Prima, dass die Blenden nun geöffnet sein müssen – sonst würde man diesen Sonnenuntergang verpassen © Nieuwland - stock.adobe.com
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Ratgeber Fliegen 2026

Fliegen 2026: Welche neuen Regeln gelten – und wie Du gut vorbereitet bist

Der Urlaub ist gebucht, die Vorfreude wächst – und trotzdem tauchen vor dem Abflug oft noch Fragen auf. Welche Flugregeln gelten 2026? Reichen Deine Reisedokumente aus? Und worauf solltest Du beim Check-in besonders achten?

Fliegen hat sich in den letzten Jahren spürbar verändert. Viele Abläufe sind digitaler geworden, Fristen werden strenger kontrolliert und Tarifbedingungen klarer durchgesetzt – vor allem beim Check-in, beim Boarding und bei der Einreise.

Das betrifft nicht nur Fernreisen oder Vielflieger, sondern auch klassische Urlaubsflüge innerhalb Europas und Pauschalreisen. Wenn Du weißt, worauf es ankommt, reist Du aber weiterhin entspannt. Dieser Ratgeber zeigt Dir, welche Neuerungen Dich 2026 erwarten, was sich im Reise-Alltag ändert – und wie Du typische Fehler ganz einfach vermeidest.

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Ein Reisender zeigt ein digitales Flugticket auf dem Smartphone und seinen Reisepass.
Mobile Bordkarten vereinfachen den Ablauf – ein Scan genügt zum Einlass an der Sicherheitskontrolle und am Gate. © stock.adobe.com - Rido

Check-in & Boarding 2026: Warum „rechtzeitig da sein“ nicht mehr reicht

Viele Reisende orientieren sich noch immer an der Abflugzeit. Ab diesem Jahr reicht das nicht mehr aus, denn Airlines setzen verstärkt auf mehrere verbindliche Fristen rund um Check-in, Gepäckabgabe und Boarding. Wenn Du sie kennst, bist Du klar im Vorteil.

Online-Check-in ist Pflicht

Bei immer mehr Airlines ist der Online-Check-in kein zusätzlicher Service mehr, sondern Voraussetzung. Erledigst Du ihn nicht rechtzeitig, zahlst Du am Flughafen häufig eine Gebühr – oder kannst im Extremfall gar nicht mehr einchecken. Dahinter steckt auch das Thema Overbooking: Wer früh online eingecheckt hat, gilt als aktiv reisend. Wer spät oder gar nicht eincheckt, rutscht schneller auf Wartelisten.

Die wichtigsten Fristen sind dabei der Check-in-Schluss, der Gepäckabgabe-Schluss und die Gate-Closing-Time. Die genauen Zeiten findest Du in Deiner Buchungsbestätigung, im Online-Check-in oder auf Apps und Webseiten der Airlines. Sie können je nach Flughafen, Strecke und Tarif variieren – ein kurzer Blick vor Abflug lohnt sich also immer.

No-Show & Hidden City Ticketing

Verpasst Du eine dieser Fristen, giltst Du als No-Show – selbst dann, wenn das Flugzeug noch am Boden steht. Das hat oft größere Folgen, als viele erwarten: Du verlierst nicht nur den aktuellen Flug, sondern häufig alle weiteren Segmente Deiner Buchung, inklusive Anschluss- und Rückflug. Nachträgliche Erstattungen oder Wiederaktivierungen sind selten möglich und hängen stark von Airline, Tarif und Kulanz ab.

In diesem Zusammenhang taucht immer häufiger der Begriff Hidden City Ticketing auf.

Dabei buchst Du bewusst einen Flug mit Umstieg, obwohl Dein eigentliches Ziel bereits der Zwischenstopp ist. Den Weiterflug trittst Du absichtlich nicht an, weil Tickets mit Umstieg oft günstiger sind als Direktflüge. Was zunächst nach einem cleveren Spartrick klingt, ist jedoch vertragswidrig.

