Die Bungalowanlage ist rein architektonisch gesehen eigentlich recht schön und geschmackvoll. Die terrassierte Anordnung der Bungalows würde einen wunderbaren Blick auf das Meer bzw. Fuerteventura und Los lobos ermöglichen-leider stört den Blick jetzt allerdings ein riesiger (häßlicher)Hotelkomplex und diverse Baukräne. Die Poolanlage ist ebenfalls recht schön angordnet, zeigt aber ebenso wie die Bungalows deutlichste Gebrauchsspuren. Der Whirlpool ist leider zum Gebrauch,auch wenns mal wärmer ist, zu kalt - und leider wird er nicht allzuoft gereinigt. Die Kaskaden, die in den Bereich des Restaurants herunter führen, sind leider nicht mehr in Betrieb und werden auch nicht mehr gepflegt-schade. Die Anlage ist prinzipiell für Familien genauso geeignet wie für Paare. Die Rampen, über die alle Zonen der Anlage erreichbar sind, machen die Anlage sowohl für Kinderwagen als auch Rollstühle geeignet. Während unseres Aufenthaltes waren Holländer, Briten und vor allem Deutsche da. Das Publikum war angenehm durchmischt: Alt und Jung, Paare, Familien, Reisegruppen. Da aber fast alle mit Mietautos unterwegs sind, sieht man sie vorwiegend beim Essen = man kann tagsüber echt seine Ruhe haben. Das hat aber leider auch zur Folge, daß die Poolbar im Prinzip mangels Publikum nicht in Betrieb ist, womit die einzige Gastonomie im Umkreis von einigen Kilometern flachfällt. Aufgrund des schlechten Service/der mäßigen Restaurantqualität und der zuweilen ungepflegten Wirkung finde ich die Anlage etwas überteuert und keine 4 Sterne wert. Wer es gerne verlässlich warm haben möchte sollte nicht im Februar anreisen oder zumindest ausreichend warme Kleidung mitnehmen. Wer gerne etwas unternimmt sollte sich auf jedenfall die Klassiker anschauen : das ehemalige Wohnhaus von C. Manrique und eine Tour durch den Nationalpark Timanfaya (läßt sich gut mit einem leckeren Fischessen in El Golfo verbinden). Schön ist auch der Norden der Insel, vor allem das Dünengebiet(chen) zwischen Orzola und Cueva de los Verdes.
Wie schon mehrfach erwähnt sind die Bungalows recht geschmackvoll und gut ausgestattet (2 Bäder, 2 Schlafzimmer, 1 gut ausgestattete Küche, 2 Sonnenliegen etc., aber leider schon deutlich vom Verschleiss gezeichnet. Man hört auch auf der Terrasse im Prinzip nichts aus den Nachbarbungalows und hat so wirklich seine Ruhe. Und der Blick wäre wirklich schön, wenn er nicht zur Zeit durch Neubauten und Baukräne vernichtet oder zumindest erheblich gestört werden würde.
Das Frühstücks- und Abendbuffet war mäßig reichhaltig und die warmen Bestandteile höchsten lauwarm und qualitativ häufig verbesserungswürdig (vile Konserven). Ansonsten siehe Service.
Der Service ist eigentlich der Punkt, der die eigentlich nette Anlage in der Bewertung zum Absturz bringt. Die Leute sind zwar alle sehr nett, aber irgendwie hat keiner so richtig Lust , sich zu engagieren. Das fängt bei der Ankunft an: wenn man Glück hat, kann man einen der 3 Gepäckwagen ergattern, wenn nicht gehts ans schleppen (vor allem für ältere Menschen echt "toll"). Im Restaurant und an der Poolbar (wenn man dafür eine Bedienung auftreiben kann) bekommt man zwar sein Getränk, aber weggeräumt wird nie etwas, und so stappeln sich während des Abendessens Vorspeisen-, Hauptspeisen und Dessertteller auf dem Tisch. Die Tischdecke ist, auch wenn man (leider) mal gekleckert hat, am nächsten Tag noch die selbe. Wer Kleinkinder hat wird deren Essensreste auch 2 Tage später noch unter dem Tisch finden (obwohl wir selbstverständlich das Gröbste selbst weggemacht haben... Die Putzfrauen machen zwar irgendwie sauber, aber irgendwie auch nicht richtig...man hat es manchmal nur am Putzmittelgeruch gemerkt, daß sie da waren. Und unter den frischen Handtüchern war eines mit deutlichen Schmutzresten. Während unseres Aufenthaltes war es einige Tage sehr kalt und hat geregnet. Das Wasser ist durch die Türen in den Bungalow gelaufen und von der Dunstabzugshaube auf den Herd getropft und es war bitterkalt. In diesem Zusammenhang fand ich es besonders traurig, daß einem älteren, gesundheitlich sehr angeschlagenen Herren nur eine Heizung gegen eine Gebühr von 5€/Tag ins Zimmer gestellt wurde. Bei echtem Service hätte dies auch ohne Gebühr so gehen müssen. Der Tenor bei den anderen Urlaubern war bezüglich des Service und der Gastronomie eigentlich immer ähnlich.
Der Transferzeit ist wirklich kein Thema - vielleicht ne' halbe Stunde, es sei denn man macht die große Neckermannrunde. Leider liegt sie Anlage etwas fernab von allem. Die Anlagen der Umgebung wirken irgendwie nicht bewohnt und Richtung Meer wird fröhlich weitergebaut - dadurch hat man, rein optisch gesehen, ein wenig das Gefühl, sich mitten auf einer Großbaustelle zubefinden. Immerhin gibt es einen Supermarkt, der in ca. 15 Min. zu Fuß erreichbar ist. Die Papgayostrände sind theoretisch zu Fuß erreichbar (> 1/2 Std.), wer aber Kleinkinder hat braucht unbedingt einen Kinderwagen mit Luftbereifung oder muß mit dem Auto hinfahren.Tja, und ein Auto empfiehlt sich ohnehin, denn eine Busanbindung gibst nicht.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Pools und der Whirpool wären schön, wenn sie besser gepflegt wären. Ansonsten gibt es nicht allzuviel zur Unterhaltung: 1 Billardtisch, 1 Tischfußball, 3 rostige Fitnessgeräte, 1 Bouleplatz, 1 Kinderklettergerüst (schön), sowie ein Sandspielareal mit Sandspielzeug. Für unsere Bedürfnisse war dies allerdings ausreichend.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Februar 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Jule |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |


