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Alexander (41-45)
ÖsterreichAus Österreich
Verreist als Paar • Juni 2009 • 1 Woche • Strand
Echter Luxus abseits des Ballermanns
5,5 / 6

Allgemein
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
    Gut

Das Mardavall ist das Kronjuwel des vor wenigen Monaten viel zu früh verstorbenen Bauunternehmers und Immobilientycoons Schörghuber. Und wie es sich für einen Leitbetrieb gehört, wurde mit hohem finanziellen Aufwand und Blick fürs Detail tatsächlich auch für verwöhnte mallorquinische Verhältnisse (man beachte die hohe Dichte an trendigen Boutique- und edlen Landhotels) ein Vorzeigehotel geschaffen, das Maßstäbe setzt. Das Mardavall ist sozusagen die Antithese zum Massentourismusmarkt Mallorca. Ein Refugium für einige wenige Auserwählte, die keine Kosten scheuen. Denn letztlich orientieren sich auch die Preise nicht am lokalen Markt, sondern an anderen intern. Destinationen wie Malediven oder Karibik. Das Mardavall wirkt viel größer als es ist. Es hat lediglich 133 Zimmer, davon 8 Junior Suiten (64 m²) und 9 Suiten mit ein oder zwei Schlafräumen z.T. mit Jacuzzi und privatem Pool. Seit einem Jahr ist das Mardavall nunmehr Mitglied der St. Regis Hotels & Resorts, dem Spitzenbrand der Starwood Gruppe. Mit dieser Marke will man Four Seasons, Mandarin Oriental und Co. Konkurrenz machen. Und prestigeträchtig ist der Name St. Regis allemal, wurde doch das erste St. Regis Hotel in New York vom legendären John Jacob Astor gegründet. So wurde das Mardavall im letzten Jahr nochmals einem zusätzlichen Facelift unterzogen, sowohl allgemeine Teile als auch Zimmer auf den neuesten Stand gebracht. Dazu gehören heute Bang & Olufsen TV, CD-Player und IPod Docking station in den Zimmern und nota bene Butlerservice in den Suiten. Einzig „negativer“ Aspekt sind die Preise: Für eine Cola aus der Minibar 7,50 € (in DM oder ATS darf man das nicht mehr umrechnen), die Chips 8,50 €. In der Nebensaison kostet die Juniorsuite 750,- €, in der Hochsaison 900,- €. Das ist, wie eingangs schon erwähnt, eher ein Preisniveau, das sich an anderen Destinationen orientiert und nicht an der Baleareninsel. Fazit: In einer Broschüre des St. Regis heißt die Überschrift „Modernes Grandeur im mediterranen Licht“ – stimmt, und dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.


Zimmer
  • Gut
  • Unsere Junior Suite war, wie schon der Name sagt, eher junior – ein getrennter Schlaf-/Wohnbereich, eher also ein großzügiges Zimmer. Ein schönes Bad mit Doppelwaschbecken, getrennte Dusche und WC sind natürlich Standard, die Badezimmerprodukte auf höchstem Niveau. Nette kleine Details: Zu meinem Buch wurde ein Lesezeichen gelegt; es war immer ausreichend Wasser vorhanden, was ja auch nicht in jedem Hotel selbstverständlich ist; das Internet ist frei. Was uns in den Zimmern noch aufgefallen ist: Große, hochwertig ausgestattete Betten; Fußbodenheizung im Bad, auch ein kleiner Fernsehapparat im Bad; große Terrasse mit ausreichender Möblierung.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Ein Highlight ist auch das Hotelrestaurant. Thomas Kahl, ein gebürtiger Österreicher, kochte sowohl im Tantris in München als auch im Danube in New York, später bei Pierre Gaganiere in Paris und schließlich bei Johann Laffer. Seine Küche ist einfach schnörkellos gut, ohne Zweifel wird hier ein Michelin-Stern angepeilt. Sein Degustationsmenü ist allein schon eine Reise wert. Das Frühstücksbuffet ist sowohl von der Qualität als auch Auswahl ausreichend. Man kann getrost auch erst um 11 h kommen und bekommt noch einen Happen zu essen.


    Service
  • Sehr gut
  • Das Personal ist ausgesprochen freundlich und professionell. Ein hoher Anteil an deutschen Mitarbeitern erleichtert die Verständigung. Schon am 2. Tag wurden wir fast von jedem Mitarbeiter beim Namen angesprochen. Da merkt man gutes Training. Schon der Empfang und das Check-in waren angenehm. Wir wurden auf die Terrasse des Restaurants geführt, bekamen einen Drink und erledigten den Check-in mit Blick auf das an diesem Tag wirklich strahlend blaue Mare Nostrum. Der Butler macht seinem Namen alle Ehre. Wenn Sie wollen, hilft er beim Koffer ein- und auspacken, bereitet Bäder vor, bügelt die Zeitung (Sie wissen ja: die Druckerschwärze!), übernimmt Botendienste oder serviert den Afternoon Tea am Zimmer. Wenn es beim Service etwas Klitzekleines zu bemängeln gibt, dann das nightly turn down service, das wirkt nicht sehr liebevoll bzw. wurde an einem Tag sogar gänzlich übersehen.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Die Lage ist vorzüglich, in Nachbarschaft des mondänen Yachthafens Portals Nous und nur 10 Minuten vom Zentrum Palmas, der Inselhauptstadt, entfernt. Von den meisten Zimmern und Suiten genießt man freien Blick aufs Meer. Einziger Wermutstropfen: Es gibt zwar eine äußerst großzügige Swimmingpool- und Gartenanlage, aber keinen direkten Zugang zum Meer. Dieser ist in Spanien bekanntlich immer „public“ bzw. gebe es an dieser Stelle nur eine Steilküste.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Das Spa ist in Anbetracht der Zimmeranzahl des Hotels mit 4.700 m² geradezu riesig, auch der Fitness Bereich ist tadellos. Die Produkte sind von der Ligne St. Barth. Der Pool ist üppig, in drei Terrassen unterteilt, ausreichend Liegeplätze sind vorhanden, leider aber kein Meerzugang. Und schließlich ist Mallorca natürlich auch ein Golf Eldorado. Die Familie Schörghuber hat ja nicht nur das Mardavall errichtet, sondern seit Jahren gehören zur Arabella Hotelgruppe auch das gleichnamige Golfhotel und das Castillo Son Vida. Und zu diesen Häusern gehören mittlerweile insgesamt drei (!) Golfplätze. Der älteste davon, Son Vida, in der gleichnamigen Urbanisation im Norden Palmas sowie der exquisite Son Mutaner und der neue (der mich allerdings vom Spielerischen her weniger begeisterte) Son Quint. Vom St. Regis aus fahren Sie ungefähr 15 Minuten mit dem Mietwagen zu diesen Plätzen. Einen Shuttle Service vom Hotel gibt’s natürlich auch. Wenn Sie im Son Vida oder im Arabella wohnen, sind Sie quasi direkt am Golfplatz.


    Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher gut
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im Juni 2009
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Alexander
    Alter:41-45
    Bewertungen:42