2026 ist Hidden City Ticketing besonders riskant. Airlines erkennen solche Buchungsmuster immer besser und werten das Nichterscheinen auf dem Anschlussflug als No-Show. Die möglichen Folgen für Dich: Dein Rückflug wird automatisch gestrichen und Vielfliegerstatus oder Bonusmeilen können verloren gehen.

Strafbar ist Hidden City Ticketing zwar nicht, das finanzielle Risiko aber ist hoch – vor allem, wenn Hin- und Rückflug Teil derselben Buchung sind. Wenn Du entspannt fliegen möchtest, solltest Du solche Abkürzungen vermeiden.

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Nahaufnahme von Einreisestempeln, Visa und Reisepässen.
Benötigst Du für Deine Einreise ein Visum? Informiere Dich im Voraus, damit es am Flughafen keine bösen Überraschungen gibt © stock.adobe.com - Anhees

Reisedokumente & Einreise 2026: Darauf solltest Du achten

Reisepass-Gültigkeit: Häufiger Fehler bei Flugreisen

Viele Länder verlangen weiterhin, dass Dein Reisepass drei bis sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein muss. Abgelaufene oder bald ablaufende Pässe zählen auch 2026 zu den häufigsten Gründen für verweigertes Boarding. Ein kurzer Check vor der Reise erspart Dir hier viel Stress.

USA: ESTA 2026 – das solltest Du wissen

Für die visumfreie Einreise in die USA bleibt das ESTA (Electronic System for Travel Authorization) auch 2026 verpflichtend. Wenn Du für bis zu 90 Tage einreist, musst Du vor Abflug online eine ESTA-Genehmigung beantragen. Ohne kann Dir das Boarding bereits am Abflughafen verweigert werden.

Mittlerweile liegt die ESTA-Gebühr bei rund 40 US-Dollar pro Person. Zudem arbeiten die US-Behörden an erweiterten Datenabfragen im Antragsprozess. Diskutiert wird unter anderem, künftig zusätzliche persönliche Angaben wie Social Media Profile abzufragen. Diese Änderungen sind derzeit noch nicht endgültig beschlossen, Reisende können sich aber auf einen bald etwas umfangreicheren Antrag einstellen.

Ein genehmigtes ESTA ist in der Regel bis zu zwei Jahre gültig und mit Deinem Reisepass verknüpft. Wichtig: Das ESTA berechtigt zur Reise in die USA, garantiert aber nicht automatisch die Einreise – die finale Entscheidung trifft weiterhin die Grenzbehörde bei der Ankunft. Prüfe daher rechtzeitig vor der Reise, ob Dein ESTA noch gültig ist und Deine Angaben aktuell sind.

Vielleicht hast Du im Zusammenhang mit den USA auch schon einmal den Begriff REAL ID gehört. Diese REAL-ID-Pflicht gilt seit Mai 2025 als Sicherheitsstandard für Ausweisdokumente, betrifft jedoch nur US-Bürgerinnen und -Bürger bei Inlandsflügen. Für Dich als internationale Reisende oder international Reisender ändert sich dadurch nichts.

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Ein Koffer mit der Aufschrift "Storno-Gebühr" steht im Sand umgeben von Treibholz, Muscheln und einem kleinen Flugzeug.
Stornierungen und Umbuchungen sind bei günstigen Tarifen meist nicht inklusive © stock.adobe.com - Racamani

Tarife, Umbuchung & Storno: Warum das Kleingedruckte 2026 entscheidend ist

Flugtickets unterscheiden sich 2026 nicht nur im Preis, sondern vor allem in ihren Tarifbedingungen. Was früher mit etwas Kulanz gelöst werden konnte, ist heute klar im Tarif festgelegt – und wird auch entsprechend umgesetzt. Wenn Du die Bedingungen nicht kennst, merkst Du das meist erst dann, wenn etwas schiefgeht.

