makellos. Den gleichen Eindruck machte auch die Gartenanlage, wobei das natürlich Geschmackssache ist. Bäume, die in geometrische Formen gezwängt, Beete in denen mit mehrfarbigem Kies Muster gelegt werden und peinlich genauer Rasenschnitt – nach zwei Wochen hat mich der Anblick ein wenig ermüdet. Der einzige echte Kritikpunkt ist, dass bei Feuchtigkeit (wir hatten zweimal kurz Regen) die Wege und der Poolbereich extrem rutschig sind. Da haben einige Leute unfreiwillige Slapstickeinlagen zum Besten gegeben. Über die AI-Leistung kann sich eigentlich auch keiner beschweren. Frühstück bis 10.00 Uhr, Langschläfer-Frühstück bis 11.00 Uhr, ab 12.30 Mittagessen (im Hauptrestaurant bis 14.30 Uhr, an der Snackbar in wechselnden Ausprägungen bis 17.30) ab 18.30 Uhr Abendessen in Hauptrestaurant, ab 21.30 – 00.00 Uhr in abgespeckter Form an der Snackbar und zusätzlich Getränke von 10.00 – 00.00 (1.00 Uhr in der Main Bar im Haupthaus) an drei Bars. Hoffentlich habe ich jetzt alle Zeiten noch richtig im Kopf gehabt, falls nein, möge man mich verbessern. Eigentlich wollte ich damit nur zeigen: Wer hier Hunger oder Durst leidet, dem ist nicht mehr zu helfen. Außerdem gibt es noch die Minibar im Zimmer die laut Ankündigung alle 3 Tage aufgefüllt wird, bei uns in der Praxis jedoch jeden zweiten Tag. Außerdem werden an den Bars die Getränke in Plastikbechern ausgegeben, die man mitnehmen darf. Inklusive und kautionsfrei sind auch die Badetücher, die man alle 4 Tage wechseln darf. Allerdings werden sie bei Verlust berechnet. Über Internetzugang kann ich nichts sagen, da ich der Meinung bin, im Urlaub brauche ich weder Internet noch muss ich irgendwie erreichbar sein oder gar irgendetwas arbeiten. Was ist eigentlich nicht inklusive? Zum Beispiel der frisch gepresste O-Saft kostet 2,50 € pro Glas. Abends sind für Zuckerwatte und Popcorn auf dem Weg zur Minidisco und Show 1,00 € ausgerufen. Wer’s braucht… Ärgerlich waren allerdings die Kosten für den Safe die pro Woche 20,00 € betragen. Das ist doch ziemlich happig für ein einfaches Freischalten der Zimmerkarte. Trotz dieser Kleinigkeiten und der wahrscheinlich polarisierenden Gartenarchitektur muss man hier die Höchstnote ziehen.


Zimmer
  • Sehr gut
  • Eins vorweg: Wir hatten wieder einmal riesiges Glück mit unserem Zimmer. Gebucht hatten wir ein Familienzimmer superior und die Eintscheidung für ein paar Quadratmeter mehr haben sich absolut bezahlt gemacht. Überall war einfaches Durchkommen, sogar bei Gegenverkehr am Bett vorbei. Die Kinder hatten zwei vollwertige Betten, die Eltern ein Doppelbett. Die Matratzen waren von sehr guter Qualität, in keinster Weise durchgelegen und haben keine Sehnsucht nach dem heimischen Kaltschaum aufkommen lassen. Das haben wir auch schon anders erlebt. Die Möbel waren in gutem und nicht abgewohntem Zustand. Alle technischen Einrichtungen in Wohnbereich haben funktioniert und zur Terrasse gab es sogar eine Fliegengittertür. Weiterhin hatten wir 2 Tische mit jeder Menge Schubladen, 3 Stühle und einen 3-türigen Spiegelschrank, Ablageflächen, Kühlschrank und Fernseher. Zwischen beiden Zimmern gab es eine Schiebetür, sich sogar lautlos bewegen ließ. Auf der Terrasse standen eine Liege, ein Tisch und vier Stühle. Im Bad gab es zwei Waschbecken und sogar eine Badewanne. Über der Badewanne und jenseits des Duschvorhangs konnte man eine Wäscheleine ausziehen, allerdings ist eine Badewannenlänge deutlich zu wenig Leine für 4 Leute die Badesachen und Handtücher trocknen müssen. Auf der Terrasse fehlte leider ein Wäscheständer. So