Die Hotelanlage ist ansprechend konzipiert, die Wege von allen Zimmern, die sich in den einstöckigen Reihenhäusern befinden, zum Zentralgebäude mit Hauptrestaurant, Bars, Geschäften und Amphitheater sind tolerierbar. Springbrunnen, stimmungsvolle Beleuchtung und viel Grün setzen ansprechende Akzente. Die öffentlichen Anlagen (Toiletten, Pools, Bars, Wege) sind sehr sauber und gepflegt. Als bloßer Ausgangspunkt für Touren durch das wunderschönde Kreta ist ein so teures Hotel eigentlich nicht nötig, als Ort der Erholung und Entspannung ist der Service wiederum zu schlecht.
Die Familienzimmer (wegen eines Druckfehlers im TUI-Katalog hatten wir nur das kleinere mit einer Glasschiebetür vor einem abgetrennten Schlafbereich (Doppelcouch) für die Kinder) waren sauber, jedoch sehr sparsam möbliert. Nur ein Hocker und zwei (!) Balkonstühle waren als Sitzgelegenheit vorhanden, so daß auch ein abendliches Kartenspiel auf dem Balkon ausfallen mußte. Kühlschrank und Klimaanlage funktionierten. Das Bad war groß, Möglichkeiten zum Aufhängen der Handtücher fehlten jedoch fast völlig. Die Tür der Dusche war undicht, so daß eine regelmäßige Überschwemmung nach dem Duschen entstand. Die Zimmer sind sehr hellhörig.
Das Essen war von guter Qualität und bis zur Schließzeit des Restaurants immer reichlich vorhanden, leider wiederholte sich nach einer Woche konkret die selbe Speisefolge. Morgens gab es in dem reichlichen Buffet keinerlei Variationen. Die Bars hatten ein für all-inclusive wirklich reichhaltiges Angebot.
Der Service ist eines 5-Sterne-Hotels nicht entsprechend, bei voller Belegung ist der gewollte Standard nicht zu halten. Im Restaurant mußte man oft an nicht abgeräumten Tischen Platz nehmen, auf die Getränke sehr lange warten. Der Wäschewechsel klappte mehrmals nicht, die abendliche Bitte um Auslieferung der fehlenden Handtücher wurde (trotz mehrmaligem Nachfragen) erst nach über 1 Stunde erfüllt. Handtücher für die Poolbenutzung waren nicht ausreichend vorhanden. Die Damen der Rezeption sind sehr unfreundlich und man hatte fast Angst, sie zu belästigen. Unsere Kinder (die nicht mehr so klein sind) wurden meist übersehen und mußten die Hilfe der Eltern in Anspruch nehmen, um dort Gehör zu finden. Das größte Manko war jedoch der Abreisetag. Unsere bereits 1 Woche im Voraus geäußerte und von der Reiseleitung unterstützte Bitte um die Möglichkeit einer Zimmerbenutzung bis ca. 18.00 wurde am Abreisetag plötzlich lakonisch abgelehnt. Auch eine angemessene Duschmöglichkeit war nicht vorhanden. Man wies uns (nach schriftlicher Eintragung in eine Liste) ins Fitnessstudio, zeitgleich mit einer anderen Familie (also 8 Personen in je 1 Dusche für Männer und Frauen, wobei in der Männerdusche nicht mal das Licht ging und das Fitnessstudio unter vollem Betrieb stand)- da haben wir lieber stilvoll am Strand geduscht und mußten uns bis 21.00 in der Anlage aufhalten.
Ohne einen Mietwagen ist man ziemlich aufgeschmissen, Kreta ist eine so schöne Insel und muß entdeckt werden. Ohne Auto kann man nur nach Milatos laufen (ca. 1 km), wo nur einige Tavernen zu finden sind. Ist man mobil, bietet die Lage einen guten Ausgangspunkt für vielfältige und auch für Kinder nicht zu lange Touren (Malia, Dikti-Höhle, Spina-longa,Knossos,...). Das Hotel liegt also sehr einsam, Unterhaltungsmöglichkeiten kann man deshalb nur die im Hotel selbst gebotenen wahrnehmen, die Geschäfte im Hotel sind überteuert, weil konkurrenzlos. Der Strand ist besser nicht als ein solcher zu bezeichnen, neben einem durch eine häßliche Mauer abgegrenzten Tümpel wurde zwar eine (sehr) kleine künstlich aufgeschüttete Badestelle geschaffen, dort sind jedoch viele Felsen im Wasser, die das Baden schon bei geringerem Wellengang auch für Erwachsene gefährlich machen. Liegen und Sonnenschirme gab es bei der zu unserer Reisezeit vollen Belegung des Hotels eindeutig zu wenig.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Poollandschaft rettet, besonders für die Kinder, so einiges. Große Wasserflächen, sehr hübsch gestaltet, für passionierte Schwimmer sicher etwas zu flach, für Familien ideal. Die Animation ist eher einfach, richtige Shows werden nicht geboten, dafür jeden Abend in unserer 1. Woche ein langwieriges Bingo-Spiel (für 2 Scheine 5 Euro), welches sich wegen der geringen Menge der verkauften Karten sehr ausgedehnt hinzog. Danach diverse Quiz- und Tanzspiele, Miss-Wahl und Disco, die jedoch mit Polonaise und Club-Tanz viele "normale" Tänzer abschreckt. Die Minidisco spielte jeden Abend die gesamte CD durch, auch die Gymnastik verlief jeden Tag mit exakt der gleichen Musik und hatte auch nicht viele Mitmacher.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2004 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Dagmar und Axel |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


