Eine knappe Stunde Fahrt hat mich vom Flughafen Faro in Portugal über eine verwaiste Autobahn an die spanische Grenze und gleich dahinter nach Ayamonte, von dort wiederum fünf Kilometer küstenwärts, in den Marina-Bereich von Isla Canela gebracht. Hier wird der Gast noch als Devisenbringer geschätzt. In der Hauptsaison muß man zwar mit knapp 850 - 1000 Euro pro Person bei HP rechnen, doch die sind wirklich gut angelegt. Unbedingt zu empfehlen ist, sich für die Dauer des Aufenthalts einen Mietwagen zu nehmen, um problemlos ins 5 Kilometer entfernte, sehr schöne spanische Städtchen Ayamonte zu fahren, wo die Gastronomen noch für die meisten Getränke nur jeweils einen Euro berechnen.
DAS ZIMMER ist wie die Außenfassade des Hotels in warmen Farbtönen gehalten. Ein riesig großer Spiegelschrank, dessen Schiebetüren sich allerdings nur mühsam bedien lassen, begrüßt mich beim Betreten des Zimmers zur Linken, während zur Rechten ein geräumiges Badezimmer samt Bidet und Badewanne für entspannende Bademinuten sich mir darbietet. Die Einrichtung des Zimmers, in dem vor zwei Jahren eröffneten IBEROSTAR ISLA CANELA wirkt weder abgewohnt noch beliebig. Die beiden Betten böten Platz für drei, eine Kommode, auf der der Fernseher sein Zuhause gefunden hat, eine Zweisitzer-Couch samt dazugehörigem Beistelltischchen ergämzen den Raum. Buchen Sie sich im Haupthaus ein, im Nebengebäude sind Quadratmeter in den Zimmern Mangelware, habe ich mir von anderen Gästen erzählen lassen. DIE TERRASSE des Zimmers gibt den Blick auf den Hotelpool und die Poolbar, die Dünenlandschaft und den Atlantik frei. Ein schneller Blick aus der Balkontür zeigt mir gut 12 Quadratmeter Terrassenfreifläche, sorgsam vor neugierigen Blicken der Nachbarn geschützt durch hochgezogenes Mauerwerk.
An der Eingangstür des Restaurants, wird der Gast bereits vom Restaurantchef begrüßt. Das Büffet, das im IBEROSTAR ISLA CANELA geboten wird, kann mit denen auf den großen Luxuslinern problemlos mithalten. Drei verschiedene Suppen, ein zwei Meter langes Vorspeisenbüffet zu beiden Seiten des Speisesaals, Showcooking im Zentrum des Geschehens, mehrere Sorten Fisch und Fleich sowie eine speziell für Kinder eringerichtete Ecke lassen keinerlei Wünsche übrig. Das Frühstück ist fast genauso üppig wie das Abendessen. Besonders der Champagner ist große Klasse und sehr zu empfehlen. Aber auch die Eiertortilla, die die Köche in Sekundenschnelle zaubern, lassen einem das Herz aufgehen! Wer sich hier nicht mindestens anderthalb Stunden Zeit nimmt, um zu schlemmen, ist selber schuld" resümiere ich nach über 100 kulinarisch-sinnlichen Minuten.
Von der geräumigen Garage bringt mich ein erster Aufzug in den Eingangsbereich des IBEROSTAR, in dem etliche Sitzgruppen auf die Gäste warten, die nach dem Essen im Nichtraucherrestaurant nicht auf ihre Zigarette verzichten können. Auf den avisierten Kofferboy warte ich nur eine Minute, dann durchquere ich die Eingangshalle, sehe im Vorübergehen zwei Internetterminals mit Flachbildschirmen und steige in einen zweiten Fahrstuhl im Haupthaus, der mich die erste Etage bringt. Ein Umlauf, der in einen gepflegten, mit Agaven und Kakteen bepflanzten Innenhof blicken läßt, führt zum Zimmer.
Da liegt es also, drei mehrgeschossige Blocks groß, am Ende einer dicht beparkten Seitenstraße, die als Sackgasse an einem Kreisverkehr endet: das IBEROSTAR ISLA CANELA. Die warmen Erdtöne lassen den Gebäudekomplex, der vom Architekten mit maurischen Elementen gestaltet wurde, zunächst eher schlicht wirken. "Ich habe meinen Mietwagen in der zweiten Reihe geparkt" erzähle ich Paula, der glutäugigen, sympathischen Dame an der Rezeption, die daraufhin meine bereits vorbereitete Code-Card für die Hotelzimmertür auch noch für das Tor zur Tiefgarage freischaltet.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
DER FITNESSRAUM macht einen gepflegten Eindruck. Zwei asketisch wirkende Frauen verbessern hier gerade schweißtreibend auf der Ruderbank beziehungsweie einem Trimmfahrrad ihre Proportionen. Der im Nebenraum liegende gedeckte Pool des Hotels ist ebenso etwas klein geraten wie der Einkaufsbereich des Hotels, wo die Waren entsprechend hochpreisig angeboten werden. Ich sehe einen Sonnenschirm für sechzehn Euro, der vergeblich auf einen Käufer wartet.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2004 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Roswitha. |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 2 |