dass die meisten Leute nach kreativen Lösungen gesucht haben, wie Handtücher über Stühle, Klamotten über Geländer und Mauern. Wenn das Hotel vorhatte durch das Einsparen von Wäscheständern die Optik zu verbessern, ist dieser Versuch in die Hose gegangen. Bitte bei Gelegenheit nachrüsten. Die Lage unseres Zimmers war ein absoluter Glücksfall , da unser Block auf Höhe des Activpools lag, allerdings auf der abgewandten Seite. Hin zum Activepool hätte ich nicht wohnen mögen, da die Musik und die Ansagen oft sehr laut waren. Außerdem liefen direkt entlang des Pools beiden „Hauptstraßen“ der Anlage. Ein ruhiges Sitzen auf der Terrasse ist also komplett unmöglich. Selbst abends laufen noch haufenweise Leute vorbei, so dass man sich ständig beobachtet vorkommt. Außerdem muss man abends höllisch aufpassen dass man den Benutzern der Hauptstraße keine ungewollte Peepshow liefert. Auf unserer Seite war das weniger ein Problem, da dieser Weg kaum frequentiert wurde und in der ersten Woche im Block gegenüber niemand gewohnt hat. Auch Zimmer in der Nähe der Bars oder der Bühnen hätte ich nicht haben mögen. Aber so… Zimmer top.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Fangen wir mal bei den Getränken an: Als Softdrinks gibt es Pepsi Cola und 7UP als internationale Marken und ßa∏ - Limonaden in Orange und trüber Zitrone (hoffentlich habe ich das richtig geschrieben) die zum Glück nicht ganz so süß sind. Das Bier heißt VAP, ist ein Lager, wird auf Rhodos gebraut und schmeckt eigentlich relativ gut. Die Weine waren unspektakulär aber okay. Weiterhin verschiedene Säfte und alkoholische und nicht-alkoholische Cocktails und als Schmankerl echten Café Frappé, ein aufgeschäumter Eiscafe, den man so nur in Griechenland bekommt. Das Wasser kann leicht chlorig schmecken, aber immer noch besser als Montezumas Rache. In südlichen Ländern muss das halt sein. Außerdem gibt es an der Snackbar beinahe rund um die Uhr Softeis in 4 verschiedenen Sorten (Vanille, Schoko, Erdbeer und Banane). Also passt auf eure Kinder auf, sonst essen sie nichts mehr anderes! Beim Essen fangen wir in der Snackbar an, wo es Mittags und Abends auch vollwertiges Abendessen gibt, allerdings auf Platzgründen nur ein, im Vergleich zum Hauptrestaurant, abgespecktes Angebot. Pizza, Nudeln, Gyros + Tsatsiki, Salate, Pommes, Obst und süße Nachtische gehören dort zum Stammprogramm. Dazu kommen immer noch 3-4 wechselnde Gerichte. In der Snackbar gibt es eine vollwertige Küche, so dass auch dort das Essen frisch vom Herd auf den Tisch kommt. Allerdings ist das kein Vergleich zum Hauptrestaurant, wo abends richtig aufgefahren wird. Angefangen von zwei täglich wechselnden Suppen und drei Grill- und Bratstationen, wo man beim Kochen zusehen kann. Weiterhin ein großes Salatbuffet mit Fertigsalaten und Rohkost zum selbst anrichten. Weiterhin eine Station an der Fleischspezialitäten wie diverse Braten, Putenschenkel, Hähnchen und auch mal ein riesiger Lachs in Salzkruste frisch aufgeschnitten werden. Eigentlich schade, dass es so viel gibt, da man an jedem Abend gerne einmal alles probieren möchte. So viel kann man allerdings gar nicht essen. Ich habe in den zwei Wochen einen kompletten Streichelzoo vertilgt. Schwein, Rind, Kalb, Pute, Hähnchen, Lamm, Kaninchen, Rinderleber, Gans, diverse Fische. Das Gleiche gilt in reduzierter Form (nur zwei Grillstationen) auch für das Mittagessen. Gott sei Dank hatte das Essen auch schönes griechisches Flair und es gab genug griechische Spezialitäten. Letztes Jahr waren wir in einem Hotel, in dem es fast nur