Ich kenne das Playa Esmeralda seit 2001 (also ziemlich von Anfang an) und habe in den sieben Jahren keine negativen Veränderungen bezüglich der Instanthaltung bemerken können. Das hoteleigene Team ist ständig mit Reparaturarbeiten beschäftigt und hält die Hotelanlage recht gut in Schuss. Vor einigen Jahren gab es zeitweilig Probleme mit der Klimaanlage, doch wurden auch diese Mängel recht zeitnah behoben. Kleinere Mängel in den Zimmern (z. B. wackelndes Bett) kann man an der Rezeption melden und diese werden direkt am gleichen Tag behoben. Wir hatten meist Zimmer in den oberen Etagen und waren mit der Sauberkeit und der Größe des Zimmers stets zufrieden. Die Reinigungsdamen werden noch emsiger, wenn man ihnen ein wenig Trinkgeld hinlegt. Auch den Wäscheservice haben wir mehrfach genutzt, so dass wir nicht so viele Strandhandtücher mitschleppen mussten. Zu den Anfangszeiten des Playa Esmeralda gab es noch kein AI und ich bin schon der Meinung, dass die Qualität und Quantität des Abendbuffets etwas unter der Einführung von AI gelitten hat. Aber man reist ja nicht nur wegen des Essens auf eine so schöne Insel. Als Fischliebhaber kommt man vom Essen her voll auf seine Kosten. Wir haben uns bewusst immer für die Halbpension entschieden, weil wir uns tagsüber nicht in der Hotelanlage aufhalten und abends lieber Wein von der Karte trinken möchten. Durch die Bauweise in Terrassenform fällt die Anzahl der Zimmer nicht auf. Es lohnt sich, einmal durch die liebevoll gestaltete Anlage zu schlendern. Von der Zusammensetzung der Nationalitäten her findet man meist nur noch deutsche Gäste in diesem Hotel. In den Anfangsjahren hörte man noch öfter englische, italienische und spanische Stimmen. Ostern kommen die Festlandsspanier dorthin und verbringen auf Fuerte die Feiertage. In den Schulferien (Ostern, Sommer) findet man dort mehr Familien mit kleinen Kindern. Wir waren zu Sylvester 2007 auch im Playa Esmeralda. Zu dieser Zeit haben wir (38 und 40 Jahre alt) den Altersdurchschnitt sehr gesenkt. Das Playa Esmeralda ist für Rollstuhlfahrer nur in Begleitung bedingt geeignet. Zum Strand wird man mit dem Rolli nicht kommen (Treppen). Ich war jetzt zu allen Jahreszeiten auf den kanarischen Inseln (vor allem Fuerteventura). Es ist von den Außen- und Wassertemperaturen her eine große Schwankung zu bemerken. Ostern und in den Weihnachtsferien kühlt es sich nachts mehr ab, so dass man dann schon einen langärmeligen Schlafanzug anziehen sollte. Tagsüber kann man zu jeder Jahreszeit im Meer schwimmen und Strandkleidung tragen. Abends braucht man manchmal eine dünne Sommerjacke. Im Sommer ist es auf Fuerteventura recht windig. Man muss es halt lieben.
Wie ich oben bereits erwähnte, bin ich sowohl mit der Sauberkeit der Zimmer als auch mit der Ausstattung (maurischer Stil) immer sehr zufrieden. Für den Safe muss man bezahlen, aber Urlaub kostet nun mal Geld und da sollte man sich über solche Peanuts nicht aufregen. Besonders gut gefallen mit die breiten Betten, so dass man zu zweit ein Bett mit etwa 2, 40m Breite zur Verfügung hat (himmlisch!). Alle gängigen deutschen Fersehsender kann man sich bei Bedarf antun. Auf dem recht großzügigen Balkon (kleiner Plastiktisch, 2 Plastiklehnstühle) sitzt es sich besonders abends noch gemütlich (evtl. Pulli anziehen). Das Hotel ist nach spanischen Maßstäben gebaut, so dass man vom darüber liegenden Zimmer wunderbar die Tritte auf dem Fliedenboden hören kann. Auch habe ich schon unfreiwillig Zimmernachbarn beim Liebesspiel gehört oder jemanden aus einem Nachbarzimmer schnarchen gehört. Für solche Fälle habe ich in meinem Reisegepäck Ohropax dabei. Die Handtücher werden nach Bedarf täglich gewechselt und die Bettwäsche 2X pro Woche. Wer mit Thomas Cook die Reise bucht, erhält zwei Bademäntel.
