Burg Branzoll

Chiusa / Klausen/Südtirol
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Infos Burg Branzoll

Die Burg, ein Wahrzeichen der Stadt, wurde um 1250 von den Herren von Säben erbaut. Zwischen 1465 und 1671 war sie Sitz des fürstbischöflichen Amtsrichters. 1671 wurde sie durch einen Brand eingeäschert. Der Wiederaufbau erfolgte ab 1895. Während der Bergfried noch Teile der ehemaligen Burganlage enthält, ist der Wohntrakt vollständig neu entstanden. Der Blick vom Kirchplatz auf die bergseitig gelegenen Häuser mit der Burg darüber gehört zu den bedeutendsten architektonischen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Zutritt zur Burganlage ist nicht möglich, weil die Burg sich in Privatbesitz befindet. Informationen Tourismusverein Klausen, Barbian, Villanders und Feldthurns Marktplatz 1 39043 Klausen Tel. +39 0472 847 424 info@klausen.it www.klausen.it

Neueste Bewertungen (2 Bewertungen)

Heidi71+
Mai 2026

Burg Branzoll oberhalb von Klausen

4 / 6

Schon von der Autobahn A22 (auch Brennerautobahn genannt) hat man einen guten Blick auf die in Privatbesitz befindliche Burg Branzoll, die sich in erhöhter Lager oberhalb von Klausen befindet.

Herbert71+
Mai 2026

Burganlage mit wechselvoller Vergangenheit

5 / 6

Das Schloss bzw. die Burg Branzoll befindet sich in Südtirol in leicht erhöhter Lage über der Stadt Chiusa (Klausen). Bereits 1155 wurden die Herren von Säben genannt, die ihren Sitz auf der Burg Säben hatten. Diese errichteten in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts im Zuge von Auseinandersetzungen mit dem Brixener Bischof Bruno von Kirchberg die Burg Branzoll und zwar am Zugang zu einer auf dem Hügel gelegenen bischöflichen Burg (was natürlich eine Provokation für den Bischof war). Diese Auseinandersetzungen zogen sich bis Anfang des 14. Jahrhunderts hin und endeten unter Bischof Johann Sax von Saxenau mit der Unterwerfung der Säbener. 1409 wurde die Hälfte von Burg Branzoll an den amtierenden Brixener Bischof verkauft, 1465 fiel auch die andere Hälfte von Burg Branzoll in die Hände der Brixener Bischöfe. 1671 wurde die Burg Branzoll durch ein Feuer zerstört, nur der Bergfried und die Palasgrundmauern blieben erhalten. Die Anlage verfiel im Laufe der Zeit immer mehr und Steine aus der Burganlage wurden von der Klausener Bevölkerung für Bauzwecke entnommen. 1874 schenkten die bischöfliche Verwaltung diese Ruine der Stadt Klausen (die das Geschenk nur deshalb annahm, weil Interessenten für den Kauf der Burgruine vorhanden waren). Nachdem mehrere Kaufinteressenten wieder absprangen, wurde die Ruine 1895 an den Burgenforscher Otto Piper verkauft, der mit dem Wiederaufbau der Burgruine begann und der diese 1907 beziehen konnte (wobei ihm jedoch die Einrichtung einer Feuerstelle durch die Behörden verboten wurde). Piper verkaufte die vorläufig wiederhergestellte Burg 1911 an Franz Linter, der eine Gewürzmühle besaß und Antiquitätenhändler war. Linter veranlasste einen Um- bzw. Neubau, musste jedoch 1912 wegen finanzieller Notlage die erst teilweise hergestellte Burganlage an den Innsbrucker Kunstsammler und Lyriker Karl Traut verkaufen. Traut fuhr mit dem Aufbau der Burg fort und konnte sie schließlich1913 beziehen. Nach mehreren Besitzerwechseln ist Burg Branzoll heute weiterhin in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. So bleibt einem nur der Blick auf diese weithin sichtbare Burganlage.