italienische Küche gab. Dafür fahre ich aber nicht nach Griechenland. Zum Frühstück waren auch alle drei Stationen besetzt, wobei eine frische Spiegel- und Rühreier, die andere das typisch englische Frühstück und die dritte Pancakes und Waffeln zubereitet hat. Die Atmosphäre im Speisesaal ist, wie sollte es bei dieser Größe auch anders sein, sehr laut und hektisch, da es vor allem an den Grillstationen gerne mal sehr eng wird. Ich hätte gerne mal Bilder davon gemacht, allerdings war das bei dem Gedränge nicht möglich. Jetzt weiß ich auch, warum die meisten Bilder vom Restaurant als Motiv Salate und Frischobst haben. Tipp an den Hotelier: Fotografiert doch mal die Töpfe an den Grillstationen vor Saalöffnung! Um dem aus dem Weg zu gehen, muss man entweder gleich nach Öffnung oder, beim Abendessen, nach 20.30 Uhr (Kinderdiscozeit) kommen. Wer Pfannkuchen zum Frühstück will, sollte möglichst um spätestens 9.00 Uhr da sein, weil dann der vorgefertigte Vorrat aufgebraucht ist und sich Schlangen von 20 Leuten und mehr bilden. Man muss allerdings sagen, dass die Mitarbeiter bemüht sind alle Töpfe gefüllt und die Wartezeiten kurz zu halten. Das Einzige, was etwas vernachlässigt wird, sind beim Frühstück die Marmeladentöpfchen. In den zwei Wochen habe ich nur insgesamt dreimal Töpfchen bekommen, an den anderen Tagen musste ich die Marmelade auf den Teller klecksen. Die Qualität des Essen hat sich zu jeder Mahlzeit für mich als sehr hochwertig dargestellt. Verschüttete Speisen wurden zeitnah entfernt und auch sonst hat alles einen sehr sauberen Eindruck auf mich gemacht. Wenn man zum Langschläferfrühstück kam konnte man noch sehen, wie gründlich die Grillstationen gereinigt wurden. Folgende Kritikpunkte hätte ich allerdings doch anzubringen: Die Beschriftung der Speisen ist sehr lückenhaft und wenn, dann nur in Griechisch und Englisch. Das habe ich schon deutlich besser erlebt. Es kann doch nicht so schwer sein eine ausreichende Anzahl von Schildern in mehreren Sprachen vorzudrucken, da ich mir nicht vorstellen kann, dass die Köche immer wieder etwas Neues erfinden. Eher denke ich, dass sich die Speisen immer mal wieder wiederholen. Das sollte doch zu machen sein. Weiterhin sehen die Bestecke zwar schön aus, allerdings sind sie teilweise unbrauchbar. Nicht dass sie jetzt in schlechtem Zustand wären, so meine ich das nicht. Für gegrilltes Fleisch benötigt man jedoch schärfere Messer, am besten Steakmesser und für Kinder wären Bestecke in Kindergröße schön, da die Gabeln und Löffel für Kindermünder schon monströs groß sind. Von den Themenrestaurants haben wir nur das griechische benutzt (was man einmal die Woche gegen Vorreservierung machen darf). Was soll ich auch in Griechenland in einem italienischen Restaurant? Der Unterschied zum Hauptrestaurant könnte in Sachen Ambiente nicht größer sein. Man kommt sich hier wie in einem Sternerestaurant vor. Die Getränke muss man allerdings extra bezahlen, wobei die Preise allerdings erträglich sind. Die Speisekarte stelle ich hier ein und auch Bilder vom Essen. Meine persönliche Empfehlung als Menüfolge lautet: 1. Suppe mit Kalbfleisch und frischem Gemüse 2. Dolmadakia – Gefüllte Weinblätter mit Zitronen-Ei-Soße 3. Stifado – Schmortopf aus Kalbfleisch 4. Baklava mit Vanilleeis Ach ja, bevor ich es vergesse: Es ist typisch griechisch, wenn das Essen nur lauwarm serviert wird und kein Grund zur Reklamation. Ladet euch also die Teller am Buffet nicht zu voll, sonst müsst ihr kalt essen! Fazit: Gastronomisch eines der besten Hotels in denen wir bisher waren!