Im Hauptrestaurant werden alle drei Mahlzeiten eingenommen. Für AI-Gäste gibt es mittags noch die Möglichkeit, Snacks (Burger, Pommes, Pizza) an der Poolbar zu konsumieren. Abends gibts es für AI-Gäste nur in der Animationshalle etwas gratis zu trinken. In der Lobbybar, wo mehrmals pro Woche ein Alleinunterhalter musiziert (manchmal gar nicht mal so schlecht) , müssen die Getränke bezahlt werden. Freitags gibt es neuerdings immer einen Themenabend (kubanisch etc.) in der Lobbybar und dazu passende Cocktails für 5€, die sehr gut schmecken (Mojito etc.). Besonders toll kann man auf der seit einem guten Jahr existierenden Terrasse vor der Lobbybar abends sitzen und auf großen Sesseln zu zweit lümmeln (sehr romantisch!).
Inzwischen wurde im Laufe der Jahre das gesamte Servicepersonal ausgetauscht und das Arbeitspensum der Servicekräfte enorm angezogen. In den Anfangszeiten des Hotels waren noch viel mehr Servicekräfte im Speisesaal zu finden. Die übergewichtigen Kellner wurden entlassen. Ich vermute, es werden nur noch Kellner eingestellt, die über mindestens rudimentäre Fremdsprachenkenntnisse verfügen. Trotz ihres enormen Arbeitspensums sind die Kellerinnen und Kellner ausgesucht freundlich und es gelingt ihnen meistens, in den Stoßzeiten den Überblick zu behalten. Zeitweilig muss man sich beim Personal noch mal in Erinnerung bringen, wenn die Wartezeiten auf die Getränke etwas länger werden. An der Rezeption sprechen inzwischen alle Mitarbeiter Deutsch, was anfangs noch nicht der Fall war (Englisch war dann gefragt). Die Leute an der Rezeption sind auch bei Beschwerden oder gereizten Gästen immer freundlich und professionell. Bei Notfällen (Arzt) bekommt man die nötige Unterstützung.
Das Playa Esmeralda ist herrlich ruhig am Ende einer Sackgasse gelegen. Man erreicht es mit dem Auto vom Flughafen in etwa 50 Minuten (der Transferbus braucht länger, da er noch andere Gäst ablädt). Auf der linken Seite des Hotels befindet sich zum Glück noch immer eine Baulücke und rechts fängt das Niemandsland an. Die in den letzten 3 Jahren entstandenen 2 Nachbarhotels erreicht man durch einen kurzen Spaziergang in Richtung Costa Calma. Gegenüber entstanden vor einigen Jahren die Appartments Esmeralda Maris, die aber nicht weiter stören. Für Unterhaltung muss man in diesem Hotel selbst sorgen. Wir haben die Animationsabende in unseren neun Aufenthalten noch nicht einmal besucht, so dass ich zu der Qualtität nichts sagen kann. Man kann abends allerdings Richtung Costa Calma spazieren. Diskos wird man dort aber auch nicht finden. Wer Amüsement im englischen Stil sucht, ist in Corralejo oder in Caleta de Fustes gut aufgehoben (englische Hochburgen). Ansonsten kommen Partyleute eher auf Gran Canaria oder Teneriffa auf ihre Kosten. Es ist empfehlenswert, sich für die gesamte Urlaubszeit ein Auto zu mieten, da man sonst die schönsten Ecken Fuerteventuras nicht sieht (z. B. Straße an La Pared vorbei nach Betancuria). In der Hauptstadt Puerto del Rosario gibt es seit einigen Monaten eine neue Shoppingmall mit ganz netten Geschäften. Ansonsten ist es in den Touristenorten schwierig, etwas qualitativ Hochwertiges als Souvenir zu kaufen. Donnerstags findet in Morro Jable immer ein Markt statt, auf dem man "echte Uhren" und afrikanische Kunst kaufen kann. Dorthin kann man auch mit dem Linienbus fahren.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation finde ich in diesem Hotel besonders gut, weil ich sie nicht mitbekomme und auch zu nichts genötigt werde (alles ganz unaufdringlich). Wer Anschluss sucht, sollte sich am Pool aufhalten oder sich bei den Tischtennnisplatten einfinden. Für Eltern mit Grundschulkindern und Teenagern ist ein stressfreier Urlaub garantiert, da der Nachwuchs immer Anschluss findet (eigene Beobachtungen). Die Kinder und Jugendlichen sitzen abends oft als Clique herum und amüsieren sich prächtig.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Andra |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 3 |