Besonders günstige Tarife bieten häufig keine oder nur sehr eingeschränkte Flexibilität. Umbuchungen sind ausgeschlossen oder teuer, Stornierungen meist nicht möglich. Selbst kleine Änderungen, etwa bei Namen, kosten oft extra.

Viele Leistungen, die früher selbstverständlich waren, werden heute separat berechnet – etwa Sitzplatzwahl und Aufgabegepäck. Wenn Du vor der Buchung kurz die Tarifdetails prüfst, weißt Du genau, was Dein Ticket abdeckt und welche Kosten zusätzlich entstehen können.

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Eltern mit ihrem Kind welches einen Reisepass festhält. © miniseries/E+ via Getty Images
Kinder reisen seit 2024/25 mit regulären Reisepässen © miniseries/E+ via Getty Images

Familien & Kinder: Diese Regeln solltest Du kennen

Kinderreisepass 2026: Was sich geändert hat

Seit dem 1. Januar 2024 werden in Deutschland keine neuen Kinderreisepässe mehr ausgestellt. Stattdessen erhält jedes Kind – auch im Babyalter – einen regulären Reisepass.

Bereits ausgestellte Kinderreisepässe bleiben zwar bis zu ihrem Ablaufdatum gültig, werden aber nicht mehr verlängert. Da die Ausweise seit 2021 jeweils nur um ein Jahr verlängert wurden, laufen viele dieser Dokumente 2025 oder 2026 aus.

Der reguläre Reisepass ist bis zum 24. Lebensjahr sechs Jahre gültig. Prüfe daher rechtzeitig, wann ein neues Dokument nötig ist.

Sitzplätze & alleinreisende Kinder

Ohne Sitzplatzreservierung kann es passieren, dass Familien getrennt sitzen. Viele Airlines versuchen, Kinder nicht allein zu platzieren – garantiert ist das jedoch nicht in jedem Tarif. Wenn Dein Kind allein reist, solltest Du die Regeln und Gebühren der Airline vorab genau prüfen.

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Paar rennt mit Gepäck durch den Flughafen
Prüfe genau nach, ob Du genügend Zeit zum Umsteigen hast, damit du deinen Anschlussflug nicht verpasst © stock.adobe.com - Prostock-studio

Umsteigen & Transit 2026: Mehr Zeit einplanen

Großbritannien als Transitland

Ab 25. Februar 2026 benötigst Du für die Einreise nach Großbritannien eine elektronische Reisegenehmigung (ETA). Ob sie auch beim Transit nötig ist, hängt von der Art Deines Umstiegs ab. Bei Terminalwechseln oder erneuter Sicherheitskontrolle kann sie erforderlich sein, obwohl Du eigentlich nicht einreisen möchtest. Prüfe die Bedingungen daher vorab besonders genau.

Separate Tickets beim Umsteigen

Wenn Du Flüge getrennt buchst und einen Anschluss verpasst, hast Du keinen Anspruch auf Weiterbeförderung. Plane bei Deiner Umsteigezeit deswegen lieber einen großzügigen Puffer ein. Reiseversicherungen können im Einzelfall helfen, ersetzen aber keinen Anspruch gegenüber der Airline.

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Person schreibt eine Checkliste für ihre nächste Reise © iStock.com/hocus-focus
Eine Checkliste kann Dir helfen, den Überblick zu behalten © iStock.com/hocus-focus

Fliegen 2026: Die schnelle Checkliste für Dich

Check-in & Zeiten

  • Online-Check-in erledigt
  • Check-in-, Gepäck- und Gate-Fristen geprüft

Dokumente

  • Reisepass ausreichend lange gültig
  • ETA / ETIAS (falls relevant) beantragt

Umsteigen & Transit

  • Genug Umsteigezeit eingeplant
  • Transitregeln geprüft
  • Bei separaten Tickets genug Puffer eingeplant

Familie & Kinder

  • Gültige Reisedokumente für alle Kinder
  • Sitzplatzregelungen der Airline geprüft oder gemeinsame Sitzplätze gebucht

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