    Service
  • Eher gut
  • Fangen wir mal bei den Reinigungskräften an: Sie waren die Einzigen mit denen sich ein persönliches Verhältnis aufbauen ließ. Zum Dank für die redlich verdienten Trinkgelder bekamen unsere Kinder eine ganze Kollektion von Handtuchtieren (Bilder anbei). Das Zimmer war immer supersauber und die Damen reagierten flexibel auf Wünsche wie „Bitte in 10 Minuten“. An der Rezeption wurde Deutsch gesprochen, ansonsten war die Hauptsprache Englisch. Die Rezeptionisten waren freundlich und professionell. Reklamationen hatten wir keine, so dass ich über die Behandlung von Beschwerden keine Aussage treffen kann. Allgemein muss man sagen, dass die Angestellten im Servicebereich immer im Stress waren. An den Bars fiel das noch nicht so ins Gewicht, aber in den Restaurants herrschte ein strenges Regiment. Besonders negativ fiel da der Chef auf, der vor den Augen der Gäste seinen Angestellten Druck machte. Völlig daneben fand ich die Aktion, als er dem Maitre des Themenrestaurants vor aller Augen die Krawatte neu gebunden hat. Also so was geht ja gar nicht. Vor allem, da in den Restaurants niemand gefaulenzt hat. Wenn man sieht, wie Leute so gescheucht werden und angehalten werden den Druck an andere Untergebene weiterzugeben, dann kann einem das schon mal den Appetit verderben. So etwas sollte in einem auf Service ausgerichteten Unternehmen gefälligst hinter verschlossenen Türen stattfinden und nicht vor aller Augen, weil wenn ein Chef während der Stoßzeit in den Ablauf eingreifen zu müssen glaubt, dann hat er im Vorfeld die Planung in den Sand gesetzt. Vielleicht sollte ihm mal jemand sagen, dass so etwas direkt auf ihn zurückfällt. Die einfachen Kellner, Köche und sonstigen Servicekräfte jedenfalls haben ihre Sache in meinen Augen sehr gut, effektiv und schnell gemacht. Allerdings war das auch ziemlich unpersönlich. Ich habe in einem anderen Hotel auch schon erlebt, dass sich die Mitarbeiter mit den Gästen unterhalten und Scherze mit den Kindern machen durften, was hier niemand gemacht hat. Einerseits wahrscheinlich, weil die überhaupt keine Zeit hatten, andererseits wahrscheinlich auch, weil ihnen der Chef in Genick hing. Ich persönlich nehme dann lieber mal eine kleine Wartezeit in Kauf und sehe dann, dass meine Kinder gerne in den Speisesaal gehen. Soll ich jetzt dafür Punkte abziehen und somit die einfachen Mitarbeiter bestrafen, die ihre Arbeit wirklich gut gemacht haben? 4 Punkte sind in so einem für jeden erkennbaren Arbeitsklima das Höchste der Gefühle.


    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
  • Die Lage des Hotels lässt sich einem Wort charakterisieren: ruhig! Kein Fluglärm, keine Partymeile, Animationsgeräusche nur vom eigenen Hotel. Eine Bushaltestelle gibt direkt in der Nähe, Autovermietung im Haus, Supermarkt ist auch direkt nebendran und zur Not ein Zahnarzt. Ein Allgemeinarzt steht schnell zur Verfügung. Der perfekte Ort um einen gemütlichen Badeurlaub zu verbringen. Für alles andere ist es zu abgelegen von den Hauptorten wie Rhodos-Stadt. Die Transferzeit kann stark schwanken, wie wir erfahren haben. Auf der Hinfahrt waren wir das dritte Hotel von fünf die angefahren wurden und brauchten eine knappe Stunde. Auf der Rückfahrt waren wir das erste von 8 Hotels und die Fahrt dauerte 1 Stunde und 45 Minuten. Zum Glück war es Mittags, so dass wir quasi eine kostenlose Inselrundfahrt genießen konnten. Die Lage habe wir uns allerdings so ausgesucht, so dass meine Punktzahl hier absolut subjektiv ist.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Animation: Die Animateure waren größtenteils Italiener mit bestenfalls rudimentären Deutschkenntnissen. Auch ihr Englisch hörte sich teilweise ziemlich eckig an. Hat aber nicht gestört. Das Angebot enthielt die üblichen Programmpunkte wie Wassergymnastik, Zumba, Beachvolleyball, Darts, Boccia etc. Also guter Standard. Es wurde zwar an Strand und Pools dafür geworben, allerdings erfreulich unaufdringlich. Der Kinderclub von 4-7 Jahren, den wir nur gelegentlich genutzt haben, weil die Kinder viel lieber an Pool und Strand wollten, bot interessante Programmpunkte, war für meinen Geschmack allerdings zu offen, ohne verschließbares Tor, um Kinder daran zu hindern selbstständig den Club zu verlassen. Die Spielgeräte auf dem Spielplatz waren in technisch gutem Zustand und teilweise beschattet. Aber auch hier gab es 3 Eingänge, die nur selten geschlossen waren. Die Kinderdisco abends war aber immer sehr schön gemacht und immer machten 3 Animateure (zumeist die Kinderclubdamen) die Vorturner. Eine super Idee waren die beiden Eselmaskottchen Lindo und Linda, die lebensgroß immer für leuchtende Kinderaugen sorgten, wenn sie bei der Kinderdisco erschienen. Oft haben die beiden auch für Löcher im Reisebudget gesorgt, da es diese Viecher als Stofftiere, T-Shirts etc. zu erwerben gab. Die Poollandschaft hat einiges hergegeben, da diese aus 3 Hauptpools besteht. Der oberste Pool am Haupthaus ist der Active Pool, mit lauter Musik, Poolbar und kleinem Kindernebenpool in Fischform. Der kleine Pool hat ca. einen halben Meter Tiefe, der große geht fließend von ca. 30cm bis Nichtschwimmertiefe. Der zweite Pool mit den insgesamt 4 kleinen Wasserrutschen und zwei Wasserspritzen geht von 25 cm bis Nichtschwimmertiefe. Auch an diesem Pool gibt es einen kleinen Babynebenpool. An den Hauptpool angehängt ist ein kleiner Whirlpool. Alles in allem muss man sagen, durch die Rutschen und sonstigen Spielmöglichkeiten für Kinder ist dies definitiv auch kein Ruhepool. Am dritten Pool sind die drei großen Rutschen, die ins 90cm tiefe Wasser führen. Der durch eine kleine Mauer abgetrennte Hauptpool ist durchgängig 1,55m tief. Dieser Pool kommt einem Ruhepool noch am nächsten, da die Tiefe des Hauptpools kleine Kinder eher abschreckt. Man muss nur spitzen Schreien der Rutschenden rechnen. An alle, die Ruhe und Erholung am Pool suchen: Das ist nicht euer Hotel! Wie schon oben beschrieben, ist es um die Pools herum ziemlich rutschig, da hier glatte Fliesen und keine geriffelten verbaut wurden. Also aufpassen! Ruhe und Frieden findet man am ehesten noch am Strand, der im Bereich der Liegen sandig ist. Dann kommt oberhalb der Brandungszone ein ca. 1,50 – 2 Meter breiter grober Kiesstreifen. Die Brandungszone besteht aus überwiegend feinem Kies. Im Meer selbst gibt es leider sehr viele große Steine, so dass Badeschuhe hier dringend zu empfehlen sind. Etwas überraschend ist auch, dass das Meer nicht gleichmäßig tiefer wird, sondern dass das Herauslaufen ins Meer eher einer Berg-und Talfahrt gleicht. Der Sand am Strand ist baufähig, so dass Sandburgenbauer auf ihre Kosten kommen. Die Situation an der Liegenfront war zu unserem Reisezeitpunkt noch relativ entspannt. Selbst nach 11 Uhr haben wir noch oft einzelne freie Liegen am zweiten Pool gefunden. Wenn dann wirklich mal alles besetzt war, am Strand war immer etwas frei. Hier waren die Schirme in sechs Reihen entlang des Strands gestaffelt, mit, wenn ich mich nicht verzählt habe, 53 Schirmen pro Reihe. Pro Schirm dann noch zwei Liegen, macht dann 636 Liegen! Das einzige was wir am Strand vermisst haben, waren Tische zwischen den Liegen, um mal etwas darauf abzustellen. Sowohl Strand und Pools waren immer sauber, hier gibt es wirklich nichts zu meckern. Das Einzige, was ich in dieser Kategorie heftig kritisieren muss, ist die etwas seltsame Politik für italienische Kinder vom Reiseveranstalter Alpitours eine eigene Kinderdisco und eigenem Maskottchen zu veranstalten. Völlig daneben war allerdings, die an der öffentlich zugänglichen Bühne zwischen Snackbar und Strandbar zu veranstalten und dann Nicht-italienische Kinder zu ignorieren oder gar wegzuschicken. Einem Erwachsenen kann man so etwas vielleicht noch begreiflich machen, aber bei Kindern von 1 – 7 Jahren geht so ein Verhalten gar nicht. Es hat auch gelegentlich bittere Tränchen gegeben. Unsere Kleine hat dieser Politik allerdings im übertragenen Sinn den Mittelfinger gezeigt und trotz allem Ignorierens tapfer mitgemacht. Dass ein Hotel so etwas zulässt, vor allem noch an einem derart öffentlichen Ort, ist mir absolut unverständlich. Und nicht nur mir, wie ich aus teilweise entrüsteten Kommentaren von Eltern in verschiedenen Sprachen entnehmen konnte. Deswegen hier nur ganz, ganz knappe 5 Punkte!


    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Mehr Bilder(25)
    Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Mai 2015
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Bernd
    Alter:46-50
    Bewertungen:11